*** Splendour of the Seas (2001) *** Olympia Voyager (2002) *** Golden Princess (2003) *** Costa Classica (2004) *** Costa Fortuna (2006) *** MSC Musica (2006) *** Millennium (2007) *** Legend of the Seas (2008) *** Marco Polo ... and coming soon: Summit
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Originally posted by Crown Prince: ... mit dem in meinen Augen derzeit schönsten (Innen!) Neubau mitkommen ...
Hallo Andreas,
danke für die guten Wünsche. Ich bin auch schon gespannt wie ein Flitzbogen - die Bilder sehen ja vielversprechend aus, aber häufig macht das Original ja einen ganz anderen Eindruck.
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Originally posted by HeinBloed: ... Nur erzählt schon endlich, wie es war!!! Koffer auspacken könnt ihr später noch!!! ...
Hallo zusammen,
wir sind eben zu Hause angekommen, und die Koffer müssen sowieso bis morgen warten.
Trotzdem, damit es Hein nicht zerreisst: Ja, die MSC Musica schwamm heute morgen noch, heil und unversehrt ... mehr oder weniger ...
Einen ausführlichen Bericht werde ich in den nächsten 14 Tagen schreiben, aber vorab - pauschal gewissermaßen - die wichtigsten Eindrücke:
Schiff: Fantastisches Innendesign. Schöne Kabine. Für die Zahl der Reisenden aber insgesamt zu klein, gerade in den öffentlichen Bereichen. Miserable See-Eigenschaften. Route: Abwechslungsreich, interessant, überwiegend gute Landausflüge. Personal: Perfekt - da kann sich Costa eine große Scheibe abschneiden. Verpflegung: Mäßig, sowohl im Speisesaal als auch am Buffet, und und auch noch lieblos präsentiert. Reicht bei weitem nicht an Costa heran. Unterhaltung: Beinahe inexistent. Wenn an einem Seetag der Hohepunkt des Tagesprogramms lautet: "Wir basteln eine Papierschachtel - mit dem Animationsteam", dann kann man sich wohl jeglichen Kommentar ersparen. Organsiation: Glückssache. Manchmal sehr gut, manchmal regiert das Chaos. Insgesamt eine schöne und erholsame Reise, und angesichts des Preise, den wir bezahlten, unbedingt eine Empfehlung. Wenn MSC der Musica allerdings 4-Sterne-plus verleiht, dann leiden die ganz klar unter Größenwahn ...
Ach ja, und ehe ich es vergesse: MSC hat die Preise in den letzen Wochen kräftig angehoben. Ein Espresso kostet jetzt 1,10 €, der Cocktail des Tages 5,10 €, ein normaler Cocktail 6,40 € aufwärts, nur um ein paar Beispiele zu nennen.
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Reisebericht Kanarenreise mit der MSC Musica vom 13.11.2006 bis 24.11.2006
Auch wir sind von der Kanarenreise mit der MSC Musica wieder wohlbehalten zurückgekehrt. Bereits im Vorfeld haben wir das Geschehen rund um die Musica hier im Forum genau beobachtet. Einen kompletten Bericht haben auch wir überall im Netz vermisst. Nachdem wir jetzt selbst unsere Erfahrungen gesammelt haben, möchten wir zeitnah über die Vorzüge und die Nachteile des Schiffes aus unserer Sicht berichten. Insbesondere über die Abläufe an Bord, den Service, die Verpflegung und die Unterhaltung möchte ich detaillierter informieren.
