die "Masche" ist doch ganz klar. Man will die Kreuzfahrt als familientaugliches Produkt anbieten und zudem noch den potentiellen Kunden von Morgen erreichen.
Letztendlich hat diese Marketing-Maßnahme, die seit einigen Jahren zunehmend greift, dazu geführt, die in den 80er Jahren beklagte Stagnation der Teilnehmerzahlen doch deutlich zu beflügeln.
Gruß
Jochen
Posts: 73 | Location: mitten in Hessen | Registered: October 04, 2006
Dieser 'Kids-Kurs' ist doch eigentlich nicht schlecht. Das Schiff muß natürlich recht groß sein, hat meist ein sep. Kinderbuffet, Kinderbetreuung, sep. Kidspools etc. Ist eben auf den großen Family-Fun-Schiffen der Fall, auf denen es recht locker zugeht. Sehe es nicht als 'Masche' an, wie oben erwähnt. Auch diese Zielgruppe muß bedient werden. Wir hatten auch auf der NCL Dawn bei einer Cruise schonmal mehr als 580 Kids mit an Bord - war ganz süß und toll. Sowas kann natürlich nicht auf der Deutschland oder Europa etc. sein, denn hier wird auf eine klassische Kreuzfahrt mit 'älteren Herrschaften' gezielt, die zudem viel Geld für die Cruise ausgeben, eigentlich ihre Ruhe haben möchten etc. Auch werden hier meist keine Kids zu sehen sein, denn diese Cruise kostet nunmal deutlich mehr, als auf einem 'Carnival-Dampfer' o.ä. Es sei denn, die betuchte Oma nimmt ihre Enkelchen auf der Europa, QE, QM etc. mit...
ich finde das durchaus auch eine logische Konsequenz - und für Eltern kann das absolut ein auch vom Kostenfaktor her interessanter Urlaub sein - den die Kinderbetreuung ist sehr gut, die Kinder reisen von gratis bis zu sehr "nominellen" Gebühren.
Ein Cluburlaub an Land ist da oft teurer.
Und der Kunde von morgen wird auf das Produkt eingeschworen. Schließlich ist das erklärte Ziel der Branche, das Durchschnittsalter auf den Schiffen zu senken, auf daß nicht die zahlungskräftige Kundschaft wegstirbt..
bislang galten ja Flusskreuzfahrten als familienunfreundlich und erst ab 60 aufwärts. Die amerikanische Gesellschaft Uniworld hat vor kurzem angekündigt, einzelne Fahrten für Familien anzubieten mit speziellem Tourangebot. Allerdings ist die Altersgrenze nach unten 8 Jahre. Cruisecritic war das sogar einen "Leitartikel" und eine Umfrage wert, ob jetzt Familien vom Ozeanschiff auf ein Flussschiff umsteigen würden. Auch in den USA setzt es sich langsam durch, dass man schon während des aktiven Arbeitslebens in den Urlaub fährt samt Familie. Bislang waren es ja doch überwiegend die Rentner (allerdings geht in den USA die Rente ja schon mit Mitte 50). Familienfreundlichkeit wird offensichtlich in allen Reisebereichen der Trend der Zukunft.
Der Text wurde von der Agentur gms (einer Tochter der Deutschen Presseagentur dpa) verbreitet. Einmal pro Woche verschickt gms ein so genanntes Themenpaket zu Kreuzfahrten und Co. Diesen Text werden ihr mehr oder weniger redigiert auch in vielen Tageszeitungen und Zeitschriften finden, die gms abonniert haben. Gruß Uwe
danke für die Quelle. Ich nehme den Begriff "Zweitverwertung" zurück. Mir war schon klar, dass es sich offensichtlich um einen Agentur-Text handelt und nicht um eine Zweitverwertung im eigentlichen Sinne .
Leider gibt es ja kaum noch Tageszeitungen, die ihren Reiseteil tatsächlich selbst machen. In der Regel werden Texte von Agenturen übernommen.
Hallo ich hatte mich schon gewundert, dass Uwe Bahn so ein Fachwissen an den Tag legt. Schmunzeln mußte ich, dass die Europa die Kinder bewirbt, das wird die Klientel gern mögen. Viele Grüße Gerd
Mir war schon klar, dass es sich offensichtlich um einen Agentur-Text handelt
Guten Morgen, Carmen, wenn du mehr über GMS wissen willst, bitte: hier ist der Link zum Ressort Reise, das von Christian Röwekamp verantwortet wird. Ihn findest du hier auf dem Bildtableau unten links. Aber auch die GMS-Chefin Hilke Segbers (in der Mitte; die mit den langen blonden Haaren) ist oft unterwegs auf Schiffen. Gruß Uwe
wie Du weisst, bin ich nicht diejenige, die von Berufs wegen bei uns schreibt . Aber derjenige, der schreibt, hat sein Studium bei einer Konkurrenz-Agentur im Reisebereich finanziert.