quote:Originally posted by Amerikanis: Mit Celebrity geht es bergab, das ist auch meine Feststellung, allerdings moderat und langsam, während deren Preise dramatisch runter sind.
Relativ gesehen sind sie also sogar besser geworden.
Hallo Werner,
allerdings kann man diese Preise - wenn überhaupt - nur halten, wenn die Passagiere an Bord das Geld ausgeben, das sie für die Passage nicht zahlen. Für einen "sparsamen Europäer", der an Bord wenig ausgibt, mag das gut sein. Insgesamt führt es jedoch irgendwann dahin, daß man fast nur noch "Billiganbieter" hat und alle Nebenkosten horrend sind. Und das scheint auch nicht anzukommen, wenn man dem großen Club der "Aus-diesem-Grund-Festival-Hasser" Glauben schenken kann. Im Übrigen hat sich - ich kann es nur immer wieder sagen - Festival in dieser Hinsicht gebessert. Hoffentlich haben sie noch etwas davon!
Erst macht man billige Preise, um die Leute überhaupt noch an Bord zu bekommen, dann langt man hin, um noch auf seine Kosten zu kommen.
Letzteres mache ich nicht mit.
Kein Alkohol (als Alkoholiker sowieso kontraindiziert) keine Zigarren in Michaels Club (als Asthmatiker sowieso verboten) keine Läden (gerne aber mal was an Land, außerhalb der Touriströme) kein Casino (ich gewinne jede Woche im Lotto - den NICHT verspielten Einsatz) keine organisierten Landausflüge. (bin selber kreativ und erfahren genug, dennoch welche zu machen - mit anderen Paaren, oder mit meiner Frau auf eigene Faust. Habe mit lokalen Anbietern oder Taxifahrern noch NIE schlechte Erfahrungen gemacht. Grundregel: Preis vorher gnadenlos aushandeln, Geld gibt es erst, wenn sicher zurück am Schiff.
Also aus Sicht der Reederei ein Horrorpassagier.
Das Dilemma ist natürlich auch das:
sind die Leute erst mal an günstige Passagepreise gewöhnt, ist es fast unmöglich, die wieder nach oben zu treiben.
Das sieht man zur Zeit auch in der Autoindustrie, abgesehen von einigen absoluten Luxusprodukten mit Lieferzeiten müssen die Dinger doch immer noch kompletter ausgestattet sein, zum Teil mit 0 % Zinsen finanziert werden oder für Barzahler, die keinen Gebrauchten mit zurückgeben Rabatte von 20 % und mehr einräumen.
Langfristig ist der Seereisenmarkt sicher ein absolutes Wachstumssegment, ähnlich wie Pharma, wo ich tätig bin.
Eine Seereise ist aber kein Luxusgut mehr, das können und sollen sich heute auch breite Schichten leisten.
Wo ein Markt ist, werden immer auch Anbieter sein, die ihn bedienen und daran verdienen wollen, ob dabei mal der eine oder andere pleite geht, ist langfristig und insgesamt betrachtet völlig wurst, das kann man mit dem Begriff "Bereinigung" gut umschreiben.
Posts: 143 | Location: Gutach | Registered: January 11, 2004
Ist für 12,25 Mio $ an ein in Liberia registriertes Unternehmen namens Cruises Elysia verkauft worden und soll an das spanische Reiseunternehmen Tavelplan verchartert werden. Die beiden anderen sollen am 03. März versteigert werden...
Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002
Traveltrade and Travel Week Australia hat heute folgende Pressemitteilung der lokalen Festival-Generalagentur GSA Moray-Travel veröffentlicht:
Cruise upgrades for Australians after ship sold February 17, 2004
Around 25 would-be Australian cruise passengers will be given free upgrades on one of Festival Cruises’ “premium” vessels after the European cruise line sold the mid-range Azur for $12.5 million last week.
James Pegum, managing director of Festival’s Sydney-based GSA Moray Travel, confirmed Festival had withdrawn the Discovery-class Azur, Bolero and Flamenco from its fleet in an effort to resurface from financial limbo.
Festival retains four vessels: the 1,500-passenger European Star and European Vision, the 1,200-passenger Mistral and the 500-passenger Caribe, chartered out of Cuba.
Pegum said Azur was sold for $12.5 million, although he did not know the buyer’s identity.
He said around 25 Australian clients with bookings on scheduled Azur cruises would be given their choice of free upgrades on any one of Festival’s “premium” vessels: European Star, European Vision or Mistral.
Pegum said terminated charter agreements for Bolero and Flamenco did not affect any Australian bookings.
He confirmed European Vision, European Star and Mistral had all been reactivated as scheduled after they were impounded in January for Festival’s failed credit payments.
Traveltrade and Travel Week Australia
Jetzt stellen sich mir 2 Fragen:
1) Hat da nicht jemand The AZUR mit FLAMENCO verwechselt ?
