Reisebericht MSC Musica 29.04.07 – 06.05.07
Reiseroute: Genua, Neapel, Palermo, Tunis, Palma de Mallorca, Barcelona, Marseille, Genua.
Hallo,
wir sind von unserer Cruise wieder zurück. Dies war unsere 2. Reise auf der MSC Musica (11/2006). Ursprünglich war diese Reise, mit diesem Schiff, so nicht vorgesehen. Ein Sonderangebot im Newsletter hat dann die kurzfristige Buchung ausgelöst.
Das Schiff zu beschreiben kann ich mir sicher ersparen. Dies kann auch in meinem ersten Reisebericht, oder auch anderen Berichten, nachgelesen werden. (
siehe hier).
Wir sind wieder mit dem Auto nach Genua angereist. Vermutlich aufgrund des Feiertags am 1. Mais war die Autobahn bereits ab Mailand sehr voll und wir fuhren die letzten 50 km im zähflüssigen bis stockenden Verkehr bis Genua. In Genua war das totale Verkehrschaos. Von der Hauptstraße vor der Statione Maritima bis zum Parkplatz eine Ebene darunter brauchten wir für die ca. 500 m ca. 1 Stunde.
Es war kurz vor 14 Uhr, als wir dann zur Einschiffung kamen. Diese haben wir dann innerhalb von 15 Minuten ohne Probleme hinter uns gebracht.
Wir hatten dieses Mal eine Balkonkabine auf Deck 14. Die Ausstattung der Kabinen ist in diesem Stockwerk in bordeaux-rot. Im November hatten wir türkis-grün.
Aufgrund der vielen Berichte, die in den letzten Monaten über die MSC Musica geschrieben wurden, war für uns interessant zu vergleichen, was sich geändert hat.
Hier eine Aufzählung der Dinge, die uns aufgefallen sind.
Beim Dinner wurden doch einige Speisen mit etwas Deko geliefert. Die Pasta Vorspeisen sind noch genauso üppig wie im November. Die meisten Personen an unserem Tisch wählten abends Fisch zur Hauptspeise. Aus diesem Grund hatten wir beim Fleisch keine großen Klagen. Einmal wählten wir Rinderfilet und dachten, dies kann nicht fett und sehnig sein, aber es war trocken und zäh, so dass wir gut die Hälfte zurückgehen ließen. Der Fisch war aber immer super und wurde allseits gelobt.
Auf dem Pooldeck (Deck 13) wurden mehr Tische aufgestellt. Der überwiegende Anteil der Tische ist jetzt rauchfreie Zone. Insgesamt wurden die Raucherzonen weiter eingeschränkt.
Bei den Abendveranstaltungen hat sich das Programm weitgehend wiederholt. Die frühere Kreuzfahrtdirektorin „Anna“ wurde durch „Sonja“ ersetzt. Tenorstar Enrico Scotto hatte nur noch einen Auftritt. Auch die Bands wie z.B. Angels Quartett oder Los Paraguayos, wurden getauscht. Das musikalische Angebot blieb mit neuer Besetzung aber erhalten.
Nach knapp einem Jahr sind teilweise deutliche Gebrauchsspuren sichtbar. Bei manchen Nahtstellen Teppichboden/Fließen löst sich der Teppich auf. An 2 Stellen ist mir aufgefallen, dass der Kunststoffuntergrund unter dem Teppich nachgegeben hat und richtige Dellen im Boden sind. Die Polster im Restaurant sind teilweise schon sehr fleckig.
Aktuell sind mir die vielen Desinfizierungsspender aufgefallen. Hier kann ich nicht sagen, ob dies im November schon so war oder ob ich nur mehr sensibilisiert war aufgrund der Berichte über Norovirus auf anderen Schiffen.
Dieses Mal waren die Deutschen deutlich in der Unterzahl. Hauptsächlich waren Italiener an Bord. Dies hat sich auch in der Lautstärke z.B. beim Essen oder nachts in den Kabinengängen deutlich bemerkbar gemacht. Die Damen an der Rezeption oder im Tourbüro waren im November auch besser der deutschen Sprache mächtig.
Im November hat die Reise für alle in Genua begonnen und auch wieder geendet. Dieses Mal haben wir in jedem Hafen neue Passagiere aufgenommen und andere wieder abgesetzt. Ich habe mich dann im Tourbüro erkundigt, ob dies nur auf dieser Reise gemacht wird. Die Antwort war: Es kann anscheinend auf jeder Reise in jedem Hafen ein- und ausgeschifft werden. Dies muss nur mit dem Reisebüro entsprechend abgesprochen sein. Für uns ganz interessant, da wir nach Barcelona oder Palma per Billigflieger leichter anreisen können als mit dem Auto nach Genua. Aufgrund der rollierenden An- und Abreise gab es immer freie Plätze im Restaurant die dann später belegt wurden. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass dadurch die Belegung des Schiffes „luftiger“ war.
Im November wurde teilweise beklagt, dass bei längerem Fussmarsch zur Stadt, keine Shuttelbusse zur Verfügung standen. Dieses Mal war hier alles perfekt organisiert.
Der Service war bei uns zu jeder Zeit einwandfrei und jederzeit zuvorkommend.
Auch unsere Zimmerfee „Patricia“ war immer sehr freundlich und um unser Wohl bemüht. Jeden Abend wurde das Bett schön dekoriert und in besonderer Art und Weise aufgeschlagen. Der Zimmerservice war noch besser als beim letzten Mal. Auch im Restaurant hatten wir wieder wirklich gute und freundliche Kellner gehabt.
Leider hat das Wetter nicht optimal mitgespielt. In Neapel regnete es in Strömen. Hier machten wir eine kurze Stadtbesichtigung mit dem Regenschirm. Bei den anderen Zielen hatten wir meist starke Bewölkung, aber trotzdem weitgehend trocken. In Palma und Barcelona auch schönes sonniges Wetter.
Als Fazit kann ich sagen: Für uns wieder eine sehr schöne und gelungene Reise. Die Probleme die andere mit MSC haben, können wir nicht bestätigen. Für uns gilt: Jederzeit wieder mit MSC….
Die nächste Reise mit MSC ist bereits gebucht. Im November geht’s mit der Orchestra ins östliche Mittelmeer. Danach möchten wir aber auch mal die amerikanischen Reedereien ausprobieren.
Freundliche Grüsse
funcruise