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Experienced Cruiser
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Hallo,

ich bin der Meinung das man das Ganze nicht so verallgemeinern kann mit 'Nie wieder MSC'. Das die Tour mit der 'Opera' in die Hose ging kann man die restlichen Schiffe samt des Unternehmens nicht verteufeln. Wir sind zwar nur einmal mit MSC gefahren und waren restlos zufrieden und in 6 Tagen geht auf die Sinfonia und wir sind bis jetzt freudig gespannt was uns da erwartet. Über den Bericht hier habe ich natürlich etwas geschluckt zumal wir letztes Jahr auf einem deutschsprachigen Schiff auch bös enttäuscht waren.
Ich kann mir nicht vorstellen das alle Crews so sind, dann könnte MSC ihren Kreuzfahrtbereich einpacken. Italiener sehen nun mal halt vieles etwas anders und lockerer als wir hier, und mit der Einstellung werde ich auch aufs Schiff gehen.


Gruß,
Holger
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MSC Rhapsody, Sept. 2005
MV Arielle, Sept. 2006
MSC Sinfonia, Mai 2007
MSC Opera, Sept.2007
 
Posts: 103 | Location: Nackenheim | Registered: May 22, 2006Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
Picture of Bine
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Ich kann Uwe in vielen Punkten nur zustimmen. Damen an der Rezeption: Sowas von unfreundlich hab ich noch nie erlebt. Dito beim Zahlmeister. Kabinensteward war sehr freundlich unser Tischkellner bei der festen Sitzung abends auch. Vorgestellt namentlich (so wie man das von anderen Schiffen kennt) hat sich keiner.

Essen beim Buffet: Wenn beim Mittags- oder Abendbuffet die Reihen durch Leere glänzen oder die Speisen wie in einem einfachen 3-Sterne-Hotel auf Mallorca sind, dann hat das für mich nichts mit Kreuzfahrt zu tun. Ich kenn das ganz anders. Beispiel: Bei MSC gab es mittags am Salatbuffet folgende Auswahl: Grüner Salat, unreife Tomatenviertel, Gurken, Maiskörner, Rote Bohnen und Rotkohl. Dazu noch 4 Salate wie Nudelsalat, Tintenfischsalat etc. Da ist unser Salatbuffet in unserer Werkskantine vielseitiger. Von anderen Kreuzfahrt-Gesellschaften ganz zu schweigen. Es gab dann noch 2 Sorten Fleisch, 1 Sorte Pasta, 1 x Fisch und Gemüse. Was ist denn das für eine Auswahl?? Außerdem durfte man sich selten selber was nehmen, sondern bekam es immer vom Koch auf den Teller, was bei uns den Eindruck hinterließ, daß MSC Angst hatte, man könnte zuviel essen. Edle Speise am Buffet wie Krabben, gebeizter Lachs, Filet etc. Fehlanzeige. Beim Frühstücksbuffet das gleiche Bild: 2 Sorten Wurst, 3 Sorten Käse, jeden Morgen gleich. Sniff
Es gab Gäste, die sagten: Man wird doch satt. Confused Ja klar, nur satt werde ich auch, wenn ich in der Bahnhofsmission essen gehe. Dagegen ist das Buffet auf der Color Fantasy (und dies ist "nur" eine Kreuzfahrtfähre) Luxus-Edition.

Zum Thema unverschämtes Personal: Als wir vom Königsberg-Ausflug um 23.00 Uhr ins Restaurant kamen, waren die Kellner natürlich genervt. Einer der italienisch-sprachigen sagte zu einem Kollegen auf italienisch O-Ton: "Hau den Deutschen mal ordentlich Kartoffeln drauf, das fressen die gern". Äußerst dumm, daß an unserem Tisch die deutsche Dame perfekt italienisch sprach/verstand. Eek

Zu Königsberg gibt es zu den Ausführungen von Uwe nix mehr hinzuzufügen. Wieso schreibt MSC nicht, das 1. getendert werden muß (und zwar eine halbe Stunde),und daß 2. nicht in Königsberg an Land gegangen wird, sondern im 60 km entfernten Pillau (Baltisk). NoNo

Wir hatten schon die erste Tour von Kiel nach Bornholm gebucht. Mußten dann nach 2 Tagen umziehen, weil es MSC weder im Vorfeld noch an Bord fertig gebracht hat, uns 5 Tage in der gleichen Kabine zu lassen, obwohl das Schiff bei weitem nicht ausgebucht war.

Obwohl wir 2 x (1. & 2 Tour)den Zettel ausgefüllt hatten, daß wir lieber Trinkgeld persönlich geben, wurde es natürlich (muß man bei der Chaos-Organisation schon sagen) trotzdem mit auf die Rechnung gesetzt.

Bei der Einschiffung am 30.04. soll es so lange gedauert haben, weil angeblich jemand von MSC in den Baumarkt mußte ein Verlängerungskabel zu kaufen, welches nicht vorhanden war.

