in einigen amerikanischen Foren häufen sich in letzter Zeit wieder vernichtende Urteile über MSC ("MSC Opera" und "MSC Lirica") in der Karibik. Die Hauptvorwürfe:
- völlig ungenießbares Essen - eine zerstrittene Besatzung - es habe Auseinandersetzungen gegeben - ein Zwangstrinkgeld von US$ 12 pro Person und Tag, das jedoch ausdrücklich nicht der Besatzung zugute komme.
Irgendwie habe ich Schwierigkeiten das ganze zu glauben. Die Erfahrungsberichte europäischer Kreuzfahrer im Mittelmeer haben mit denen mehrheitlich amerikanischer Passagiere in der Karibik nicht das geringste gemeinsam. Kann MSC es in der Karibik einfach nicht? Oder sollten die Amerikaner den eher europäischen Stil von MSC so völlig inakzeptabel finden?!?
Jedenfalls laufen die Sammelklagen wohl schon wieder.
hmm, kommt mir doch komisch vor. Ich habe zuletzt von zwei Familien, die mit der LIRICA die Silvestertour gemacht haben, nur positives gehört. Es war alles zur besten Zufriedenheit.
Ich denke daher eher, daß die Amis mit diesem doch sehr Europäischen Produkt nicht klarkommen.
klingt irgendwie schlecht. Sollte MSC den Plan mit NYC noch mal überlegen?! Wenn das Produkt woll nicht so gut ankommt sollten die wohl New York vergessen, aber MSC ist nicht MSC wenn sie es nicht versuchen. Vielleicht werden sie auch blad von Carnival übernommen
Bye Christian
---------------------- 05 AIDAcara/06 AIDAblu/07 AIDAvita/07 Color Magic
also, was ich inzwischen erfahren habe: Für die Karibik-Kreuzfahrten hat MSC wohl in der Tat einige "Amerikanisierungen" am Produkt vorgenommen:
- US$ 12,- Trinkgeld pro Tag und Person werden dem Bordkonto belastet. - Kunstauktionen und anderer Nippes (Gold- und Uhrensonderverkäufe etc.) "bereichern" das Angebot an Bord.
Dies alles gilt wohl ausschließlich für die Karibikreisen, in Europa soll alles bleiben, wie es ist.
Hallo das kann ich mir von den Amerikanern schon vorstellen. Ich war auf der Opera auf der TA Genua - Fort Lauderdale 28 Dez - 14 Jan. Hatten vorwiegend reklamierende Engländer die das Essen einfach nicht gut fanden. Von Deutschen, Österreicher, Schweizer u.Italiener hörte man eigentlich nur psitives zur Küche. Das Personal war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit auch zu den MECKERERN. Ebenso war alles total gut organisiert! Einschiffung Ausschiffung u.Ausflüge. Das Kabinenservice war immer in Ordnung. Aber Amerikaner und auch Engländer sind anders und haben wahrscheinlich einen anderen Geschmack. Nur dann sollten sie eben kein Italienisches Schiff nehmen. Ohne Sammelklagen können die Amis einfach nicht leben. Rechtsanwälte sollen doch auch bei einer Kreuzfahrt was VERDIENEN dürfen. Das ist Amerika
Daß die Ansichten von Amerikanern anders sind, konnte ich im Vergleich der Splendour Transatlantic Cruisereviews in einem anderen Forum feststellen, die sich in manchen Punkten dermaßen von meiner unterschied, daß ich mich entschlossen habe, auch dort meine englischsprachige Review einzustellen. Bisher ist sie allerdings noch nicht veröffentlicht worden. Keine Ahnung, ob es ist, weil ich eine Deutsche bin, oder anderer Ansicht bin........ Warten wir mal ab.
Einen Unterschied in den Ansichten konnten wir ja auch bei der Zenith letztes Jahr feststellen, von der wir so enttäuscht waren und von der die Amerikaner/Kanadier in den höchsten Tönen schwärmten.
Es ist halt alles subjektiv.
Gruß, Marita
PS: im cruisechat wird auch öfters nach den MSC Schiffen gefragt, aber sie erhalten dort kaum Antworten, weil das Produkt sicher nicht so bekannt ist.
dann wird wohl ausgerechnet die "Amerikanisierung" der Grund für die Beschwerden sein
Nein, im Ernst: Es gab/gibt sehr viele begeisterte Meinungen amerikanischer Passagiere über MSC, die gerade das etwas Andere, Europäische (wie zum Beispiel die wirklich authentisch italienische Küche) besonders schätzen, oder zumindest erfrischend finden. Aber dazu benötigt man die richtige Einstellung. Diese (erfreuliche) Klientel könnte zurecht nunmehr enttäuscht sein.