Anreise:
Unsere An- und Abreise haben wir, wie wenige weitere Passagiere, selbst organisiert. Bei der Ankunft am Schiffsterminal in Genua führte das bereits zu ersten kleineren Schwierigkeiten. Da MSC bei der Organisation vor Ort offensichtlich keine Selbstanreisenden vorgesehen hatte, gelang es nur durch einiges Suchen den Ort zu finden, wo wir unsere Koffer abgeben konnten. Am Check-in-Schalter war das nicht möglich. Wir mussten mit anderen Reisenden das Terminal auf der untersten Ebene wieder verlassen und direkt zu den Bussen der Busanreisenden um dort unser Gepäck zu übergeben. Eine entsprechende Ausschilderung dafür fehlte. Am Check-in lief dann aber alles weitestgehend problemlos und wir konnten nach entsprechender Wartezeit vor den Schaltern dann direkt in den Warteraum gehen, von dem aus die Einschiffung erfolgte. Die öfter im Forum beschriebenen Wein- und Getränkepakete konnten hier bereits bestellt werden. Ebenso die Ausflüge in den einzelnen Häfen. Selbstverständlich war beides dann auch an Bord möglich. Von hier aus wurde dann in Gruppen eingestiegen. Auf dem Schiff wurden wir direkt von Personal in Empfang genommen und zum Lift geleitet. Für uns war eine Außenkabine auf Deck 5 gebucht. Einstieg ins Schiff war auf Deck 6. Da wir den Weg zur Kabine aber nicht kannten, ließen wir uns zusammen mit anderen Passagieren in den Lift begleiten. Nach einer kleinen Rundfahrt durch sämtliche Etagen gelangten wir dann schließlich auf unser Deck und fanden den restlichen Weg zur Kabine problemlos.
Kabine:
Hier waren wir wirklich positiv überrascht. Unser Sichtfenster war viel größer als erwartet. Dadurch hatten wir ordentlich Tageslicht in der Kabine, der Ausblick auf das Meer war während der Reise fantastisch. Die Einrichtung ist modern und neu. Schränke und Ablagemöglichkeiten gab es ausreichend und auch das Bad war Platz sparend aber völlig ausreichend bemessen. Der Fernseher von Samsung (Flatscreen mit ca. 17Zoll) zeigte neben den italienischen und englischen Programmen auch ZDF, Arte und RTL. Bei N24 waren das Bild und der Ton bei uns leider teilweise zu schlecht. (Anmerkung: Die deutschen Programme verschwanden während der Reise für mehrere Tage, nachdem wir Casablanca in Richtung Lanzarote verließen und waren erst auf der Rückfahrt von Madeira in Richtung Malaga wieder empfangbar.)
Einige erste Eindrücke vom Schiff:
Von außen ist die Musica keine Schönheit, dass konnten wir im Vorfeld schon auf den vielen Fotos erkennen. Vor Ort am Hafen von Genua gefiel Sie uns dann nicht besser. Das Schiff mutet wie ein Hochhauswohnblock an, weniger wie ein Kreuzfahrtschiff. Unklar ist mir, warum man die Mitte des Schiffes schmal gestaltet hat. Dadurch wirkt die Musica noch eckiger, als sie ohnehin schon ist. Außerdem verliert das untere Promenadendeck (Deck 7) dadurch an Nutzbarkeit (aber dazu später mehr). Das Innere des Schiffes gefällt deutlich besser. Supermodernes und zum Teil edles Innendesign wurde kombiniert mit einigen klassischen Elementen. Auf den ersten Blick scheinen die Lounges, Bars und Restaurants üppig bemessen. Sie erstrecken sich immer über die volle Schiffsbreite und bieten unzählige Sitzmöglichkeiten. (Anmerkung: Zum Beobachtungszeitpunkt waren aber bei Weitem noch nicht alle Gäste an Bord) Die Disko Q32 auf Deck 14 im Heck des Schiffes ist ebenfalls mehr als groß und bietet wegen der Panoramaverglasung eine tolle Aussicht rund um das Schiff. Überall hängen