2) Sind die 3 Alsthom-Schiffe mitsamt Verträgen wirklich wieder in der Tasche ? Und wieso wird dann in Europa nichts genaues bekannt gegeben (außer etlichen Werbeaktionen im Radio) ??
quote:Originally posted by Patrick: Jetzt stellen sich mir 2 Fragen:
1) Hat da nicht jemand The AZUR mit FLAMENCO verwechselt ?
2) Sind die 3 Alsthom-Schiffe mitsamt Verträgen wirklich wieder in der Tasche ? Und wieso wird dann in Europa nichts genaues bekannt gegeben (außer etlichen Werbeaktionen im Radio) ??
Patrick
Hallo Patrick,
ich hatte das auch schon gelesen. Der gute Mann scheint nicht so ganz zu wissen, was er da sagt.
Vermutlich um denau so etwas zu vermeiden, hat Festival allen Vertretungen verboten, sich zu den Vorgängen zu äußern.
"The Azur" ist bislang nicht verkauft, er kann also nur die "Flamenco" gemeint haben. Und in "trockenen Tüchern" ist offiziell noch gar nichts. Vermutlich möchte Festival Genua es sich auch nicht nehmen lassen, eventuelle gute Nachrichten selbst zu publizieren. Gewöhnlich läßt man das nicht einen GSA-Menschen am anderen Ende der Welt machen.
Die Azur gehört offiziell nicht mehr zur Flotte von Festival Kreuzfahrten. Wahrscheinlich war auch nur dies gemeint. Ob das Schiff wirklich schon verkauft worden ist, dürfte dem Reisebüro/Vertrieb dagegen egal sein.
Ich war am 10.02.04 in Barcelona im Hafen, dort stand die European Star. Als wir Mittags einliefen war es völlig ruhig an Bord, kurz vor unserem Auslaufen wurden plötzlich die Motoren angeworfen, auch das bekannte Hupen beim unserem Auslaufen war zu hören. Jetzt habe ich gesehen das der Liegeplatz leer ist, an dem Die European Star lag.
Posts: 216 | Location: Thüringen | Registered: December 08, 2003
die ganze Angelegenheit wird immer undurchschaubarer. Mittlerweile hat Festival auf seiner Homepage (die auch inzwischen nur noch auf Englisch verfügbar ist) erneut eine Verschiebung der Wiederinbetriebnahme seiner restlichen Schiffe auf jetzt Mitte März bekannt gegeben, ohne dass offensichtlich greifbare Erfolge in den Verhandlungen mit den Eignern vorliegen. Insgesamt betrachtet scheint sich das Unternehmen in Auflösung zu befinden, und ich gehe nicht davon aus, dass sich das Blatt in nächster Zeit wendet.
Bin heute von meiner Kreuzfahrt mit der Mercury in den USA-Mexico zurückgekehrt.
Folgende Beobachtungen:
1. Eine im Ausflugsbüro beschäftigte Banater Schwäbin, die bis vor einem Jahr auf der European Stars fuhr, bestätigte mir, daß schon damals vieles nicht klappte und man bereits merkte, daß das so nicht mehr gut geht.
2. Ein französischer Souschef war bis vor wenigen Tagen noch auf der Mistral in Marseilles an der Kette. Er wurde von Celebrity angerufen und um einen Wechsel angegangen, nachdem er für diese schon früher gearbeitet hatte. Er erzählte mir, daß das Essen miserabel war.
Von einem weiteren, ebenfalls französischen Koch, der gewechselt hatte, habe ich erfahren, daß das Essen (ich zitiere jetzt wörtlich) "unter aller Sau" war.
Es fehlte offensichtlich an Direktiven, da die verantwortlichen Offiziere der Meinung waren "alles geht".
Es ist offensichtlich auch so, daß die Konkurrenz brauchbares, qualifiziertes Personal gerne übernimmt.
Kreuzfahrten sind schließlich insgesamt gesehen ein Wachstumsmarkt.
Selbst wenn Festival also finanziell sich noch einmal freischwimmen sollte (wohl eher unwahrscheinlich), haben die wahrscheinlich ganz schnell keine guten Leute mehr.
Posts: 143 | Location: Gutach | Registered: January 11, 2004
Was bitte hat das mit den Offizieren zu tun?? Die haben auf den Hotelbereich nicht den geringsten Einfluß...genau wie umgekehrt der Hotelbereich keinen Einfluss auf die Schiffsführung hat. Was glaubst Du, was los ist, wenn ein Nautiker dem HotMan oder der Hausdame erzählt, was sie machen soll und was nicht (ausgenommen natürlich Schiffssicherheit bezogene Dinge)...uiii! Wie interessant, daß ein Koch erzählt, wie miserabel das eigene Essen ist... Klar, hinterher hat man gut lästern über den ehemaligen Brötchengeber...
Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002
Achso, dann ist das eben Deine Definition... An Bord zählt man zu den Offizieren nur den nautischen und technischen Bereich, auch wenn Mitglieder des Hotelbereichs durchaus Offiziersstatus haben, was aber noch lange nicht heißt, daß sie das auch sind...
Posts: 816 | Location: Nordenham/Germany | Registered: July 08, 2002