Viele amerikanische "Durchschnittskreuzfahrer" haben jedoch nur Schlechtes, weil Unamerikanisches, zu berichten. Das fängt bei der "sehr übersichtlichen" Größe des Kasinos an, und hört bei dem fehlenden Betthupferl auf. Aber sind sie selbst Schuld an ihrer Enttäuschung aufgrund der falschen Einstellung? Wohl kaum, sofern ihnen die Reisebüros MSC als ein ganz normales, gewohntes Produkt wie z.B. Carnival verkaufen. Da könnte der Grund für so manche Unzufriedenheit liegen.
Aber ich muss zugeben, daß ich die Amerikaner immer ein wenig im Verdacht habe, einen psychischen Impact zu bekommen, wenn sie alleine schon wissen, das Produkt sei unamerikanisch gut, einigen tue ich da sicher Unrecht.
Auch wenn ich nach meiner diesjährigen Reise MSC- Fan geworden bin, so muss ich aber trotzdem sagen, das Schiff und Reederei auch irgendwie zum Fahrtgebiet und Passagiermix "passen" müssen. Deshalb MSC für Mittelmeer, Nordeuropa und TA; aber Karibik besser mit RCCL, NCL oder Princess.
Jedenfalls scheint MSC (jetzt schon) am Scheideweg zu stehen: Soll man auf dem bislang erfolgreichen "italienischen" Kurs weiterfahren und dementsprechend gemäßigt expandieren; oder will man mit Gewalt schnell zu den ganz Grossen aufschliessen, passt sich deshalb dem amerikanischen Massenmarkt an und gibt eigene Identität preis? Keine Frage, welche Entwicklung aus meiner Sicht die erfreulichere wäre.
Und was die Stationierung der MSC Lirica in New York angeht, das halte ich für einen kompletten Blödsinn. Wie soll sie Amerikaner anziehen? Opera und Lirica sind wunderbare Kreuzfahrtschiffe, aber mit der Betonung auf "Schiff", sie haben nichts von einem Resort. Wie soll sie bei den Amerikanern ("Bigger is better") gegen Explorer o.t.S., Carnival Victory, NCL Dawn und die nagelneue Crown Princess bestehen? Aussichtsloses Unterfangen, wenn MSC unbedingt Erfolg auf dem Amerikanischen Masenmarkt will, dann söllten sie je ein PANAMAX und Post- PANAMAX- Schiff in NY und Miami dauerhaft stationieren mit Bordsprache Englisch. Alle anderen sollen bleiben, wie sie sind- auch in der Karibik.
am besten fand ich einen Beitrag einer unzufriedenen "MSC Opera"-Passagierin, die z.B. die Duschen in den Kabinen als "ausreichend für europäische Gäste, aber für amerikanische Passagiere viel zu klein" bezeichnete.
Ach ja, und dann störte sie noch, daß die "MSC Opera" generell zu klein geraten sei - da sei die "Caribbean Princess" doch bedeutend besser gewesen.
Ich werde die "MSC Lirica" im Juni "antesten" und freue mich schon sehr darauf. Ich stimme Dir auch voll und ganz zu, daß es mir gar nicht gefallen würde, wenn MSC sich zu einer weiteren typisch amerikanischen Massenmarktreederei entwickeln würde. Nicht daß ich amerikanische Reedereien schlecht finde, aber wenn man die Produkte in erster Linie durch einen Blick auf das Schornsteinlogo unterscheiden kann, dann freut man sich doch über jede Reederei, die sich ein bißchen mehr Individualität erhält.
Ich denke auch, daß die "MSC Lirica" bei vielen Amerikanern nicht gut ankommen wird.
Bei der Duschgröße stellt sich nunmehr die Frage, ob die Dame ihren Landsleuten generell eine üppigere Körperfülle unterstellt (auch ich nehme gegen Ende der Cruise traditionell immer "Amerikanische" Formen an, und kam mit der Dusche trotzdem klar), oder ob sie auch zu jenen Amerikanern gehört, die uns Europäer generell für dreckig hält, weil wir uns nicht 6- 7 mal täglich duschen, wobei ein wenig Komfort angemessen ist
Ich mag die Amerikaner (zumindest die von den Küsten) durchaus, und gehe sehr gerne auf ihre Schiffe. Aber manchmal prallen eben doch Welten aufeinander.