Auf Bornholm hat keiner auf die kostenlose Shuttle-Busse am Hafen aufmerksam gemacht.

Mal abgesehen von den ganzen MSC-Schwachstellen, habe ich in den letzten Jahren verstärkt den Eindruck auf diversen Schiffen gehabt, daß einiges schlechter geworden ist: Service, Qualität der Speisen, Menge an Personal, etc. Ob das am Kostendruck liegt? Ist Euch das auch schon aufgefallen? WEnn ich an unsere 1. Cruise 1998 (mit Carnival) denke, da gibt es doch mittlerweile vieles, was weggefallen ist (vom kostenlosen Schiffsphoto über Häppchen beim Captains Empfang, kostenlose Drinks im Casino etc.)


Gruß Bine
________________________
Inspiration 1998/Sun Vista 1999/Superstar Leo (Norwegian Spirit) 2000/Norwegian Wind 2001/European Vision (MSC Armonia) 2002/AIDA Cara 2003/AIDA Blu 2004 (2mal)/Voyager o.t. Seas 2005/Color Fantasy 2005/Norwegian Jewel 2006/Vision of the Seas 2006/MSC Opera 2007
 
Posts: 332 | Location: Duisburg/Europe's largest inland harbour/Germany | Registered: March 31, 2004Edit or Delete MessageReport This Post
Cruiser
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Hallo an alle und danke an Msc für die Schnupperfahrt, damit fällt uns die Entscheidung für die Auswahl zukünftiger Reisen leichter. Was uns bei dieser Kurzfahrt(1.Tour) geboten wurde, passt wohl eher unter die Rubrik nie wieder Kreuzfahrt. Wir haben schon 15-16 Kreuzfahrten genießen dürfen, sicher gab es überall mal besonders positive sowie auch negative Eindrücke, aber hier war so vieles im argen. Ich kann mich Bine und all den anderen nur anschließen, selbst wenn das Niveau im Allgemeinem auch leicht nach unten tendiert, die Fahrt hatte nichts mit Kreuzfahrt zu tun.
Allen einen schönen Tag und für die Zukunft eine Reise, die wirklich eine Kreuzfahrt ist.
Gruß Heidi und Dirk
 
Posts: 17 | Location: Stockelsdorf (Germany) | Registered: March 18, 2006Edit or Delete MessageReport This Post
Cruise Guru
Picture of ferrycruiser
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quote:
Außerdem durfte man sich selten selber was nehmen, sondern bekam es immer vom Koch auf den Teller, was bei uns den Eindruck hinterließ, daß MSC Angst hatte, man könnte zuviel essen.


Moin Bine,

ich verfolge diesen threat ebenfalls mit Interesse. Ist schon interessant, dass sich einige Aussagen widersprechen, aber es scheint ja wirklich einiges an Chaos an Bord geherrscht zu haben.

Zu deinem obigen Satz (Zitat): Ich finde es hervorragend, dass am Buffet die Speisen von Personal bedient werden. Das hat nichts mit Geiz zu tun, es soll einfach vermeiden, dass die Gäste die Schalen mit den Speisen nicht durch wildes Zerwühlen (nach dem Motto "das Filet ganz unten gefällt mir am besten und unten im Pudding findet sich bestimmt noch eine Erdbeere") unansehnlich machen. Meine Hochachtung für diesen Personalaufwand am Buffet.

Ahoi,


Marc



 
Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
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Dass mit dem "Zuteilen" am Buffet wird bei Celebrity auch so gehandhabt, was ich persönlich genauso empfunden habe wie Marc: Qualitätssicherung :-)

Gruß,

Dennis.
 
Posts: 344 | Location: Bad Iburg | Registered: November 17, 2005Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
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quote:
WEnn ich an unsere 1. Cruise 1998 (mit Carnival) denke, da gibt es doch mittlerweile vieles, was weggefallen ist (vom kostenlosen Schiffsphoto über Häppchen beim Captains Empfang, kostenlose Drinks im Casino etc.)

Hallo Bine, was hast Du damals bezahlt und was zahlst du heute ??
Ich finde alle Kritik ok, aber was mich immer wieder stört ist die Kritik am Essen.
Aus gastronomischer Sicht gesehen, möchte ich immer wieder sagen, ich kann kein 4***Sterne Essen erwarten, wenn ich keine 4 *** Sterne Preise bezahle. Wenn ich den Luxus von Filet, Hummer und Krabben haben will, muß ich eine Luxuskreuzfahrt machen und bezahlen. Siehe Auszug aus der Speisenkarte des Restaurants, wo mein Sohn zur Zeit arbeitet: Schottischer Wildlachs 15,00, Wiener Schnitzel 18,00 €, Tournedos vom Angus Rind 26,50 €.
Warum soll das Essen wesentlich besser sein als in einem 3 Sterne Hotel in Mallorca, wenn der Preis auf dem Kreuzfahrtschiff eigentlich nicht viel höher ist als dort im Hotel ? Confused
Viele grüße
Christine
 
Posts: 125 | Registered: November 01, 2005Edit or Delete MessageReport This Post
Cruise Commodore
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Hallo allerseits,

ich denke man sollte hier zwischen zwei Dingen unterscheiden:

1.) Einer persönlichen Meinungsäußerung, die natürlich jedem User zusteht, solange sie nicht offensichtlich darauf abzielt, geschäftsschädigend o.ä. zu sein. Und wenn Uwe der Meinung ist "Nie wieder MSC", dann ist das sein gutes Recht und bedarf letztlich keiner Rechtfertigung.

