ein freundliches hallo an alle...ich brauche bitte mal eure Meinung zu folgendem ereignis...
wir machten eine kreuzfahrt im märz ab florida bis zum panamakanal und zurück und dann anschließend gleich noch eine runde bis zu den kleinen antillen und wieder zurück
beim buchen sieht man sich die route, das schiff und auch den preis an, dann die häfen die angelaufen werden sollen und dann entscheidet man sich für den preis - das angebot zu buchen und zu bezahlen.
dann geht die reise los...es kommt cartagena-kolumbien und da heißt es, wegen politischen unruhen kein anlaufen...also weiter gleich bis jamaica, dort sollte es laut vertrag nach montego bay gehen, doch nein, man fuhr uns nach ocho rios und dann dort nicht in den richtigen hafen, sondern in den bauxithafen...
was ja nun bedeutet, einen hafen aus politischen gründen nicht, der nächste weiß ich warum auch nicht und dann der bauxithafen im nächsten hafen, wo wir dementsprechend lange lagen, da ja die anderen ziele ausfielen...
erst mal meine frage kurz dazu...
wenn eine reise kalkuliert wird nach ihren routen, dann aber geändert wird, zumal auch noch in sehr negativer weise, dann ist sie doch nicht mehr so viel wert, wie einst?...oder?
es geht nicht um schuld,...sondern einfach um die einst gebuchte reise mit all seinen Sehenswürdigkeiten und dem dazugehörenden preis, und dann das was daraus wurde...also...es müßte eine preisveränderung - eine Rückzahlung geben...oder?...
Moin Geli, stimme Dir soweit zu. Cartagena hätte ich mir gerne angesehen, da es recht interessant sein soll. Das gleiche gilt für Montego Bay. Ob ich allerdings im Bauxithafen oder im "normalen" Hafen liege, wäre mir wurst. Ich würde ebenfalls auf Entschädigung pochen, da ich nicht das erhalten habe, für das ich bezahlt habe und wie Du sagst, keine gleichertige Alternative angeboten bekommen habe, sonder heruntergestuft wurde. Inwieweit das allerdings - wenn die Reederei politische Unruhen als Grund angibt - Erfolg haben könnte, weiß ich nicht. Hier sind unsere Reisebüroexperten gefragt.
Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002
Leider bin ich auch kein Reisebüro-/Rechtsexperte, stimme aber dem Grundsatz den beiden Vor-Schreibern zu. Es sollte einen Ausgleich geben. Nach gesundem Menschenverstand jedenfalls.
Aber: Nur fürchte ich, dass im berühmten Kleingedruckten genau die beschriebenen Änderungen vorbehalten sind, und zwar egal ob aus politischen Gründen, wegen (Un-)Wetter oder einfach aus Ermessen der Reederei. Da es sich wohl um keine deutsche Reederei handelt, werden vermutlich - leider - keine Ansprüche einklagbar sein.
Vielleicht äußert sich ja doch noch jemand vom Fach, einstweilen würde ich empfehlen, es bei der Reederei auf dem Kulanzweg zu versuchen. Wenn die dann angebotenen Leistung allerdings akzeptiert wird, ist hinterher kein Nachkarten mehr möglich. Also, wenn der (z. B.) 100-Euro-Scheck zu wenig erscheint, diesen nicht einlösen.
quote:Originally posted by Geli: wenn eine reise kalkuliert wird nach ihren routen, dann aber geändert wird, zumal auch noch in sehr negativer weise, dann ist sie doch nicht mehr so viel wert, wie einst?...oder?
es geht nicht um schuld,...sondern einfach um die einst gebuchte reise mit all seinen Sehenswürdigkeiten und dem dazugehörenden preis, und dann das was daraus wurde...also...es müßte eine preisveränderung - eine Rückzahlung geben...oder?...
Hallo Geli,
grundsätzlich können die Reedereien aufgrund des "Kleingedruckten" oftmals mehr oder weniger tun, was sie wollen. Du kannst z.B. eine Kreuzfahrt in die östliche Karibik buchen und das Schiff fährt in die westliche (kommt während der Hurricane-Saison ständig vor). Vor einigen Jahren gab's mal riesiges Theater, als ein Hurricane zwischen der US-Ostküste und Bermuda tobte und die ganzen Bermuda-Schiffe daher rauf nach Kanada gefahren sind. Du kannst Dir denken, wie sehr sich die Leute "gefreut" habe: Viele hatten wohl nur "Warmwetterkleidung" dabei.
Im Prinzip kann die Reederei sogar ein anderes (gleichwertiges - was auch immer das heißen soll) Schiff bereitstellen. Sie kann Häfen austauschen oder ersetzen etc. Man sollte meinen, daß in einem solchen Fall (Ausfall eines Hafens) zumindest die Hafengebühren erstattet werden müßten (es gab in den USA seinerzeit ein Urteil dazu), doch hat ein neues Urteil aus Florida (dort sitzen die meisten Reedereien) dem erst mal einen Riegel vorgeschoben: Die Reedereien müssen Hafengebühren für ausgefallene Häfen also nicht erstatten. Der Kunde ist der Dumme. Allerdings bemühen sich in aller Regel zumindest die großen US-Reedereien, jederzeit sehr kulant auf solche Veränderungen einzugehen. Zumeist bekommt man ein Guthaben auf dem Kabinenkonto.