Und was den Größenvergleich Opera versus Caribbean Princess betrifft, so bestätigt das nicht nur das Bigger is Better- Prinzip, sondern auch, wie wenig Gedanken sich die Leute scheinbar bei der Buchung ihrer Reise und die Auswahl des richtigen Schiffes machen- oder deren Reisebüro.
insbesondere der Vergleich mit der "Caribbean Princess" hat mich den Kopf schütteln lassen, denn die ist ein Paradebeispiel für das "Auspressen" einer Schiffsklasse: Ein "Grand"-Klasse-Schiff mit einem zusätzlichen Kabinendeck (und somit über 500 zusätzlichen Passagieren), wobei sich diese 500 zusätzlichen Passagiere außerhalb ihrer Kabinen auf dem gleichen Platz tummeln wie er auch bei den "normalen" "Grand"-Schiffen zur Verfügung steht.
Hatten vorwiegend reklamierende Engländer die das Essen einfach nicht gut fanden.
Hallo Farbenfroh,
Das ist eigentlich der beste Beweis für eine gute Küche
Meine Frau lebte 1/2 Jahr aus beruflichen Gründen in London, ich weiß wovon ich spreche. Hätte sie sich wie die Engländer ernährt, wäre sie vermutlich krank geworden oder verhungert.
Man verzeihe mir meine Ironie
Schön, das es euch auf der MSC Opera gefallen hat.
das wußte ich gar nicht. Die Caribbean Princess ist doch die jüngste "Grand"- wird dann die neue Crown Princess genauso aufgebläht?
Mit der subjektiven Wahrnehmung von Grösse ist es sowieso eine seltsame Sache. Ich habe mich als Reiseleiter immer wieder gewundert, wie gut gelaunt und vertrauensvoll meine Gäste einen ca. 25 Jahre alten Jumbo der Baureihe B 747-100 (hatte British Airways bis Mitte der 90er im Einsatz) betraten, und dagegen beim Anblick einer hochmodernen Turbopropmaschine wie der ATR 72 angstvolle Blicke in meine Richtung warfen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
die "Crown Princess" wird eine Art Zwischending zwischen der "Caribbean Princess" und der "Diamond"-Klasse. Zumindest soll sie innen einige andere Akzente setzen.
ein Zwangstrinkgeld von US$ 12 pro Person und Tag, das jedoch ausdrücklich nicht der Besatzung zugute komme.
Bei RCI und Celebrity bekommt man "Trinkgeldschecks" und übergibt diese dem jeweiligen Crewmitglied. Somit kann man wenigstens halbwegs sicher sein, daß das Trinkgeld seinen Weg findet... Weiß jemand, wie die Trinkgelder bei MSC "fließen"?
Bekannte von uns haben ebenfalls die Transatlantikpassage von Genua nach FLL gemacht und waren rundum zufrieden.
Ich vermute, daß die beiden "Großen Player" und vielleicht auch einige "Claqueure" - unterstützt oder nicht - Stimmung gegen einen "neuen" Spieler im karibischen Teich machen.
Persönlich würde ich mir wünschen, daß sich langfristig ein europäisch/italienischer Anbieter wie MSC, am WELTWEITEN MARKT durchsetzen kann.
Keep on Cruisin
Klaus
Posts: 480 | Location: Austria | Registered: April 30, 2003
es gibt Unmengen von Gerüchten, aber MSC selbst möchte sich wohl nicht zu den Problemen und Vorwürfen äußern.
In europäischen und südamerikanischen Gewässern werden die Trinkgelder ja auf die ganz traditionelle Art persönlich übergeben, woran sich ja offenbar auch nichts ändern soll.
Interessant auch, daß ich jetzt einige Bereichte amerikanischer Passagiere gefunden habe, die wohl bereits im letzten Winter mit MSC in der Karibik unterwegs waren. Grundtenor: Enweder "genauso schlecht wie damals" (warum fährt man dann wieder mit?!?) oder aber "deutlich schlechter als letztes Jahr". Beklagt wurde von letzteren die "Amerikanisierung" (Hört, hört!), das Zwangstrinkgeld und die angeblich durchschnittliche Verdopplung (!) der Getränkekosten an Bord.
Man kann wirklich nur hoffen, daß MSC sich wieder ganz schnell von diesem Unsinn verabschiedet, denn so vergrault man nicht nur amerikanische Passagiere sondern auch europäische, die MSC "zur Abwechslung" auch mal in der Karibik ausprobieren wollen und vermutlich - zurecht - entsetzt sind, daß das ganze nahezu gar nichts mit dem Produkt im Mittelmeer zu tun hat.