2.) Einer allgemeinen Aufforderung, MSC zu meiden. Eine solche Aussage hätte hier nichts verloren und ginge auch weit über den Rahmen einer persönlichen Meinungsäußerung hinaus. Aber davon kann bei Uwe ja nun wirklich keine Rede sein.

Daraus, daß sich die Berichte der "MSC Opera"-Fahrer z.T. widersprechen, kann jeder ja letztlich seine eigenen Schlüsse ziehen. Es liegt mir aber fern, daher nun einzelne Äußerungen anzuzweifeln, denn gerade beim Thema Essen herrscht ja bekanntlich immer ein deutliches Maß an Subjektivität. Smile


Best regards,

Raoul Fiebig
 
Posts: 8338 | Location: Paderborn, Germany | Registered: June 07, 2002Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
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quote:
Originally posted by ChristineJ.:
quote:
WEnn ich an unsere 1. Cruise 1998 (mit Carnival) denke, da gibt es doch mittlerweile vieles, was weggefallen ist (vom kostenlosen Schiffsphoto über Häppchen beim Captains Empfang, kostenlose Drinks im Casino etc.)

Hallo Bine, was hast Du damals bezahlt und was zahlst du heute ??
Ich finde alle Kritik ok, aber was mich immer wieder stört ist die Kritik am Essen.
Aus gastronomischer Sicht gesehen, möchte ich immer wieder sagen, ich kann kein 4***Sterne Essen erwarten, wenn ich keine 4 *** Sterne Preise bezahle. Wenn ich den Luxus von Filet, Hummer und Krabben haben will, muß ich eine Luxuskreuzfahrt machen und bezahlen. Siehe Auszug aus der Speisenkarte des Restaurants, wo mein Sohn zur Zeit arbeitet: Schottischer Wildlachs 15,00, Wiener Schnitzel 18,00 €, Tournedos vom Angus Rind 26,50 €.
Warum soll das Essen wesentlich besser sein als in einem 3 Sterne Hotel in Mallorca, wenn der Preis auf dem Kreuzfahrtschiff eigentlich nicht viel höher ist als dort im Hotel ? Confused
Viele grüße
Christine


Wir haben 1998 mit Flug, Schiff + 1 Woche All Inclusive in einem 5-Sterne Hotel 2600 DM bezahlt.

Ferner haben wir 2005 für 1 Woche mit der Voyager of the Seas 495 € bezahlt, da gab es jeden Tag Lachs & Krabben und im Bedienrestaurant gab es neben den wechselnden Menüs jeden Tag ein Filet-Steak.

Nur soviel zum Thema!!


Gruß Bine
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Posts: 332 | Location: Duisburg/Europe's largest inland harbour/Germany | Registered: March 31, 2004Edit or Delete MessageReport This Post
Serious Cruiser
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Hallo Forum,

ich möchte an dieser Stelle meinen Kurzbericht veröffentlichen, den ich mit drei weiteren Mitreisenden abgestimmt habe und den wir als - aus unserer Sicht - objektiv bezeichnen möchten.

Komische Oper(a) - ein Ab-reisebericht

Zitat: "Man unterscheidet ernste Oper als musikalische Tragödie (italienisch Opera seria, französisch Grand Opéra) und komische Oper (Opera buffa, Opéra comique)"

Im Nachgang zu unserer Reise mit der MSC Opera fällt mir die Festlegung auf die Art der Oper schwer. Tragisch ist im Ergebnis sicherlich für MSC, dass sie sich mit den zum Zwecke der Werbung angebotenen Schnuppertouren mindestens ein Eigentor geschossen haben, komisch war dann doch die Konsequenz, mit der man versucht hat, den Gästen die Reise zu vermiesen. Aber eine gute Seite hat auch dieses Übel, bleibt es zumindest für lange in Erinnerung und biete viel Gesprächsstoff für langweilige Abende in den trüben Wintermonaten.

