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Experienced Cruiser

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Hallo Wurxel, das Thema haben wir auch früher schon einmal diskutiert. Die einen möchten nichts von Seegang wissen, schon die kleinsten Schwankungen sind unangenehm. Ich staune dann immer wieder, wenn mir die Tischnachbarn was von starken Seegang erzählen, dabei ist die Seestärke vielleicht 5 und die Windstärke 6. Für die anderen (so wie bei dir oder mir) gehört Seegang einfach dazu zu einer Kreuzfahrt. Sonst hätt' ich auch gleich an Land bleiben können.  Um nun deine Frage zu beantworten, wo es gefährlich wird und man Angst bekommt, das läßt sich so pauschal nicht sagen. Jedes Schiff verhält sich da anders. Sofern keine äußeren Einflüsse vorliegen (Winddruck, Verrutschen von Ladung etc), richten sich die Schiffe bis zu einer Schräglage von 45 - 50° nach backbord/steuerbord immer wieder auf, allerdings ist das nicht mehr angenehm. Kreuzfahrtschiffe haben eine große Windangriffsfläche und auch einen hohen Schwerpunkt im Vergleich zu Frachtschiffen. Da wird die Grenze bis zum Kentern sicher eher erreicht. Eine verantwortungsbewusste Schiffsführung läßt es aber nie soweit kommen, dann wird rechtzeitig beigedreht und Geschwindigkeit rausgenommen. Man will ja schließlich einigermaßen ruhig sein Abendesssen einnehmen können.  Die Grenze wo man es noch als angenehm empfindet oder man schon langsam ängstlich wird ist individuell sehr verschieden und kann jeder nur für sich selbst bestimmen.
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| Posts: 160 | Location: Mülheim, NRW, Germany | Registered: December 29, 2003 |   |
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Master Cruiser

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quote: Originally posted by Wurxel: Ich persönlich habe das stürmische Wetter letztes Jahr auf der Costa Marina eigentlich sehr genossen. Während einige Passagiere Angst hatten (was sicherlich auch mit der Seekrankheit zu tun hatte), konnte ich gar nicht genug bekommen – allerdings hatten wir „nur“ Böen um die 120 km/h.
Hallo Wurxel, wirklich "gefährlich" habe ich es eigentlich noch nicht erlebt. Eher das Gegenteil war der Fall: Drei Fahrten im Nordatlantik waren ohne größere Schaukelei. Und auf des "Teufels Tanzboden" zwischen Nordkap und Spitzbergen gab's dann noch spiegelglatte See... Die einzige etwas stürmische Fahrt habe ich bei Spitzenwindgeschwindigkeiten um 120 km/h auf der COSTA ALLEGRA im Skagerak erlebt. Als es etwas abflaute hatte ich dick eingepackt und gegen den Regen gestemmt das Außendeck völlig für mich allein. Da konnte man wirklich vom "frische Luft schnappen" reden... Maritime Grüße aus der windumtosten Eifel Guido
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| Posts: 566 | Location: Euskirchen | Registered: April 22, 2005 |   |
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Der Käpt'n  Master Cruiser