hier große moderne Flachbildschirme. Zurück auf Deck 13 (hier befindet sich auch das Buffet-Restaurant) gelangt man zum Außenbereich. Die einzigen beiden Pools an Bord sind wirklich winzig. Für die große Menge an Passagieren und für ein so neues Schiff ist das einfach viel zu wenig. Die Beauty-Farm samt Fitnessraum befindet sich auf Deck 13 im Bug des Schiffes. Auf den Außendecks wurde grundsätzlich auf einen Echtholzboden (wie beispielsweise auf der QM2 oder QE2) verzichtet. Der verwendete Kunststoffboden ist allerdings mit schwarzen Linien so bestrichen, dass man zumindest den Eindruck eines edleren Bodenbelages bekommen soll. Insgesamt ist der Außenbereich des Decks 13 mit den Pools viel zu klein. Während der Reise war grundsätzlich jeder freie Platz mit Sonnenliegen zugestellt (die übrigens immer fast alle besetzt waren oder mit diversen Kleidungsstücken reserviert wurden). Zum gemütlichen Schlendern auf diesem Deck gab es daher kaum eine Möglichkeit. Man drängelte sich tagsüber von einer Seite auf die Andere. Besser man mied dieses Deck während der Seetage komplett. Anders sah es auf dem Promenadendeck 7 aus. Auch während der Reise waren die Außenbereiche dieses Decks fast immer menschenleer. Sonnenliegen oder andere Sitzmöglichkeiten waren hier unverständlicherweise nicht zu finden. Während der Reise viel dann aber auf, das aufgrund der Bauweise des Schiffes mit dem schmalen Mittelbereich bei jedem Regen das gesamte Deck unter Wasser stand. Selbst die über der Promenade hängenden Rettungsboote bieten keinen Schutz vor Regen, Wind und Wetter. Die Wasserabläufe waren nicht vorhanden oder funktionierten nicht richtig. Leider ist das Promenadendeck der Musica dadurch nicht wie auf anderen Schiffen nutzbar. Die Grandlobby mit dem großen Wasserfall wirkt ebenfalls klein. Die Treppenaufgänge dort sind sehr schmal geraten.
Neue Erkenntnisse während unserer Reise:
Nachdem wir anfangs noch vom großzügig bemessenen Platz auf dem Schiff begeistert waren, trübte sich diese Freude dann zunehmend. Tatsächlich waren beispielsweise die „Blue Velvet Bar“ oder die „Tucano Lounge“ während der Öffnungszeiten grundsätzlich überfüllt. Von angenehmer Atmosphäre fehlte dort einfach jeder Spur. Überhaupt hatte man abends auf dem Schiff relativ wenig Möglichkeiten, irgendwo gemütlich einen Espresso (natürlich entgeltlich für 1,10EUR) oder einen Cocktail (ab 6,40EUR) zu trinken. Angesichts der doch recht hohen Preise an den Bars hielt sich unser Bedauern dann aber doch in Grenzen. Während an allen Seetagen das Sonnendeck grundsätzlich restlos überfüllt war, konnte man tagsüber in der Q32-Disko ungestört und gemütlich zu einem Buch greifen und den fantastischen Rundumblick genießen. Überhaupt stellte sich die Disko tagsüber als der ruhigste und angenehmste Bereich des Schiffes heraus, um jenseits der Massen und der Wellness-Bereiche zu entspannen und einen schönen Ausblick zu genießen. Bei der Zusammensetzung der Passagiere kann man ungefähr von 80% deutschen Gästen sprechen. Davon waren mindestens zwei Drittel Senioren. Kinder fanden wir trotz warnender Ankündigungen und der kinderfreundlichen Preispolitik von MSC nur wenige an Bord. Umso unverständlicher war es, dass grundsätzlich alle Durchsagen an Bord von italienischem Personal mit schwer verständlichem Deutsch getätigt wurden. Zu keiner Zeit stellte sich eine deutsche Reiseleitung persönlich vor oder meldete sich in anderer Weise zu Wort.