Am 02.05.2007 sollte es mit der Bahn nach Kiel gehen. Die Organistaion der Reise war im Vorfeld etwas schwierig. Reiseunterlagen haben wir erst sehr spät erhalten und Informationen zu den möglichen Ausflügen gab es keine. An- und Nachfragen wurden nur schwerfällig und, wie wir nun feststellen mussten, falsch beantwortet. Hierzu jedoch später mehr. Was richtig gut geklappt hat, war die Fahrt mit der Bahn. Wir schmales Geld fuhren wir zu viert von Berlin über Hamburg nach Kiel. Die Bahnfahrt habe ich nicht über MSC gebucht und so auch einen schönen Betrag und evtl. auch Ärger gespart. In Kiel angekommen, traf man am Bahnhof sofort auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MSC. Für 2,50 € pro Gepäckstück konnte man sich das Gepäck vom Bahnhof zum Schiff bringen lassen. Wir hatten zwar nur einen Koffer, wollten aber noch ein wenig durch Kiel laufen und haben uns dann für den Koffertransport entschieden. Am Bahnhof gab es einen kostenlosen Shuttle-Bus, der direkt zum Schiff fuhr. Diesen nutzten wir dann aber nicht, da wir ja noch in die Stadt wollten. Wir machten uns also zu Fuß auf den Weg und genossen Kiel bei schönstem Mützenwetter. Danach Fußmarsch zum Liegeplatz, von dem wir nur Mutmaßungen anstellen konnten, da die Wegbeschreibung der Mitarbeiterin von MSC am Bahnhof schlichtweg falsch war. Von anderen Passagieren habe ich später erfahren, dass sich der Liegeplatz geändert hatte. So standen einige an einem falschen Terminal und waren ein wenig aufgeschmissen und verärgert, da auch hier ein Informationsnotstand herrschte.

Am Terminal angekommen ging es ab in den ersten Stock zur Abfertigung. Man erhielt am Eingang eine Nummer und wurde in den besagten ersten Stock geschickt. Es wurde einem jedoch nicht gesagt, was es mit der Nummer auf sich hat. Wer das Procedere nicht kennt, hat sich artig in die Reihe gestellt und gewartet, dass er abgefertigt wird. Erst später teilte eine Lautsprecherstimme mit, dass man sich erst dann anstellen soll, wenn die Nummer mit der richtigen Farbe aufgerufen wird. Umsonst angestanden. Nun gut, ab auf die Sitzgelegenheiten und zufällig gesehen, dass irgendwo in der Mitte ein Getränkestand mit bunten Säften winkt. Hin zum Stand und einem mürrisch dreinblickenden Crewmitglied freundlich grüßend zwei Plastikbecher mit buntem Wasser abgenommen. Der Saft war echt der Knaller! Wasser mit einem Hauch von Orange und/oder Ananas. Der Becher zu etwas mehr als einen Drittel (evtl. auch etwas weniger als die Hälfte) gefüllt und schmeckte wirklich fast nur nach Wasser. Egal, sitzen und warten. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen und kann nichts zur Tatsächlichen Wartezeit sagen. Die gefühlte Wartezeit war dann angesichts der Tatsache, dass relativ wenigen Leute im Terminal waren, erheblich zu lang (ca. eine Stunde wird es aber ganz gut treffen).

Auf dem Schiff angekommen wurden wir auf Deck 6 empfangen und auf die Kabine begleitet. Unsere erste Innenkabine. Recht klein, aber schmuck und zweckmäßig eingerichtet. Die Nasszelle ansehnlich, aber die Dusche mit Plastikvorhang, der sich erfahrungsgemäß immer prima an den Körper saugt. Dann habe ich den Tresor gesucht und nicht gefunden. Naja, Reichtümer hatte ich ohnehin nicht dabei und so vergaß ich den Tresor schnell wieder. Auf einem kleinen Schreibtisch eine Umfangreiche Informationsbroschüre, die mit vielen Ge- und Verboten gespickt war. Im Prospekt war im Vorfeld von einem Obstkorb zur Begrüßung die Rede, den wir nicht vorfanden. Abends stand der besagte Obstkorb in Form einer Obstschale auf dem Schreibtisch. Zwei angefaulte Birnen und zwei sehr weiche Kiwis. Ich war ja nicht darauf angewiesen, habe aber - nachdem er so edel angepriesen wurde - einen lecker Obstkorb erwartet und keinen Birnen-Kiwi-Friedhof.
Die Minibar war gut bestückt. Preise auf normalem Niveau.