Für den Anlegeplatz können die Reedereien meiner Ansicht nach in vielen Fällen auch rein gar nichts. Sie müssen halt nehmen, was frei ist. Und gerade in der Karibik gibt's in der Wintersaison wenige Anleger, die leer bleiben.
Fazit: Die Reederei sollte sich kulant zeigen, damit sich der Kunde nicht über's Ohr gehauen fühlt, aber prinzipiell hat man in den seltensten Fällen wirkliche Ansprüche, da man den Bedingungen der Reederei mit dem Antritt der Reise automatisch zustimmt.
zuerst einmal hallo und dann schon mal Danke für die Meinungen, die ich hier las...nun will ich mal noch etwas näher auf das Problem eingehen, denn ich schrieb es ja nicht einfach nur so, nein, ich wollte wissen, ob das was ich unternahm, was ich forderte richtig und vertretbar war und jeder andere es vielleicht ähnlich gemacht hätte...also nun das Weitere...und ich hoffe euch hier nicht zu nerven, doch es kann ja auch mal anderen so gehen, da ist es ja gut zu wissen, wie man sich verhält.
Wir fuhren mit MSC ( MELODY ) Sitz in München, dorthin sendete ich am 18.4.02 mein erstes Schreiben mit der Bitte um einen Schadenersatz, wobei ich mich genau an die Angaben der Frankfurter Tabelle richtete.
Dann kam eine Antwort mit der Erklärung, man wolle sich nun erst mal an die Reederei wenden, um sich dort abzusprechen.
Bis Ende Mai keinerlei Reaktion, also mahnte ich alles an.
Dann kam die Info, daß das amerikanische Staatsbüro für Sicherheit anrät, Kolumbien nicht anzulaufen. dann am 2.4. erhielt MSC die Nachricht, das Montego Bay nicht zur Verfügung steht...gut, die Sicherheit ist vorrangig, doch dann auch noch Montego Bay wegzulassen, mindert doch nun die gesamte Reise erheblich, oder?
So sagte man mir, daß dieses kein Verschulden von der Reederei sei und MSC auch nicht verantworten müsse...ja wer denn dann?...wer ist verantwortlich, wenn man eine Reise bucht, die zuletzt weniger wert ist...und keiner sich verantwortlich fühlt.
Am 3.7. machte ich nochmals darauf aufmerksam, daß es nicht so gehe wenn man weniger bietet als vorher vertraglich vereinbart und trotzdem den Preis nicht reguliert...doch sie hätten mein Schreiben nochmals ans Reedereibüro in Neapel weitergegeben und lehnen weiterhin eine Rückerstattung von Geld ab.
So, was nun?
Gehe ich nun zu einem Anwalt ??...oder ich denke auch Zeitungen werden sich wohl dafür interessieren, was man so mit unserem Geld macht und wie dort Verträge eingehalten werden...oder?
Ich würde sehr ungern nun einfach nichts mehr tun...
Ich würde sehr ungern nun einfach nichts mehr tun...
Tja, was soll man da raten. Ist wohl von Anfang an im Briefverkehr was schiefgelaufen. Wenn die nicht gleich mit irgendeiner Geste des guten Willens rüberkommen (Gutschein u.dgl.) kann man es eigentlich vergessen und ich würde diesbezüglich meine Nerven schonen. Auch wir hatten bei der letzten Fahrt mit der Atlantica was zu "meckern" und Costa hatte uns diesmal, im Gegensatz zu früher, lediglich gedankt für die Hinweise, aber das war es dann auch schon. Nun denn, wir haben eben die nächste Fahrt mit Festival gemacht und in ein paar Tagen fahren wir wieder NICHT mit Costa !
[This message was edited by oe on July 17, 2002 at 10:53 AM.]
...ja Olaf, es war ja nicht nur ein "meckern" so denke ich wenigstens, ich komme mir vor, als hätte ich ein Paar Schuhe kaufen wollen, sie auch bezahlt, doch dann nur einen Schuh für das Geld erhalten...das ist doch letztendlich Betrug...der Preis stimmt nicht mehr für die erbrachten Leistungen...naja, es ärgert mich doch...
Geli
wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen...
Posts: 6 | Location: D | Registered: July 16, 2002
Hallo ich bin also der Meinung, dass wir als Konsumenten von der Presse aufgeheizt werden, was Reisemängel und Rückerstattungen betrifft. Ich will die Reedereisen nicht in Schutz nehmen, aber man trifft doch immer wieder Leute, die regelrecht nach Mängeln suchen um sie zu reklamieren. Bei dieser Reiseänderung wäre ich als Verkäufer bemüht, die Leute mit irgendwas zu ködern und wenn es nur eine Flasche Sekt ist oder ein Bordguthaben.Wenn Deutsche was umsonst bekommen - sei es der Ouzo beim Griechen - da gehen sie gern wieder hin. Maritime Grüsse Gerd
Posts: 2427 | Location: Hamburg | Registered: June 21, 2002
...ja Gerd, so sehee ich es ja auch, wir haben noch nie reklamieren müssen oder wollen, doch hier wäre eine Geste schon ein halbes Stück der Sache gewesen um es zu klären. Mal sehen, ob sie es vielleicht auch noch so sehen...Gruß Geli
wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen...
Posts: 6 | Location: D | Registered: July 16, 2002