Organisation der Ausflüge:
Insgesamt war die Organisation tatsächlich, wie bereits angedeutet, mager. Ausklammern aus der Bewertung möchte ich die kostenpflichtigen Ausflüge in den Häfen, an denen wir uns nicht beteiligten. Vor Einschiffung konnten im Tourmagazin alle kostenpflichtigen Ausflüge nachgeschlagen und beim Check-in auch gebucht werden. Jeweils bis einen Morgen vor dem jeweiligen Ausflug war eine Buchung auch an Bord möglich. Die Preise bewegten sich zw. 30 – 90 EUR, für längere Ausflüge z.T. mit Verpflegung. Für unser erstes Ziel, Barcelona, wurde ein Shuttle-Bus Service angeboten. Für „nur“ 6,00 EUR pro Person sollte es ins Stadtzentrum und auch wieder zurück zum Schiff gehen. Die Fahrt dauerte dann aber keine 5 Minuten und endete unweit des Hafenbereiches, jedoch nicht im Stadtzentrum. In Casablanca war der Weg vom Liegeplatz des Schiffes bis in die Stadt dann bereits länger. Hier fehlte dann aber eine Hol- und Bringservice. Noch schlimmer war es in Arrecife. Der Weg in die Hauptstadt war gefühlte 3 Kilometer lang durch zum Teil schlecht befestigtes Gelände und über Landstraßen ohne Fußwege. Insbesondere für die älteren Gäste aber auch für Familien war das nicht unerheblich. In Teneriffa stand ein kostenfreier Shuttle-Bus zur Verfügung, auch wenn der Weg vom Schiff in die Stadt relativ kurz war. Auch auf Madeira war der Weg zur Stadt überschaubar. Malaga jedoch setzte allem dann noch mal die Krone auf. Die Musica parkte extrem weit außerhalb und der Weg zog sich ewig lang im Zick-Zack-Kurs durch den Hafen bis in die Stadt. Schätzungsweise 4 Kilometer, Organisation Fehlanzeige. Auch die zum Teil an der Rezeption angebotenen Stadtpläne waren eher lieblos, schon zu oft kopiert und nicht immer gut zu lesen. Eigene Vorbereitung auf die besuchten Städte ist hier jedem dringend zu empfehlen. Zu den angelaufenen Zielen waren einen Tag vor Ankunft „Port Information“ Faltblätter erhältlich. Die dort angebotenen Informationen waren zum Teil aber schon etwas betagt. Beispielsweise war von Währungen die Rede, die es seit Euro Einführung 2002 nicht mehr gibt. Wann wurde die Musica gleich noch mal gebaut? Unverständlich! Auch die Rechtschreibung und Grammatik in diesen Faltblättern war mangelhaft. Offensichtlich glückte auch die zeitliche Planung der Landausflüge nur bedingt. Die Busse kamen teilweise erst 5 Minuten vor der eigentlichen Abfahrt des Schiffes wieder an.
Unterhaltung an Bord:
Das Unterhaltungsprogramm war äußerst ernüchternd. Wir besuchten eine Abendvorstellung im Teatro La Scala, um uns ein Bild des dort dargebotenen Programms zu machen. Ich muss sagen, wir waren weniger gerührt als geschüttelt. Nach einigen billigen Zaubertricks und anderen etwas besser anzusehenden Tanzeinlagen waren gerade 45 Minuten vergangen, als die Moderatorin wieder an das Mikro trat. Jetzt, dachten wir, geht es also richtig los mit der angekündigten „Großen Zaubershow“. Nun, falsch gedacht. Das war’s. Aus, Ende, Werbung! Außer einem womöglich vergnüglichem Bingo-Spiel für die ältere Generation an Bord, oder einem eher peinlichen Tanzkurs mit dem Animationsteam gab es nur noch einen Hauch von Nichts.