Nach der kurzen Inspektion der Kabine ging es auf einen ersten Rundgang und auf Deck 11 zum angepriesenen Snack. Eigentlich hieß es, dass es Pizza und Weißwein zur Begrüßung geben soll. Dem war nicht so. Im Il Patio, dem offenen Restaurant, gab es Hamburger, Pizza, Pommes und Wasser. Im Buffet-Restaurant (Le Vele) gab es auch eine richtige Mahlzeit. Wir entschieden uns für das Il Patio und ich probierte einen Hamburger mit Pommes. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und ich möchte mich mit meiner Kritik eigentlich lieber zurückhalten, aber der Hamburger war einfach nur schlimm. Ich habe noch nie Sägespäne gegessen, aber ich stelle mir vor, dass sie genau so schmecken wie der Hamburger. Trocken wie ein Stück alter Mohnkuchen. Durchsetzt mit vielen Knochenstücken und erstaunlich fettig. Wie geht das zusammen? Erst triefte das Stück fleisch, dann war es trocken wie die Wüste Gobi. Die Zwiebeln waren nicht sonderlich sorgfältig geschnitten und so musste man sich den Strunk von eingen Abschnitten entfernen. Bei den Tomaten war grundsätzlich der giftige Stengelansatz nicht entfernt. Die Grünteile von Tomaten - und dazu zählt auch der Stengelansatz - enthalten das Alkaloid Solanin. Dieses kann Übelkeit und Kopfschmerzen erzeugen. Deshalb sollten man unbedingt den Stengelansatz vor dem Verzehr wegschneiden. Sollte man das den Köchen und Küchenkräften mal sagen?

Danach war Seenotrettungsübung und das Auslaufen. Alles recht unspektakulär und schnell erledigt. Dann wieder Schiffsinspektion und Kennenlernen. Die Hardware des Schiffes ist in einem sehr guten Zustand. Überall wird geputzt und gewienert. Alles aber immer schön langsam. Minigolfplatz, Tuschtennisplatte, Kicker, Whirlpool, Schwimmbecken, alles da. Eine kleine Überraschung erlebten wir in den Gängen zu den Kabinen. Wir liefen durch den Gang und ich fiel fast auf den Pinsel. Mitten im Gang ein Absatz, eine Erhöhung. Der Teppich so verlegt, dass man die Erhöhung nicht sehen konnte. Kein Warnhinweis, nur der Absatz. Komische Geschichte.

Dem Tagesprogramm war zu entnehmen, dass der Kleidervorschlag leger lautete. Wir kleideten uns demnach ein wenig leger und machten uns bald für die erste Sitzung im La Caravella fertig. Kurze Begrüßung, danach zum Tisch und hingesetzt. Unser Kellner war ein nettes und lustiges Kerlchen. Ein echtes Highlight auf der Fahrt. Was man vom Essen leider nicht sagen konnte. Gemüse grundsätzlich eher verkocht, Nudeln manchmal so weich, dass man sie hätte lutschen können und der Käse zum Abschluss eine Beleidigung für jeden Gaumen. Teilweise schmeckte der käse nach NICHTS. Die Kräcker aus der Plastiktüte und zwei Weintrauben, das wars dann. Nachtische schmeckten teilweise nach Wasser, was an der Lagerung und einem eventuell nicht sorgfältigen Auftauen herrühren kann. Ich habe noch auf keinem Schiff so schlecht gegessen. Schade!
Am folgenden Abend war der Kleidervorschlag wieder leger. Am dritten Abend dann "informell". Die Auskunft von MSC, dass es mindestens zwei Gala-Abende geben würde, war wie so viele Informationen einfach nur falsch. Den dunklen Anzug habe ich also völlig umsonst mitgeschleppt.

Dann ging es ab in das Theater. Schönes Theater mit ausreichend Sitzplätzen. Wie schon beim Essen gab es auch hier zwei Sitzungen und man musste sich keinen Platz erkämpfen. Die Show war nicht schlecht, aber umgehauen hat sie mich nicht. Eine Gruppe Tänzerinnen und Tänzer, ein Gesangsduo, Artistik und ein Zauberer, der einen Trick aufgeführt hatte, der bei dem Publikum nicht sonderlich gut angekommen war. Das vielgepriesen internationale Niveau, von dem man in einschlägigen Foren lesen konnte, suche ich noch heute ein wenig. Auch die zweite Show, die wir uns angesehen haben, war nicht viel besser. Einziger Unterschied war, dass die Helfer des Zauberers den Trick völlig versaut hatten und man die Technik durchschauen konnte.

Ab ins Bett und Matratzenhorchdienst. Ende Tag eins...

