Freunde in Valparaiso, Chile schickten mir soeben eine Mail die, so es sich bewahrheiten sollte, noch für viel Zündstoff und Diskussion sorgen dürfte. In der Lokalen presse wird nun vermeldet, das die chilenische Coast Guard verlautet haben soll, dass zur zeit der Berührung mit dem „Eisberg“ auf der Brücke der EXXPLORER nur ein III Offizier Wache geschoben hat. Dieser Mann soll zum ersten mal in der Antarktis gewesen sein und somit nicht über die Erfahrung verfügen, die für diese schwierigen Gewässer angebracht sind. Warum keine weitere Person, Rudergänger z.B, Ausguck dienst hatte, wird man sich fragen müssen. Die Untersuchungen haben erst begonnen und wir werden sicherlich in den kommenden Tagen und Wochen öfters mit der EXPLORER beschäftig sein. Schade ist es dennoch. Meiner Ansicht sind die überall – so auch gestern in den ARD Nachrichten – genannten Mängel sind sicherlich nicht verantwortlich für den Untergang des „little red Boat“.
Habe eben in unserer Lokalzeitung den Bericht eines alten Seefahrers gelesen, der mit dem Schiff schon einmal Schlagseite gehabt hätte; außerdem sei die Explorer vor längerer Zeit schon einmal in der Antarktis gesunken, aber wieder gehoben worden!? Norbert
daß das Schiff schon einmal gesunken sein soll, halte ich für Seemannsgarn. Es ist Anfang der 70er einmal auf Grund gelaufen - aber das als "gesunken sein" zu bezeichnen, halte ich schon für sehr mutig.
Yup, hast recht Raoul. Der gute Petermann hat wohl zu tief in die Buddle Rum geguckt LOL. also Schlagseite ja, das ist mir auch mal passiert, aber in der Nordsee, auf dem Wege nach Lerwick. Da dachte ich auch das ist es nun gewesen mit der christlichen Seefahrt. Gott sei Dank waren alle Außentüren geschlossen und zu der Zeit, keienr an Deck. Auf der brücke fanden wir uns alle auf dem Hosenboden an backboard wieder. Der Alte war so Kreidebleich geworden, wäre eine Super Werbung für Persil gewesen..... Und das war/ist KEIN Seemannsgarn. happy cruising! Locarno
ich bin wirklich mal gespannt, was dies unter Umständen nach sich zieht. Sobald aus dem Wrack Treibstoff austritt, dürfte der Expeditionstourismus dort einiges an Einschränkungen erfahren. Zu Recht, wie ich finde.
da sehe ich nun meine alte Theorie bestätigt (über die sich Hapag-Lloyd leidenschaftlich echauffiert hat), daß es erst in zweiter Linie auf die Eisklasse ankommt, in erster Linie aber darauf, daß auf der Brücke jemand steht, der weiß, was er da tut. Im Klartext: Es ist besser, mit der VISTAMAR nicht gegen einen Eisberg zu fahren, als mit der EXPLORER einen solchen zu rammen, q.e.d.
Wenn man schon dafür sorgt, daß auf jedem Schiff hochrangige Wissenschaftler mitfahren und Pinguin-Polizei spielen, sollte man vielleicht zumindest auch für die Nautiker entsprechende Patente nach Sonderausbildung und Eiserfahrung vergeben - oder einen Pool zuverlässiger Eiskapitäne vorhalten, von denen zwingend einer mitgenommen werden muß.
Die hundertprozentige Sicherheit (die es bekanntlich nicht gibt) wird man freilich auch damit nicht erreichen.
Gewisse Regularien, die es ja meist erst nach dem ersten GAU gibt, wären sicher wünschenswert. Eine allzu weitgehende Reisebeschränkung hingegen nicht, denn es gibt keine besseren Anwälte für den Naturschutz als jene, die das Eisparadies selbst erleben durften.
Mich würde sehr interessieren, ob andere Mitglieder des Forums das ähnlich sehen, oder ob es kontroverse Stimmen gibt.
Hallo Corcovado, Bin genau Deiner Ansicht, ich durfte vor fast 5 Jahren dieses Paradies kennenlernen - und ich schwärme heute noch davon! Hatte allerdings mehr Glück mit dem Schiff, und vorallem mit der Mannschaft samt Käpt'n Krüss! LG/Penguin
Ich war zu der Zeit gerade mit der Bremen auf dem Weg in die Antarktis...
Bei unserem Kapitän war ich mir immer sicher, daß er weiß was er tut und wir in Kombination mit der Eisklasse auf der sicheren Seite waren. Ein gewisses Restrisko bleibt bei so einer Fahrt immer.
Ich würde nie mit einem Schiff ohne Eisklasse darunter fahren. "Was ist besser ein Unfall im Auto mit oder ohne Airbag???" 'Der Vergleich mit der Vistamar hinkt für mich etwas....
Und wer sagt, daß die Besatzung auf einem Nichteisklasseschiff besser ist als die auf einem Eisklasseschiff? Woher will man als nicht Brancheninsider wissen wer von den Kapitänen usw. die Besten für eine solche Reise sind?
Wir haben uns für Hapag-Lloyd entschieden, weil uns das Angebot am besten gefallen hat und wir uns sicher waren, daß man die Sicherheit nicht auf die leichte Schulter nimmt. (q.e.d. 2x Deception aus Sicherheitsgründen nicht angelaufen).
Und ein weitere Grund waren die teilweise unqualifizierten Aussagen von einem Anbieter mit einem Nichteisklasseschiff (der jetzt mit einem K.a.D. wirbt...) auf der Reisen in HH. Frage:"Wie machen sie es bei so vielen Passagieren mit Landgängen? Es dürfen doch immer nur 100Personen an Land, da dauert es ja Stunden..." Antwort: Wer sagt, denn wie weit die Stellen auseinandern sein müssen. Wir fahren dann einfach 100m weiter und schon können alle an Land..."
Wenn wir ganz ehrlich sind, wäre der beste Tourismus, der der gar nicht stattfindet. Mir wird nur Angst und bange falls mal so ein riesen Amipott dort havariert. (Das "rote Kreuzschiff" Nordnorge wäre da auch an seinen Grenzen...
Nach 4mal AIDA (jedes mal schlechter...) merkt man erstmal das es auch andere nette Schiffe gibt..