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Moin, tja, gute Frage...wie ich schon in anderen Threads erwähnte, kann ein Schiff wesentlich mehr ab, als die meisten glauben. Seitenlagen von 40° und mehr sind noch kein großes Problem. Ab ca. 50° besteht dann aber schon die Gefahr des kenterns. Eine weitere Gefahr (hauptsächlich auf Frachtern wegen der größeren Freiflächen) ist Wasser auf Deck. Bekommt man beim eintauchen in die Wellen zu viel Wasser an Deck (man nennt das "grünes Wasser"), ist die Stabilität massiv gefährdet. Wie gesagt, auf Kreuzfahrern besteht diese Gefahr nicht so, da modernere Schiffe ja (leider, optisch gesehen) nur über eine kurze Back verfügen. Eine weitere Gefahr ist dann, daß Bulleyes oder Fenster von Seeschlag zerstört werden und Wasser ins Schiff gelangt. Naturgemäß nimmt die Gefahr zu, je kleiner das Schiff ist. Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen schweren Sturm "abzureiten": Meistens dreht man den Bug in die See, läßt die Maschine nur so weit laufen, um das Schiff steuerfähig zu halten. Logischerweise bietet der Bug die kleinste Angriffsfläche für die Wellen. Hier schlägt man sich im schlimmsten Fall das Equipment auf der Back und die vordere Containerreihe zu Brei. Man kann aber auch mit den Wellen treiben, d. h. man legt sich quer in die See und läßt das Schiff mit den Wellen treiben. Hier ist jedoch der Übergang gefährlich, also wenn das sich querlegende Schiff sich noch nicht der Geschw. der Wellen angepasst hat und die Seen gegen die Bordwand schlagen. Sehr gefährlich ist, die Wellen von achtern kommen zu lassen, das ist tunlichst zu vermeiden. Das Schiff fängt dann nämlich an, auf der Welle zu surfen, wobei nur noch 1/3 - 1/2 des Rumpfes im Wasser ist (und somit Auftrieb entsteht). Hier ist die Kentergefahr am größten. Im Schiff selber liegen die Gefahren auch auf der Hand: Gegenstände können umherfliegen (deswegen alles gut sichern) und man kann bös auf die Nase fliegen, wenn man unsicher auf den Beinen ist. Wer eine Treppe bei Sturm im Schnellschritt ohne Festhalten runterläuft und auf die Nase fliegt, hat's auch nicht besser verdient. Aber das liegt ja an jedem selber, was man sich zutraut und wozu man dann überhaupt noch Lust hat. Ich selber habe während eines Bordpraktikums auf einem 180m-Frachter Schlagseiten von 45° erlebt, da hatte ich schon nackte Angst. Aber seit dem weiß ich, daß ein Schiff das abkann. Trotzdem muss ich das nicht unbedingt haben, zumal ein mehrtägiger Sturm echt an den Nerven zehrt. Für mich persönlich gilt: Je größer ein Schiff, umso sicherer fühle ich mich. Natürlich spürt man einen Sturm auch auf einer QM2, aber sicherer als zB auf einer Bremen ist es allemal. Ich würde eben die Schiffswahl auch vom Fahrtgebiet abhängig machen. Ist aber wie gesagt eine rein subjektive Empfindung.
Viele Grüße
Stephan
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| Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002 |   |
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Experienced Cruiser

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Moin zusammen, also da muss ich mal nachfragen: Selbst habe ich im Winter vor der norwegischen Küste mal Beaufort 11 erlebt und das hat mir (auf der Hurtigrute - ohne Stabis) absolut gereicht. 120 km/h entsprechen etwa Beaufort 12, was sind dann 177 km/h? http://de.wikipedia.org/wiki/Beaufortskala#Beaufort-Ska...indgeschwindigkeitenBei sehr starken Stürmen hier an der Küste wird manchmal von Windstärke 13 gesprochen, aber Windstärke 17?,hab ich noch nie gehört.  Kann mir das mal jemand erklären? Viele Grüße Peter
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Cruiser
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Hallo Wurzel, wir sind gerade ein paar Stunde wieder zu Hause, waren gestern noch an Bord der Costa Europa. Also mit 177 km/h hast du bei weitem nicht den Höchstwert gesehen bei der Verfolgung am Monitor sah ich als Höchstwert knapp unter 200 km/h und habe ein Bild mit einem Wert von knapp 180 km/h. Gegen 12.00 machte der Kapitän eine Druchsage, das uns in knapp 2 Stunden eine rauhe See erwarte ( mit Windstärke 11 )und man den Kurs ändern wolle um es so angenehm wie möglich zu gestalten. Es wurden die Liegen und Stühle auf dem Achterdeck gestapelt und verzurrt und so einiges anderes vor allem auch die Taue im Bugbereich was wie sich hinterher herausstellte dringend nötig war. Wir fuhren recht lange frontal gegen den Wind in den Golf von Lyon, gegen 20.00 Uhr kam eine erneute Durchsage des Kapitäns das wir nun den Kurs ändern würden und sich das Schif zur rechten Seite neigen würde. Meines Ermessens nach war diese Wende stärker, schätze etwa 110 Grad denn anschliessend kam der Wind von schräg hinten und nach unserem Empfinden war eine Neigung nach rechts kaum bemerkbar. Für viele war es eher spannend,auf Deck 9 bin ich selber einmal gegen den Wind ankämpfend und mit ständigen Halt an der Handläufen herumgekommen. Ich weiß nicht wie es in der Webcam aussah selber im Monitor war es gut zu erkennen das die Wellen kräftig über den Bugbereich brachen. Nach den Erfahrungen die ich hierbei gemacht habe muss ich feststellen das die Animationsangebote uneingeschrängt weitergingen, ein überdimensionaler Ausfall an Gästen beim Abendmenü war nicht feststellbar. Wobei ich selber doch lieber darauf verzichtet habe. Werde versuchen ein Paar Bilder ausfindig zumachen und hineinzusetzen. Gruß Thommy
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Cruise Guru

