der erste von vier Teilen des englischsprachigen Reiseberichte über meine Kreuzfahrt auf der "Regatta" der neuen US-Reederei Oceania Cruises vergangenen September ist nun online:
habe mir mit großem Interesse die Bilder angeschaut und muss sagen: da erstarrt man ja vor Ehrfurcht. Obwohl es eher das ist was ich suche, glaube ich nicht, dass ich mich da mit einem 10 jährigen Kind hintrauen kann.
lg christian
Posts: 19 | Location: Austria | Registered: December 28, 2003
Oceania ist nichts für Kinder - so sollte man zumindest glauben. Es gibt keine Einrichtungen für sie, keine Betreuer - nichts.
Dennoch: Als ich an Bord war, zählte ein älteres amerikanisches Ehepaar mit seiner vielleicht zehnjährigen Enkeltochter zu den Gästen. Ich habe mich mehrfach mit ihnen unterhalten und sie waren begeistert, wie rührend man sich um die kleine kümmerte. Überall war sie willkommen und war überall umsorgt. Man erlaubte ihr sogar, vormittags in der Martini Lounge Klavier zu üben. Bald hatte sie mehr Zuhörer als der Pianist am Abend.
Natürlich klappt so etwas nicht mit jedem Kind - etwas aufgeweckt und nicht zwangsläufig auf gleichaltrige Spielgefährten angewiesen sollte es schon sein. Dennoch: Daß keine spezielle Kinderbetreuung angeboten wird heißt nicht zwangsläufig, daß Oceania nichts für Kinder ist.
Und laß' Dich von der Atmosphäre nicht täuschen: Obwohl alles beinahe majestätisch aussieht, geht es bei Oceania lockerer zu als auf den meisten "mass market lines".
ich würde mir weniger Sorgen machen um meinen Sohn, als um die anderen Gäste. So wie das aussieht, etwa die Martini Bar oder die Grand Bar, habe ich das Gefühl, dass hier nur geflüstert wird.
lg christian
Posts: 19 | Location: Austria | Registered: December 28, 2003
es ist ein sehr ruhiges Schiff, das stimmt schon. Allerdings kann es in der Horizons Lounge (wird spät abends als eine Art Disco genutzt) auch sehr ausgelassen zugehen.
das Schiff gefällt mir von den Bildern und den Beschreibungen sehr gut. Ein wenig zu bedenken gibt mir allerdings die Tatsache , die hier im Forum auch schon beschrieben wurde, dass es von Uniglobe keine Sicherungsscheine gibt.
ich habe das auch erst vor kurzem erfahren, ich selbst hatte mit Uniglobe nichts zu tun.
Möglicherweise lohnt es sich, dort z.B. mal die Verbraucherzentrale einzuschalten, ob so ein verhalten rechtens ist.
Ich sehe nämlich auch keinen Unterschied zwischen Oceania und den vielen anderen US-Reedereien, die in Deutschland vertreten werden.
Allerdings spricht die "Travel Guard"-Geschichte im Nachhinein deutlich dafür, daß es Oceania finanziell gut geht. Die Reederei erfüllt auch die Richtlinien der Federal Maritime Commission und hat - für den Fall der Fälle - Geld in einem entsprechenden Fond hinterlegt. Dies gilt allerdings vorerst nur für die "Regatta", da die "Insignia" bislang keine Kreuzfahrten von den USA aus anbietet.
sowohl Dein Bericht als auch die "Regatta" selbst sind sehr beeindruckend. Allerdings habe ich zwei Fragen: 1. Wie sind die See-Eigenschaften des Schiffs? 2. Wo kann man in Deutschland eine Oceania-kreuzfahrt buchen?
*** Splendour of the Seas (2001) *** Olympia Voyager (2002) *** Golden Princess (2003) *** Costa Classica (2004) *** Costa Fortuna (2006) *** MSC Musica (2006) *** Millennium (2007) *** Legend of the Seas (2008) *** Marco Polo ... and coming soon: Summit
wir hatten nur an einem Tag deutlichen Seegang (Wind 6-7). Das Schiff stampft häufig leicht, rollt aber nahezu gar nicht. Ein leichtes Rollen wäre mir persönlich - wenn schon - lieber gewesen, aber als wirklich störend empfand ich die Bewegung nicht. Ich werde allerdings auch nur unter extremen Bedingungen seekrank.
Buchen kann man Oceania über den Generalagenten oder ein gutes Reisebüro. Allerdings gibt die GSA keine Sicherungsscheine aus. Das genannte Argument, man vermittle lediglich Reisen nach US-Reiserecht, klingt in meinen Augen nicht einleuchtend.
Insofern kann man genausogut in den USA buchen, falls dort die Preise besser sein sollten.