Am nächsten Tag sollten wir um 13:00 Uhr in Kaliningrad ankommen. Die Ausflüge musste man am ersten Tag bis 17:00 Uhr gebucht haben. In der Infozeitung des Vortages stand, dass man gesondert mitgeteilt bekommt, wie der Ablauf der Ausflüge aussehen wird. Dem war nicht so. Wir wussten nur, dass wir in einer Lounge die Reisepässe abholen und in diesem Zusammenhang einem Tenderboot zugewiesen werden sollten. Das Schiff musste vor Kaliningrad auf Reede und es sollte getendert werden. Das Chaos nahm seinen Lauf. Erst standen wir, nachdem das Schiff verspätet in Kaliningrad ankahm, ewig bei der Passausgabe an, um dann zu erfahren, dass wir uns nun noch für die Ausgabe der Tickets für die Tenderboote anstellen mussten. Das dauerte ebenfalls ewig. Die Nachfrage, wann man denn in etwa mit seinem Tenderboot rechnen konnte, wollte und/oder konnte niemand beantworten. Mann sollte sich im Bereich der Lounge aufhalten, es würde die Nummer des Tenderbootes aufgerufen. Eine nochmalige Nachfrage und der Hinweis, dass man die Wartezeit gerne anders nutzen möchte, wurden mit Schulterzucken quittiert. Man war gefesselt und wartete, wartete, wartete und wartete. Nachdem nach geraumer Zeit erst das Tenderboot Nummer 4 aufgerufen wurde, trat ich meinen ersten Gang zur Rezeption und zum Ausflugscounter an. Ich war jedoch nicht der erste Gast dort und man spürte bereits eine erste Welle der Verärgerung. Nach einer Durchsage, dass das erste Tenderboot in 20 Minuten wieder zurück sein wird, was nach ungefähr einer Stunde nach Abfahrt des Bootes war, konnte sich jeder ausrechnen, wann er denn an Land kommen würde. Die Stimmung steigerte sich. Die deutsche Reiseleitung und der Kreuzfahrtdirektor erklärten, dass die Ausflüge nicht storniert werden können, schließlich vermittelt man die Ausflüge nur und führt sie nicht selbst durch. Die Stimmung näherte sich ihrem ersten Höhepunkt. Eine Menschentraube vor der Reiseleitung veranlasste diese zu sagen, dass man nicht zuständig sei, wichtige Dinge zu erledigen hätte und auch nicht mehr mit den Gästen reden möchte. Sprach die Dame (der Kreuzfahrtdirektor war schon weg), drehte sich um und verschwand in einem angrenzenden Büro. Die Menge brodelte. Wir organisierten uns, sammelten Namen, Kabinen- und Telefonnumern und erreichten so zumindest, dass die Ausflüge von den Gästen doch storniert werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt war immerhin schon Tenderboot mit der Nummer 6, 7 und später 8 im Aufruf. Die Gäste mit der Nummer 16 sind dann bestimmt nicht mehr an Land gekommen. Dies hatte zumindest zur Folge, dass genügend leere Busse im Hafen auf Gäste warteten und man sich keine Sorge im einen Platz im Bus machen musste. Wir hatten das Boot Nummer 9 und entschieden uns für den Ausflug, auch wenn wir befürchten mussten, dass wir Kaliningrad nur im Dunkeln sehen würden. Die Überfahrt dauerte mehr als 45 Minuten. Von sechs Tenderbooten waren vier im Einsatz. Nun wurde auch klar, warum das Tendern so lange dauerte. Aber wusste man das nicht schon vorher? Ab in den Bus und warten. Warten? Ja, im Bus waren noch fünf Plätze frei und wir sollten auf das nächste Tenderboot warten. Die Stimmung schlug wieder um und man merkte wohl, dass wir kurz vor einer Meuterei standen, was zur Folge hatte, dass wir dann doch mit fünf leeren Plätzen in Richtung Kaliningrad aufbrachen. Ungefähr eine Stunde Busfahrt mit anschließendem Gehetze durch Kaliningrad, da man ja viel zu spät dran war. Wieder eine Stunde Rückfahrt. Ankunft am Hafen um 21:32. Warten bis 23:00 Uhr bei etwas mehr als 0 Grad. Wie die Pinguine standen wir am Wasser und warteten ein weiteres mal auf die Tenderboote. Das letzte Tenderboot sollte um 22:30 gehen. Wir fuhren, wie bereits geschrieben, gegen 23:00 Uhr. Wieder ca. 45 Minuten Überfahrt. Danach sofort ins Restaurant, der Hunger war mörderisch. Gut, dass sich die Schiffsleitung dafür entscheiden hatte, die Restaurants geöffnet zu halten. Ansonsten hätte es sicher einen Aufstand gegeben.

Ende Tag zwei...

Aufstehen, duschen, ab zum Frühstück. Ach ja, auch so ein Thema. Das Frühstück haben wir im Buffet-Restaurant (Le Vele) eingenommen. Das Restaurant verströmt den Charme einer durchschnittlichen Kantine. Hinter Glas finden sich Pfirsiche aus der Dose, ein wenig Ananas, gebackene Äpfel, ein wenig Wurst, Rührei mit Schinken und jede Menge Crewmitglieder, die in der Hauptsache mit sich selbst und einem grimmigen Gesicht beschäftigt waren. Das Brot war recht gut. Dann gab es noch ein paar süße Teile und Joghurt aus dem Becher. Kornflakes und Co. war in kleinen Packungen erhältlich. Kaffee erhielt man an einem Stand und konnte ihn sich nicht selbst nehmen. Auf Nachfrage gab es manchmal Kakao. Selten gingen die Kellner durch die Reihen und schenkten am Tisch nach. Ich selbst kam nicht in den Genuss und musste mich immer wieder neu anstellen. Gruselfaktor insgesamt = hoch.