Verpflegung oder Anekdoten aus dem Restaurant:
Direkt am ersten Tag in Genua hatte das Restaurant „Gli Archi“ auf Deck 13 geöffnet. Dort gab es während der gesamten Reise das Frühstücks- und Mittagsbuffet sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Wahlweise konnte man aber auch zu allen Hauptmahlzeiten in den beiden Restaurants „L’Oleandro“ und „Le Maxime“ zu jeweils unterschiedlichen Öffnungszeiten und abends in zwei Sitzungen speisen. Im ersten Augenschein glaubt man eine üppige Auswahl an Speisen zu erkennen. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass es sich eher um lieblos präsentierte 0815-Buffets handelt. Man beachte, dass dem Schiff 4 Sterne plus vergeben wurden. In dem völlig überfüllten SB-Restaurant auf Deck 13 ist das Finden einen Sitzplatzes ebenso Glückssache wie das Aufspüren eines schmackhaften Essens. Zum Salat gibt es ganze 2 Dressings die einem bereits am zweiten Tag nicht mehr schmecken. Auch das Fleisch ist meistens völlig trocken und zäh, fast immer aber geschmacklos. Ähnlich sieht’s bei Gemüse aus. Am ersten Abend nahmen wir in der zweiten Sitzung des Restaurants Le Maxim teil. Schließlich kann man dem Glauben verfallen, nach dem miesen Buffet vom Mittag wenigstens im Restaurant qualitativ hochwertig zu speisen. Nun, wir sollten auch hier leider wieder enttäuscht werden. Zunächst einmal sind die Passagiere abends auf zwei Restaurants in zwei Etagen verteilt, die wiederum in jeweils zwei Sitzungen aufgeteilt sind. Die Tische stehen in beiden Restaurants viel zu eng beieinander und die Beleuchtung war meistens zu hell. Immerhin, während der ersten 3 Tage hat jemand auch den Schalter zum Lichtdimmen gefunden. Aus der Karte gab es bis zu 5 wählbare Gänge, aus denen man sich ein Menü zusammenstellen konnte. Zum Teil dauerte es sehr lange, bis nach einem Gang der Nächste serviert wurde. Auch das Abräumen funktionierte nur stockend. Unser Kellner hat kein einziges mal selbständig erkannt, dass das Wasserglas bereits 20 Minuten leer ist. Nach Aufforderung funktionierte der „Service“ dann aber meistens. Gleich am ersten Abend wurde uns sowohl der falsche Wein als auch ein falsches Hauptgericht serviert. Beim Essen selbst wird den Gästen viel Freiraum und Eigeninitiative beim Würzen der Gerichte überlassen. Salz- und Pfefferstreuer waren im Dauereinsatz. Die Pfeffermühlen sind an Bord offensichtlich streng limitiert. Wir tauschten unsere permanent mit den drei Nachbartischen. Die Qualität überzeugte uns keineswegs, neben dem eher neutralen Geschmack war auch die Präsentation des Essens eher lieblos. An einem Abend hatten wir das Hauptgericht mit Folienkartoffel geordert. Erste Überraschung dann auf dem Teller. Die Kartoffeln wichen in deren Größe von Teller zu Teller zwischen mini bis extrem groß ab. Eine Soße zur Kartoffel fand sich nicht auf dem Teller. Ich erlaubte mir, nach Sour Cream oder etwas ähnlichem zu Fragen. Daraufhin kam ein anderer Kellner, der die scheinbar einzige Sour Cream im ganzen Restaurant dabei hatte, an unseren Tisch. Dem entsprechend bekam ich auch nur einen Hauch davon auf meine Kartoffel. Daraufhin bat ich um einen kleinen „Nachschlag“ und bekam einen weiteren Tropfen hinzu. Alles in allem reichte das dann für einen Löffel dieser Folienkartoffel, den Rest musste ich liegen lassen. Ähnlich bei dem Pfeffersteak am übernächsten Abend. Das was da serviert wurde, war eher ein schlechter Witz als ein saftiges Pfeffersteak. Auch hier musste man die Soße nachbestellen. Wem die angebotenen Speisen im Menü überhaupt nicht zusagten, der konnte auch aus täglich verfügbarer Pasta und Steak vom Grill mit Pommes und Tagesgemüse wählen. Für das Steak entschied ich mich zweimal und bekam