Was ja langfristig absehbar war, beginnt offensichtlich, sich abzuzeichnen. Tradewind meldet, daß das Wachstum der Zahl an Kreuzfahrtpassagieren dieses Jahr nur auf 4,5% geschätzt wird; der niedrigste Wert seit fünf Jahren. 2005 waren es noch 6,9%. Hier einmal der Originaltext:
quote:
Cruise growth falters
New figures from the major cruise lines show growth could stall at 4.5% this year, the lowest increase in five years for the sector.
Industry body Cruise Lines International Association (CLIA) predicts around 11.7 million people will take a cruise on its member lines during 2006.
The figure is up on the 11.2 million recorded in 2005 but represents a drop in growth rates after several years of consecutive increases.
Passenger numbers grew 6.9% last year.
The trend could spell trouble for the industry, which is set to introduce yet more new tonnage this year. Member lines will add six new vessels to their collective fleet this year.
Lines are attempting to attract new customers by introducing new departure ports, and with new frills such as gourmet food.
It was not all bad news for the industry however. CLIA said while growth was slowing, holiday makers were taking longer cruises.
Some analysts believe sufficiently strong demand, even with the growth slowdown, will enable the lines to raise prices.
CLIA said pricing and demand had reached a ‘good’ balance in 2005.
The cruise industry has grown on average 8.5% per year since 1980.
CLIA’s members include Holland America, Windstar and Carnival Cruise Lines, Royal Caribbean International, Celebrity Cruise Lines, Disney Cruise Lines and Norwegian Cruise Line.
Viele Grüße
Stephan
Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002
Es war mir ja schon immer ein Rätsel, wie die vielen Neubauten an Schiffen mit über 100.000 BRT voll werden sollen. Das Angebot ist ja bei weitem größer als die Nachfrage. Wohin das führt, hat man ja bei Festival und ROC gesehen.
auch da gibt's meiner Meinung nach zwei Seiten der Medaille: Das Wachstum kann - bei durchschnittlich 100% oder mehr Belegung vieler US-Schiffe - nicht größer sein als die Anzahl der Betten, die durch Neubauten zum Markt hinzu kommen. Und die Anzahl der Neubauten dieses Jahr ist ja nicht all zu groß - vor allem an Post-Panamax-Schiffen.
Raoul hat recht es ist uns nämlich in den letzten 6 monate oft unter gekommen das wir noch eine Kreuzfahrt hätten verkaufen können doch die Schiffe waren ausverkauft oder so teuer das dieser Urlaub einfach nicht mehr in Frage kam
Posts: 972 | Location: Germany | Registered: February 20, 2004
Es war mir ja schon immer ein Rätsel, wie die vielen Neubauten an Schiffen mit über 100.000 BRT voll werden sollen. Das Angebot ist ja bei weitem größer als die Nachfrage. Wohin das führt, hat man ja bei Festival und ROC gesehen.
quote:
Raoul hat recht es ist uns nämlich in den letzten 6 monate oft unter gekommen das wir noch eine Kreuzfahrt hätten verkaufen können doch die Schiffe waren ausverkauft oder so teuer das dieser Urlaub einfach nicht mehr in Frage kam
Bei der oberste Preisklasse ist es natürlich etwas anderes. Doch der Durchschnitts-Kreuzfahrer bewegt sich ja im mittleren Preissegment.
Daher nehme ich eine Aussage vom vorherigen Posting zurück, denn anscheinend ist doch die Nachfrage (nach erschwinglichen Kreuzfahrten) größer als das Angebot.
der Wettbewerb im Standardsegment wird natürlich härter - vor allem für die kleineren Veranstalter. Allerdings haben die wiederum die Möglichkeit, Nischen zu besetzen, die die großen nicht anfassen, da sie für deren Verhältnisse nicht gewinnbringend genug sind, siehe das gehobene Premium- und Luxussegment auf dem US-Markt zum Beispiel.