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Der erste Offizier der Splendour erklärte uns, daß bei Wellenhöhen von 15 Metern die kritische Phase für ein Kreuzfahrtschiff erreicht ist. Mit hat, wie Guido auch, der Skagerrak und später auch das Kattegatt zwischen Helsinborg und Helsingoer gerreicht. Auch wir waren dick eingepackt mit einem Offizier zusammen an Deck. Leider hatte man versäumt, vorher die Liegestühle richtig anzuleinen und es wurde dann doch sehr brenzlig an Deck. In der Nacht waren sehr viele an Bord sehr krank. Ich denke, man kann es nicht unbedingt an der Windstärke oder der Wellenhöhe festmachen, wann es einem schlecht geht, sondern an der Art, wie das Schiff sich bewegt. Momentan höre ich leider einige Horrorstories für unsere Pazifikroute nach Hawaii und auch die Routen zwischen den Inseln. Leider werde ich seekrank, Uwe dagegen kennt das Gefühl überhaupt nicht. Ich will für uns das Beste hoffen. Auch ich habe mir gestern die Live-Cams der Costa Europa angesehen und kann darauf gerne in Natura verzichten. Gruß, Marita
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| Posts: 1729 | Location: Wuppertal, Germany | Registered: January 21, 2005 |   |
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Cruiser
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Naja das mit dem Bild war wohl nichts.
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Der Käpt'n  Master Cruiser

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Moin Thommy, Du kannst ein Bild nur einbinden, wenn es im Netz steht. Von der Festplatte ist es nicht möglich. Wenn Du magst, schicke es mir per Mail: S_Giesen@schiffsphoto.de und ich stelle es für Dich ein. Was die km/h-Angabe angeht: Das sind relative Werte zum Schiff gesehen. Die Eigengeschwindigkeit addiert sich hier noch. 200km/h wäre Hurrican-Stärke und aktuelle Wetterkarten für das Gebiet weisen auch niedrigere Werte aus...
Viele Grüße
Stephan
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| Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002 |   |
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Experienced Cruiser