tatsächlich ein lieblos hingelegtes Rindersteak nur mit Pommes serviert. Das Gemüse war offensichtlich auf dem Weg über Bord gegangen. Bis uns auffiel, dass man das in der Karte eindeutig genannte Tagesgemüse bei den Gerichten nicht nur bei uns einsparte, sondern bei allen Gästen die es bestellten. Auch hier musste nachbestellt werden. Das Steak selbst schmeckte eher wie ein altes Stück Wildleder. Der Service im Restaurant war deswegen insgesamt ein ziemliches Ärgernis und ist durch nichts zu entschuldigen. Bei der dort gebotenen Qualität sind mir die 4 Sterne plus mehr als rätselhaft. Auch das Personal muss ich eher kritisch bewerten. In einem guten Restaurant oder auf einem guten Schiff sollte jeder Kellner, auch wenn es stressig zugeht, wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit für seine Gäste mitbringen. Zumindest in unserem Bereich hatten das die Mitarbeiter aber nicht. Zu den Getränken sei angemerkt, dass beim Frühstück Kaffee, Tee und heiße Schokolade sowie Säfte und Wasser inklusive waren. Mittags wurden die Saftmaschinen einfach abgeschaltet, sodass nur Kaffee und Leitungswasser kostenfrei angeboten wurden. Abends gab es dann nur noch Leistungswasser frei und den Rest entgeltlich. Die Säfte, die es an den Automaten gab, kann ich gar nicht näher beschreiben. Ich kann nur sagen, dass ich nie zuvor derart schlecht schmeckende Konzentratsäfte getrunken habe. Das war abscheulich. Wer hier freiwillig verzichtet hat und stattdessen lieber zum Kaffee übergegangen ist, der wird auch festgestellt haben, dass die Plörre eher nach altem Malzkaffee als nach Kaffee geschmeckt hat. Die extrem langen Warteschlangen vor den Kaffeeautomaten, die nur vom Personal bedient werden durften, waren das nächste Ärgernis. Selbstverständlich konnte man auch andere Softdrinks und Kaffee gegen Entgelt bestellen. Ein Preis von 2,50 EUR für 0,3l Cola ist aber doch sehr übertrieben und nicht familienfreundlich. Auch das wässrig schmeckende kleine Softeis für 2,50EUR auf dem Sonnendeck war eine Frechheit. Wichtig ist an der Stelle der Hinweis, dass das Abendessen ausschließlich in den beiden Restaurants auf Deck 5 und Deck 6 eingenommen werden kann. Es gibt kein Abendbuffet, wie es auf anderen Schiffen zum Teil der Fall ist. Entgeltliche Alternativen sind eine Pizzeria (10,00 EUR pro Pizza), Restaurant auf Deck 13 mit 18,00 EUR-Menü pro Person zzgl. Getränke oder die Sushi-Bar auf Deck 7.
Zusätzliches:
Auf dem Schiff wird keine Gelegenheit ausgelassen, ungeniert Fotos zu schießen, die dann kostenpflichtig in der Galerie angeboten werden. Besonders dreist geschah das am ersten Galaabend im Restaurant, als der Fotograf ohne vorheriges Fragen einfach frech drauflos knipste. Erst jeden einzeln, dann alle zusammen und weil es so schön war noch mal zusammen. Und man wird es kaum glauben, an den darauf folgenden zwei Galaabenden kam er immer und immer wieder. Außerdem machte es an diversen Häfen beim Verlassen des Schiffes und beim der Captainsgala Klick. Nichts gegen Erinnerungsfotos an passender Stelle, aber das war übertrieben, aufdringlich und völlig unpassend.
Der Kabinenservice hingegen funktionierte mit wenigen Ausnahmen sehr gut. Auch das Kabinenpersonal wurde von Tag zu Tag zuvorkommender. Das im Prospekt beschriebene Eis, war zwar generell nicht automatisch im Eisbehälter, nach einer Bestellung kam es dann aber recht flott. Wer genau liest, wird entdecken, dass ein kontinentales Frühstück kostenfrei auf die Kabine serviert wird. Dazu muss nur eine entsprechend ausgefüllte Karte am Vorabend an der Kabinentür hängen. Das gelieferte Frühstück unterscheidet sich aber in der Qualität nicht von dem am Buffet oder im Restaurant servierten Essen.