Die Reedereien sind allerdings auch nicht dumm. Natürlich wäre es ihnen durchaus recht, wenn der Markt dauerhaft stark expandieren würde. Aber daß das nicht so sein wird und kann, wissen sie selbst. Es werden auch nicht einfach so Neubauten in Auftrag gegeben, sondern die Veranstalter versuchen im Vorfeld durch verschiedene Methoden (Umfragen, Marktanalysen, Wachstumsprognosen etc.) sicherzustellen, daß sich solch ein Neubau auch rentiert. Klar kann es auch vorkommen, daß man dabei auf die Nase fällt, aber solche Fälle sind in der Kreuzfahrtbranche eher selten.
Wie lange der Markt noch wachsen wird, dürfte von vielen Faktoren abhängen. Ich wage da keine Prognose.
Zwei Dinge dazu: Wie passen in die Vollbelegungen der große "Ami-Pötte" die vielen Last-Minute-Offerten im Internet ? Reden wir da von Restplätzen einiger Zwischenhändler, oder ist das ein Indiz dafür, das die Schiffe nicht zu 100% zu befüllen sind ?
Wie kalkuliert man denn bei den Reedereien die Neubauten ? Man kann doch nicht ernsthaft über einen Finanzierungszeitraum von vielleicht 10 Jahren immer mit einer Auslastung von 90-100% rechnen.
so viele Last-Minute-Angebote gibt es bei den großen US-Reedereien gar nicht, wenn man das ganze mal mit der Situation vor einigen Jahren vergleicht. Die Preise steigen, sie fallen nicht. Allerdings mag es durchaus sein, daß man hierzulande den Eindruck gewinnen kann, es sei umgekehrt. Das liegt aber wiederum daran, daß die Deutschlandbüros bzw. GSAs der US-Reedereien inzwischen allesamt Preise anbieten, die den in den USA verlangten Preisen recht nahe sind. Manchmal ist's hier sogar billiger, manchmal deutlich teurer. Vor einigen Jahren war es noch so, daß eine in Deutschland gebuchte Kreuzfahrt auf einem US-Schiff nahezu ausnahmslos sehr viel teurer war als in den USA gebucht. Ich habe selbst mehrfach 60% oder mehr dadurch gespart.
Und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die großen US-Reedereien haben alle Auslastungen von entweder knapp unter 100% oder sogar deutlich darüber (100% = Anzahl der Unterbetten).
hier auch gleich mal was zum neuen "kreuzfahrtschiff". Gestern stand bei uns in der Ostsee Zeitung drin, dass die Gorch Fock 1 zum KReuzfahrtschiff werden soll. Sie soll bis 2008 unter Segel stehn. Für 7,5 Millionen Euro soll sie auf eienr WErft erneuert werden. Mal sehen was das wird.
Habe übrigens heute wieder ein Angebot bekommen von der Jewel of the Seas für 454 Euro Karibik (west) ohne Flug- kann man nicht mekern.
Bye Christian
---------------------- 05 AIDAcara/06 AIDAblu/07 AIDAvita/07 Color Magic
Connie eine Frage für wann war diese Angebot?? Oft werden sehr kurzfristig Angebote günstig ausgeschreiben wo es ganz sicher keine günstige Flüge gibt wenn uberhaupt noch Flüge zur verfügung stehen. Oder es werden günstige Preis für Zeiten die nicht optimal sind angeboten Beispiel Hurrikan Saison in der Karibik. Es gibt jedes Jahr ein paar dumme die drauf Reinfallen und sich dann Ärgern!!
Westliche Karibik ist in diesem Jahr ein absoluter Reinfall da es sehr viele Hurikanschäden gibt die leider nicht kurzfristig behoben werden können. Die kundigekreuzfahrer wollen dort deshalb nicht hin. Endergebniss die Schiffe sind schlecht gebucht & siehe da ist der günstige lock Preis....Wenn ich aber nicht viel von den Häfen habe oder sie gar ganz ausfallen wegen Wind und Wellen (Bspl.Cozumel & Grand Cayman -die oftmals auch die Hälfte der Häfen ausmachen) dann ist das Schnäppchen gleich wieder keins mehr....