Nach dem Frühstück anstehen. Zwischenzeitlich hatten wir erfahren, dass wir wieder in die Lounge sollten, um dort den Ausflugsbussen zugewiesen zu werden. Anstehen, Ticket zeigen und Aufkleber mit der Nummer des Busses auf die Brust. Zack und keine Widerrede! Irgendwann der Aufruf, ab in den Bus und ungefähr 45-60 Minuten Fahrt nach Danzig. Schöne Stadt mit schönem Wetter und leckerem Bier in der Altstadt. Wieder retour und hurtig auf das Schiff, denn zur Mittagszeit war auslaufen angesagt.

Danach eine Kleinigkeit essen und auf das Pooldeck um ein wenig auszuruhen. Es war etwas kühl an Deck und ich bestellte eine heiße Schokolade für meine Frau. Nachdem ich vor dem Servieren die Schokolade bezahlen durfte, wurde mir ca. 20 Minuten später mitgeteilt, dass man keinen Kakao mehr an Bord habe. Erst auf Nachfrage wurde der Beleg dann storniert. Alles sehr merkwürdig.

Am Nachmittag wollten wir dann mal den Kuchen probieren. Wir gingen in die Kantine, sorry - das Buffet-Restaurant - und staunten über drei bis vier Bleche Kuchen mit der gleichen Anzahl an Crewmitgliedern dahinter. Heiße Schokolade gab es auch hier nicht mehr - alles alle. Vor dem Buffet verfolgte ich eine Unterhaltung zwischen der Bedienung hinter der Theke und einem Gast. Die Dame fragte in gutem Englisch nach Kuchen ohne Nüsse, da sie unter einer extremen Nuss-Allergie leidet. Die vier Mitarbeiter hinter der Theke amüsierten sich köstlich und lachten sich krumm. Nuts? What nuts? Coconut? Zeigten auf Kekse mit Kokosnuss und lachten weiter. Ich versuchte zu helfen. Ich fragte die Bedienung ob er keine Nüsse kennt. Er antwortet, dass er nicht wisse, wass Nüsse sind. Ich versuchte mit Händen und Füßen zu erklären, Walnut, Hazelnut, alles ohne Erfolg. Sie lachten sich weiter krumm und ich wurde richtig stinkig. Ich versuchte zu erklären, dass jemand mit Nussallergie durchaus an einem Schock sterben könne, was die Crew mit noch lauterem Gelächter quittierte. Ich war sprachlos. Der Kuchen schmackte wie die Hamburger, was den Schluss nahelegt, dass hier das gleiche Ausgangsmaterial verwendung findet.

Ach ja, die Episode mit Gepetto habe ich vergessen. Der gute Mann heißt sicherlich nicht Gepetto, aber er erinnerte mich optisch an den alten Spielzeugmacher. Dieser besagte Gepetto hatte die Aufgabe, alle Liegen auf dem Pooldeck immer in Reih und Glied zu schieben. Ragte eine Liege zu weit in den markierten Durchgang, seien es auch nur ein paar Zentimeter, so wurde man barsch auf das Vergehen hingewiesen. Reagierte man nicht schnell genug, dann wurde man notfalls mit der Liege unsanft wieder an Position geschoben. Folgte man mit seiner Liege dem Lauf der Sonne, lies man sich unweigerlich auf eine Auseinandersetzung mit Gepetto ein. Den Bereich vor dem Pool musste man frei halten, da dort die Animation Platz brauchte, so sagte zumindest Gepetto, die jedoch nie dort auftauchte. Letztlich hat sich die Menge diesen Raum aber dann doch erobert und Gepetto musste sich hier geschlagen geben. Eine gute Stunde hat er jede Liege aus diesem Bereich entfernt. Bis dann die Leute demonstrativ aus allen Richtungen mit Liegen ankahmen und er aufgeben musste.

Am Abend haben wir dann ein wenig Geld im Casino verbraten. Das Casino war ein kleiner Höhepunkt. Die Leute dort nett und man hatte jede Menge Spaß. Lob!

Rauchen ist auf diesem Schiff übrigens nur an sehr wenigen Orten erlaubt und Nichtraucher haben hier an vielen Ecken ihre Ruhe vor Qualm. Das System habe ich nicht wirklich verstanden, hatte aber kein Problem, da ich auf das Rauchen auch gerne mal verzichten kann und ohnehin keine Schwierigkeiten habe auf Nichtraucher Rücksicht zu nehmen.

Am nächsten Tag landeten wir in Kopenhagen. Nur auf Nachrage konnte man grob erfahren, wie man vom Liegeplatz in die Stadt kommt. Egal, wir haben den Weg gefunden. Ich mag Kopenhagen sehr, bin aber immer wieder erstaunt, wie teuer es dort teilweise ist. Ansonsten ist nicht so viel über diesen Tag zu berichten. Am Abend die schon beschriebene zweite Show, danach in eine Bar und merkwürdig schmeckende Cocktails getrunken. Also mein Mai Tai hatte recht wenig mit dem Ursprungsrezept zu tun. Aber die Kellnerin war nett und das Ambiente auch in Ordnung.