In einer besonderen Hinsicht wird aber deutlich, daß europäische und amerikanische Gäste ganz einfach völlig unterschiedliche Ansichtsweisen haben: Viele amerikanische Passagiere beklagen, daß das Bedienpersonal in Bars nicht umherläuft und alle paar Sekunden fragt, ob man etwas trinken möchte, sondern daß man (Unverschämtheit!) von sich aus signalisieren muß, wenn man etwas möchte. Europäische Passagiere wiederum beklagen sich auf US-Schiffen ja häufig über die "Aggressivität" des Personals, die viele Amerikaner wiederum offenbar mit "gutem Service" gleichsetzen.
Originally posted by Raoul Fiebig: Beklagt wurde von letzteren die "Amerikanisierung" (Hört, hört!), das Zwangstrinkgeld und die angeblich durchschnittliche Verdopplung (!) der Getränkekosten an Bord.
Man kann wirklich nur hoffen, daß MSC sich wieder ganz schnell von diesem Unsinn verabschiedet, denn so vergrault man nicht nur amerikanische Passagiere sondern auch europäische, die MSC "zur Abwechslung" auch mal in der Karibik ausprobieren wollen und vermutlich - zurecht - entsetzt sind, daß das ganze nahezu gar nichts mit dem Produkt im Mittelmeer zu tun hat.
Hallo Raoul,
Amen !!!
Solange MSC sein Karibikprodukt gleichermaßen erfolgreich sowohl bei Amerikanern als auch bei Europäern vermarkten will, müssen sie bei einer erkennbaren Handschrift bleiben. Meiner Ansicht nach ist es erfolgversprechender, wenn sie im riesigen Amerikanischen Markt eben jener "Marktlücke" nachspüren, die dieses etwas andere Kreuzfahren zum Economy- Preis schätzt.
Die Amerikanischen Massen für sich einzunehmen wird trotz "Sale"- Aktionen und "Art"- Auktionen nie gelingen. Eine Amerikanische Dame, die auf der MSC Opera war, bezeichnete die Gesellschaft als "Anti- American"- weil die Borddurchsagen in 5 verschiedenen Sprachen erfolgten (bei uns waren es 6, da eine große Gruppe Portugiesen/Brasilianer an Bord war)
Also die einzige Chance: Gründung von "MSC America" mit 1- 2 Megacruisern
Noch so ein Beispiel für unterschiedlichste Serviceerwartungen der Amis: Kaum einer, der nicht das fehlende "Pillow Chocolate" (Betthupferl) rügt. Mein Gott, wie kann man so einer kleinen Praline so eine Bedeutung beimessen? Als ob es auf irgend einer Cruise (egal ob "Silver Shadow" oder "Vistamar") zu wenig zu essen bzw. Süßes gäbe. Andererseits wäre dieser "schwerwiegende Mangel" relativ leicht zu beheben
Hallo zusammen, meine Frau und ich sind seit ein paar Tagen von der MSC Sinfonia zurück. Ich werde in Kürze eine Erfahrungsbericht dazu veröffentlichen. Daher vorab nur ein paar Worte:
Trinkgeld: Die Trinkgeldempfehlung war pro Person und Tag 6 €. Da der Service aus unserer Sicht sehr gut war, haben wir auch gern etwas mehr gegeben. Essen: Die Qualität des Essens war sehr schwankend. Pastagerichte sehr gut, Fisch/Geflügel gut, der Rest geht so. Das eingentlich Schlimme war, dass es für alle Gerichte ein Einheitsgemüse gab. (M. Gorki und AIDA Vita waren aus unserer Sicht deutlich besser. Kabinen: Klein (13m²) aber sauber, gute Staumöglichkeiten, die Dusche ist tatsächlich sehr klein, selbst für einen "normalgebauten" Mitteleuropäer.
Drei Sonderverkäufe von Schmuck, Uhren und anderen Krimskrams gab es übrigens auch. Das was angeboten wurde, unterschied sich teilweise von dem, was man sonst auf den Schiffen bekommt und entsprach nicht unbedingt unserem Geschmack (natürlich rein subjektiv).
MSC Melody 2000 u. 2001, MS Delphin 2002, MS Delphin Renaissance 2003, TS Maxim Gorki 2004, Aida Vita 2005, Color Fantasy 2005, MSC Sinfonia 2006, MS Millenium 2007, MS Nestroy 2007