Posts: 972 | Location: Germany | Registered: February 20, 2004
nein - grundsätzlich geht das. Es gibt allerdings ein paar Reedereien, bei denen dies nicht oder nur auf Umwegen möglich ist (Princess zum Beispiel). Was man beachten sollte: Einen Sicherungsschein bekommt man natürlich nicht. Daher sollte man sicherstellen, daß Kreditkartenabbuchungen nur durch die Reedereien selbst - nicht durch das Reisebüro - durchgeführt werden. Das ist aber eigentlich auch Usus. Ein gutes US-Reisebüro kann Dir genau mitteilen, welche Reedereien Du unbesorgt buchen kannst und bei welchen es bei einer Buchung in den USA Probleme geben könnte.
über das Thema "in USA buchen" muss es hier schon einen älteren thread geben, vielleicht findest du was. Ich kann nicht so viel dazu sagen - nur eines: Die anfangs sehr günstig erscheinenden Preise sind netto ausgewiesen, d.h. ein Paket an Hafen- und sonstigen Gebühren kommt oben drauf. Für NCL habe ich mehrmals nach Schnäppchen bei den amerikanischen Anbietern gesucht, aber es ging nix über ein NCL-Angebot auf deren Homepage unter "Specials" - will sagen nix war preiswerter.
Ahoi,
Marc
Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004
Oder es werden günstige Preis für Zeiten die nicht optimal sind angeboten Beispiel Hurrikan Saison in der Karibik. Es gibt jedes Jahr ein paar dumme die drauf Reinfallen und sich dann Ärgern!!
Bescheidene Frage eines Dummen: Wann ist die Hurrikanzeit gewöhnlich ? Grüße Christine
Juni bis Ende November ist Hurrikan-Saison in der Karibik und bis nach Florida und dem Golf von Mexiko. Als einzige nicht betroffen von den Hurrikans sind die ABC-Inseln: Aruba, Curacao, Bonaire.
die Preise sind nicht immer netto. Bei den großen "Discountern" in der Regel schon, aber ich kenne einige spezialisierte Reisebüros, die grundsätzlich Bruttopreise angeben.
Aber wie ich oben schon schrieb: Ein Vergleich lohnt sich. Es ist inzwischen durchaus möglich, daß die deutschen Preise äußerst konkurrenzfähig sind.
ich hab' natürlich nur bei einigen Veranstaltern getestet, aber da war es eigentlich immer das gleiche. Anfangs werden Preise ausgewiesen, man wählt dann Kabine, Reisezeit, gibt seine Daten ein etc. und erst im letzten Buchungsschritt werden weitere Gebühren ausgewiesen. Wahrscheinlich hab' ich grad die falschen Veranstalter erwischt.
Ahoi,
Marc
Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004
ich kenne nach nunmehr acht Jahren als Mitglied in diversen US-Foren und Leser der Newsgroup rec.travel.cruises einige Travel Agents, die kleine, auf Kreuzfahrten spezialisierte Reisebüros führen. Wenn man sich schnell einen Überblick verschaffen will, sind die Discounter natürlich ganz gut geeignet. Ich habe z.B. für meinen Bruder vor Buchung seiner Hochzeitsreise mal geschaut, wie's mit den Preisen aussieht. Resultat: In Deutschland buchen war am günstigsten (und Trinkgelder sind bereits inkludiert!), also hat er sich an das Reisebüro seines Vertrauens gewandt.
Bei den von mir genannten TAs muß es hingegen meist eine E-Mail sein, doch dann habe ich zumindest in der Vergangenheit immer schnell ein umfassendes Angebot erhalten.
Gut zu wissen in diesem Zusammenhang: Immer mehr US-Reedereien verbieten "commission sharing" und untersagen damit, Reisen zu niedrigeren Preisen als vom Veranstalter erlaubt zu verkaufen. Bei Verstößen droht im Extremfall die Aufkündigung der Kooperation mit dem entsprechenden Reisebüro. Ausnahme bleiben Gruppenkontingente. Aber insgesamt sind die US-Angebote dadurch um einiges homogener geworden.