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Hallo, quote: Eine weitere Gefahr (hauptsächlich auf Frachtern wegen der größeren Freiflächen) ist Wasser auf Deck. Bekommt man beim eintauchen in die Wellen zu viel Wasser an Deck (man nennt das "grünes Wasser"), ist die Stabilität massiv gefährdet.
wer wissen möchte, was ein schwerer Sturm mit einem Schiff anfangen kann, sollte mal auf diese Site gehen. Dort wird der Untergang des MT Böhlen beschrieben. Der Bericht ist sehr authentisch und wird durch viele zusätzliche Dokumente belegt. Der Tanker fuhr damals (1976) für die DDR-Staatsreederei DSR und war auf dem Rückweg von Venezuela unterwegs nach Rostock. Aufgrund mangelhafter Schiffsführung einerseits und schlechtem Wetter andererseits kam es zu der infolge unausweichlichen Katastrophe. ------------------------------------------------ Ich selbst hatte Anfang der 80er Jahre das zweifelhafte "Vergnügen" fast in Seenot zu geraten. Wir waren damals mit dem Schiff (normaler Stückgutfrachter) zurück unterwegs von Westafrika nach Holland und hatten sogenannte "Logs" sowohl im Laderaum als auch an Deck geladen. "Logs" sind riesige Baumstämme, zum Teil Eisenholz (also schwerer als Wasser). In der Biskaya wurden wir so von einer Breitseite getroffen, dass sich das Schiff nach einer Krängung von ca. 35° nicht mehr voll aufrichtete. Was war passiert: die auftretenden Kräfte waren so groß, dass die Ketten, mit denen die "Logs" gelascht waren, zum Teil gerissen waren, so dass etliche der Baumstämme durch den Laderaum kullerten. Wir hatten anschließend eine Dauerschlagseite von 18 oder 20°. Jetzt wurde es gefährlich. Die nächste Welle hätte uns schon den Rest geben können. Die Schiffsführung reagierte hier richtig. Das Schiff wurde gedreht, Geschwindigkeit rausgenommen und die nächsten 1 1/2 Tage wurde abgewettert. Die Mannschaft machte nur noch das Notwendigste, um den Schiffsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir wurden darauf vorbereitet das Schiff verlassen zu müssen. Also das Notwendigste zusammen packen, Überprüfung der Rettungsmittel usw. Nachts gingen wir mit unseren Schwimmwesten schlafen. Wenn ich mich nicht irre, hatte der Kapitän damals auch eine Dringlichkeitsmeldung abgesetzt, das ist die Vorstufe von SOS. Zum Glück besserte sich das Wetter in den nächten zwei Tagen, so dass wir ohne weitere Probleme den nächten Hafen erreichten.  ------------------------------------------------ Ich bitte, dies nicht als Panikmache zu verstehen. Es ist interessant zu sehen, wie sehr der Mensch doch von subjektiven und objektiven äußeren Einflüssen abhängig ist.
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| Posts: 160 | Location: Mülheim, NRW, Germany | Registered: December 29, 2003 |   |
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Cruise Guru