Fazit:
Auch bei einem vergleichsweise günstigen Reisepreis kann man bei vier Sternen plus und auf einem neuen Schiff etwas Besseres erwarten. Auch die Menschenmengen in den restlos überfüllten öffentlichen Bereichen sind nicht jedermanns Sache, da das Schiff insgesamt für die maximale Anzahl an Reisenden einfach zu klein bemessen wurde. Nach unserem Gefühl sind die Preise an Bord für zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise Getränke oder Wellness zu hoch und keineswegs familienfreundlich. Die Route war abwechslungsreich. Insbesondere Barcelona, Teneriffa und Madeira sind unbedingt einen Besuch wert. Letztere, als die Insel des ewigen Frühlings bekannt, bot uns von einem hochgelegenen Punkt aus eine fantastische Aussicht auf den Hafen. Eine erneute Reise mit (der) MSC (Musica) kommt für uns aber wegen der genannten kritischen Punkte nicht mehr in Frage. Wer seine Erwartungen bezogen auf den Service und die Verpflegung an Bord weit herunterschraubt und 11 Tage gut damit leben kann, kommt sicher auf seine Kosten.
Schiffsbegegnungen auf unserer Reise:
- am Vortag der Abreise in Genua lag die „Voyager of the Seas“ im Hafen. - am 13.11.2006 war die „Voyager of the Seas“ bereits wieder abgefahren. Neben der MSC Musica lag jetzt die „Costa Classica“ - bei Ausfahrt aus dem Hafen von Genua wartete die „MSC Sinfonia“ - im Hafen von Barcelona am 14.11.2006 lag dort bereits die „Voyager of the Seas“ und die „Costa Concordia“ - von Barcelona begleitete uns die „Voyager of the Seas“ bis zur Straße von Gibraltar, zeitweise in nur sehr geringer Entfernung - in Teneriffa lag die Deutschland direkt vor uns - in Funchal legten wir zeitgleich mit der „Thomson Destiny“, der „Aida Blu“ und der „Aida Vita“ an - bei Ankunft in Genua legten wir direkt neben der MSC-Armonia anFazit:Fazit:
Beim Trinkgeld werden täglich automatisch 6,00EUR pro Person auf das jeweilige Kabinenkonto gebucht.
An der Rezeption kann man diese Buchungen aber jederzeit auch rückwirkend stoppen. Wir haben uns für das Stoppen entschieden, weil wir ursprünglich unser Trinkgeld den jeweiligen Kabinenstewards und Kellnern persönlich geben wollten. Zumindest bei Letzteren kam es dann aber nicht dazu.
die Schilderungen Paddels kann ich sehr gut nachvollziehen und größtenteils bestätigen - nur den Service haben wir ganz anders, nämlich absolut perfekt erlebt, sowohl für die Kabine als auch für den Speisesaal (L´Oleandro).
*** Splendour of the Seas (2001) *** Olympia Voyager (2002) *** Golden Princess (2003) *** Costa Classica (2004) *** Costa Fortuna (2006) *** MSC Musica (2006) *** Millennium (2007) *** Legend of the Seas (2008) *** Marco Polo ... and coming soon: Summit
Originally posted by HeinBloed: ... Lt. Douglas Ward sind es nur 4* ...
Hallo Hein,
hast Du schon den 2007er Berlitz? In meinem 2006er heißt es nämlich noch: NYR. Kannst Du vielleicht mal einstellen, wieviele Punkte D.Ward für welche Teilbereiche vergeben hat?
*** Splendour of the Seas (2001) *** Olympia Voyager (2002) *** Golden Princess (2003) *** Costa Classica (2004) *** Costa Fortuna (2006) *** MSC Musica (2006) *** Millennium (2007) *** Legend of the Seas (2008) *** Marco Polo ... and coming soon: Summit
Originally posted by Garfield: [QUOTE]Originally posted by HeinBloed: .... Kannst Du vielleicht mal einstellen, wieviele Punkte D.Ward für welche Teilbereiche vergeben hat?Viele Grüße!Stefan
@Stefan
Für die MSC Musica steht im Berlitz 2007:
Ship 412 P. von 500 Accomodation 156 von 200 Food 236 von 400 Service 298 von 298 Entertainment 56 von 100 Cruise 286 von 400
Gesamt **** (1.444 von 2000 Points)
Wenn ich richtig gezählt habe, ist das Rang 80 bei den Large Resort Ships - nach Concordia, Magica und Fortuna und vo LIrica, Opera, Sinfonia und Armonia