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Moin Marita, wir waren im September 2004 mit der "Norwegian Wind" zwischen den Hawai'i-Inseln und Kiribati (je Strecke ca. 63h über offenes Meer) unterwegs und hatten recht angenehmes Wetter. Innerhalb des hawaiianischen Archipels war es ruhig, auf dem Weg nach Kiribati/Tabuaeran hatten wir 5-6 Windstärken. Auf dieser Strecke soll es aber auch schon mal ein wenig rauher zugehen. Wünsche euch eine gute Reise und mach' dir nicht zu viele Gedanken. Die Südsee ist einfach traumhaft und Hawai'i das schönste Ziel, das wir je bereist haben. Ahoi, Marc
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| Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004 |   |
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Experienced Cruiser
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Hallo KF-Freunde, ich war im Juli/August 2005 auf der Aida-Blue, als während der Fahrt von Bergen Richtung Geirangerfjord Windstärke 11 aufkam, das hat ganz schön gerappelt. Selbst der Kapitän (Böttcher) hat Ähnliches auf der Route noch nicht erlebt. Trotzdem gure Fahrt! Peter - 2006 - Lirica - Westeuropa - 2006 - C. Atlantica - Östl. Mittelmeer - 2006 - C. Atlantica - TA
------------------------------ 69-Wolga/Don, o4/Arosa-Blu, 04/ Albatros, 05/ Aida - Blu 05/ Marco Polo, 05/ Aida - Blu,06/ - Rhapsody, 06/ MSC Lirica, 06/ Costa Atlantica, 06/ Costa Atlantica/ 07/ Norw. Gem / 07/ Jewel of the Seas 08/ MSC Sinfonia - Buenos Aires-Rio - Venedig/ 08 - Aida Bella
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Master Cruiser
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Schönen Nachmittag! Also was stürmische See betrifft, kann ich gar nicht genug Erlebnisberichte hören bzw. lesen. @Tomosti - vielleicht könntest Du bei Gelegenheit, und wenn Du möchtest, ein bißchen was über Deine Cruise auf der Costa Europa erzählen? Wie hat sie das Trockendock überstanden, hat man viel verändert (weiß ja nicht, ob Du sie vorher kanntest), bzw. was hat man verändert - und merkt man überhaupt was davon??? Vorsichtshalber der Hinweis auf den Costa Europa Thread (natürlich nur, wenn Du berichten möchtest!) Als alter Binnensegler weiß ich natürlich in der Theorie, wie man beidreht (Fock back, Groß dicht, Pinne auf Anluven), aber am See hat das glaub ich in der Praxis noch nie jemand versucht. Außerdem eine 7m Nußschale beidrehen, naja, schwer vorstellbar. Im Extremfall holt man das Groß runter und fährt mit der Fock heimwärts. Aber auf einem ordentlichen Schiff ist ein Sturm schon ein Erlebnis! Die Costa Europa war mir im vergangenen November ja fast ein wenig zu ruhig, wenn ich da an die deutlich kleinere Costa Marina denke!!! Da kippten schon mal Teller, Flaschen und Gläser von den Tischen, der prominente Mitreisende fiel vom Stuhl (könnte auch am Whiskey gelegen haben) und im Speisesaal wurde das Suppenservice eingestellt (Verbrühungsgefahr). Binnen kürzerster Zeit war der Speisesaal zu 2/3 leer. In einer Kabine war offenbar der Fernseher nicht gut genug befestigt und landete im Bett (Gott sei Dank am Fußende) und in einer weiteren Kabine löste sich eine Aluplanke von der Decke..... und auch einige Crewmitglieder waren nicht im Dienst - weil unpäßlich. A propos: Habe einem lieben Bekannten, der Crewmitglied auf der Costa Europa war, und mit dem ich nach wie vor in e-mail-Kontakt stehe, einen Screenshot der Webcam geschickt und gefragt, wie sich ein derartiger Sturm auf genau diesem Schiff anfühlt. Er antwortete prompt und die Antwort war geradezu göttlich - ich hatte leider vergessen, daß der arme Kerl selbst ziemlich unter Seekrankheit leidet, weshalb wir ihm auch dann unsere Tabletten, die wir rein präventiv mithatten, schenkten: "Really its hard to work during rough sea and the ship is too much moving. Well, this is normal already for the people who are working and had an experience from the smaller ships before. Head ache, strongless or weak, stomach problems like ready to vomit, feeling tired, can't move too much, and concentration was less to do something with your work." Alleine die Vorstellung, man bestellt sich gerade einen Cocktail an der Bar - und der Bartender fühlt sich "ready to vomit", na bravo. Ich beneide wirklich niemanden, der seekrank wird - und unter diesen Bedingungen noch arbeiten müssen, nein danke. Für unsereins dagegen ist ein ordentlicher Sturm ein wunderbares Urlaubserlebnis, an das man sich gerne erinnert - andere haben absolut kein Vergnügen daran... LG Wurxel
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| Posts: 808 | Location: Austria | Registered: February 08, 2006 |   |
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Serious Cruiser
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Liebe Sturmfreunde,
unsere erste Kreuzfahrt ab Miami (Mercury, Februar 1998) begann gleich am ersten Abend bei stürmischer See (Windstärke 11) mit einem "crash" einer Glaspyramide im Speisesaal. Selbst eine ältere Dame an unserem Tisch, die bereits ihre 82! Kreuzfahrt absolvierte, hatte noch nie eine solch stürmische Fahrt erlebt. Seither - uns hat die unruhige Premiere nicht abgehalten - haben wir bei unseren 10 weiteren Cruises keine annähernd so stürmische See mehr erlebt.
Im übrigen hört die klassische Windstärkenskala (Beaufort) bei 12 (Orkan = engl. Hurricane) auf. Erst in jüngerer Zeit wird die Skala linear nach oben fortgesetzt 56-64 kt = Windstärke 12, 64-72 kt = Windstärke 13, 72-80 kt = Windstärke 14, usw. (1kt = 1Knoten = 1Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h). Dabei wird definitionsgemäß die Windgeschwindigkeit in 10 Meter über Grund über 10 Minuten gemittelt betrachtet. Böen liegen meist erheblich über dem Mittelwind. Eine 200km/h-Bö = 108kt-Bö ist demnach nicht mit Windstärke 18 gleichzusetzen!
Liebe Grüße
Reinhold
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| Posts: 98 | Location: Wien-Innsbruck | Registered: March 21, 2005 |   |
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Experienced Cruiser

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Hi, ich bin einmal mit der QE2 zwischen Neuseeland und Australien in einen sehr starken Sturm gekommen. Aber da ich mir dachte, dass diese alte Grand Dame schon mehrere Stürme während ihrer Dienstzeit erlebt hat und der Commodore höchstpersönlich das Schiff führte, habe ich diesen Sturm nur genossen. Ein fundamentales Erlebnis, dass einem zeigt, wie stark die Natur sein kann. Have a great day, Petra Zenith, Costa Victoria, Voyager of the Seas, Deutschland, European Vision, QE2, Costa Fortuna, QM2, Costa Mediterranea, Costa Concordia
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Der Käpt'n  Master Cruiser

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Moin Petra, ohne das herabspielen zu wollen, aber bei schwerem Wetter sowie bei schlechter Sicht ist der Kapitän von Gesetz wegen verpflichtet, das Kommando zu übernehmen. Soll nur eine Info sein, keine Klugsch...erei  Meine erste "Sturmfahrt" habe ich übrigens auch auf der QE2 erlebt; 1997 während einer Transatlantik im April. Der Queens Grill liegt ja recht weit vorne und oben; war wie Achterbahn fahren. Ging eigentlich soweit, bis sich eine Dame zwei Tische weiter über den Tisch erbrach...da war's dann auch bei mir vorbei
Viele Grüße
Stephan
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| Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002 |   |
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Serious Cruiser
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Hallo, wir hatten am Atlantik von Cadiz nach Madeira Windstärke 10 (lt.Kapitän), es war schon ziemlich heftig und auch ich hatte ein "mulmiges" Gefühl in der Magengegend, Gott sei Dank blieb es dabei !! Das Schiff war jedenfalls wie leergefegt und die paar, die sich wackelnd und im Matrosenschritt blicken ließen, hatten auch blasse Gesichter  Und 1 Jahr später hatten wir auf dem Weg von Cannes nach Barcelona so starken Seitenwind. Das war auch nicht lustig, man hatte immer das Gefühl, das Schiff kippt jetzt nach rechts weg/um, jedenfalls hatte man Mühe, halbwegs am Sessel sitzen zu können, die Gläser rutschten nach rechts.....etc... Im Nachhinein (da ja Gott sei Dank nichts passiert ist!!) belächelt man das Ganze, aber...... - ich möchte es nicht mehr erleben ! Liebe Grüße Leonie
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Experienced Cruiser

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Hi Stephan, ja, aber ganu dieser Commodore hat es zugaelassen, die QM2 in Fort Lauderdale gegen den Kanal fahren zu lassen. Man sollte sich eigentlich nie zu sicher sein.  Trotzdem hatte ich damals ein Gottverdrauen, das es zuließ, dass ich die Situation geniessen konnte.  Have a great day, Petra Zenith, Costa Victoria, Voyager of the Seas, Deutschland, European Vision, QE2, Costa Fortuna, QM2, Costa Mediterranea, Costa Concordia
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Experienced Cruiser
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Ay, Ay, Käpt'n, ich hab grad gelesen, dich hat's auch schon erwischt. Während meiner Fahrenszeit bei der Marine, vier Jahre war ich bei dem Haufen, ist schon etwas her, hatten wir auf dem Versorger Meersburg einen Käpt'n, ein Schleifer vor dem Herrn, dem nichts mehr Freude bereitete, als nachts um 03:00 Uhr auf der Alarmglocke zu sitzen. Es sei denn der Kahn fing an zu schlingern und zu stampfen, da war ihm schlecht und wir hatten unsere Ruhe, welch Wohltat. Wobei ich hier auch nicht behaupten will, du seist ein Schleifer, ist auch nicht so ernst gemeint. Gruß Klaus
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Master Cruiser
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Find ich großartig, wenn sogar der Kapitän seekrank wird und seine unangenehmen Charaktereigenschaften darüber vergißt!  LG Wurxel
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| Posts: 808 | Location: Austria | Registered: February 08, 2006 |   |
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