Danach ab auf die Kabine, Koffer packen und schnell ins Bett, da wir bereits um 07:00 Uhr die Kabine verlassen mussten. Ausschiffung ging dann recht zügig, da die meisten Passagiere das Schiff bereits in Kopenhagen verlassen hatten.

Normalerweise bin ich immer ein wenig wehmütig, wenn eine Kreuzfahrt endet und ich das Schiff verlassen muss. In diesem Fall kann ich sagen, dass ich erleichtert war. Wir fuhren mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof und nahmen einen früheren Zug nach Hamburg. Dort schauten wir uns noch ein paar Stunden um , besuchten das Dungeon, sahen dort ähnlich gruselige Gesichter wie auf dem Schiff und fuhren am frühen Nachmittag nach Hause.

Die letzten Töne unserer Opera buffa sind verklungen und der Vorhang schließt sich. Beifall habe ich keinen gehört und wirklich lustig ist was anderes. Manche Sachen muss man kein zweites mal haben. Nuts? What nuts? Coconut?

Noch nie habe ich in so viele unfreundliche Gesichter schauen müssen, selten so inkompetente Antworten erhalten, noch nie dieses Maß an Ignoranz erlebt und mich so veräppelt gefühlt. Ein Höhepunkt ist der Verlust der Fremdsprachenkenntnisse in Problemfällen. Eigentlich sprachen viele Crewmitglieder richtig gut deutsch und/oder englisch. Nur als es schwierig wurde, erlebte man einen wundersamen Verlust jeglicher Fremdsprachenkenntnisse.

Ciao Opera...

Gruß
Hansjürgen
 
Posts: 60 | Registered: October 05, 2005Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
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Hallo Raoul,
Danke für Dein Statement weiter oben. Dem ist nichts hinzuzufügen, finde ich.

Hallo Hansjürgen,
Deine Schilderung erinnert mich lebhaft an unsere Transatlantik-Tour 2005 mit der Armonia. Nur Andreas - Crown Prince ist es zu verdanken, dass ich von meinem damals ausgesprochenen "Nie wieder MSC" Abstand genommen und inzwischen zwei weitere Cruises mit MSC (Rhapsody und Melody) durchgeführt und die nächste (Sinfonia) gebucht habe.

Viele Grüße Tobias Wave
 
Posts: 186 | Registered: October 06, 2005Edit or Delete MessageReport This Post
Experienced Cruiser
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@Hansjürgen: Habe es 100 % genauso empfunden!!!


Gruß Bine
________________________
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quote:
besuchten das Dungeon, sahen dort ähnlich gruselige Gesichter

Lol Big Grin
Christine
 
Posts: 125 | Registered: November 01, 2005Edit or Delete MessageReport This Post
Cruise Guru
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Hallo zusammen,

erst einmal möchte ich allen Reiseteilnehmern gegenüber mein Bedauern äußern, dass diese Kurz- Kreuzfahrten auf meinem persönlichen Lieblingsschiff so dermaßen verkorkst waren Frown.

Wie man eine Kreuzfahrt auf der MSC Opera auch empfinden kann, könnt ihr hier nachlesen. Für die Eiligen empfehle ich, ob der Länge des Berichts, gleich ganz nach unten zum "Fazit" zu scrollen.

Um es nochmal zu betonen, es war nicht meine 1. Kreuzfahrt (auf der man bekanntlich alles etwas verklärter sieht), und nein, ich stehe nicht auf der Gehaltsliste von MSC (auch das hat man mir schon mal unterstellt).

Und ich sage auch ganz offen, dass mir die Mängel in der Organisation bei MSC Deutschland und auf der Opera selbst, besonders an der Rezeption, beim Tendern und bei Ein- und Ausschiffung, nicht verborgen geblieben sind. Deshalb hält sich meine Verwunderung ob der beschriebenen Zustände an Bord in Maßen, das Ausmaß ist allerdings unentschuldbar.

@ Hansjürgen:

quote:
Originally posted by Hansjürgen:
ich möchte an dieser Stelle meinen Kurzbericht veröffentlichen, den ich mit drei weiteren Mitreisenden abgestimmt habe und den wir als - aus unserer Sicht - objektiv bezeichnen möchten.


Auch wenn du das "Objektiv" mit dem Zusatz "aus unserer Sicht" wieder einschränkst, haben meiner Ansicht nach Begriffe wie "ähnlich gruselige Gesichter (im Hamburg Dungeon) wie auf dem Schiff" in einem objektiven Bericht nichts zu suchen, oder? Wink

Wenn man sich gerne einer humorigen Sprache bedient, was ich in Anbetracht eines Reinfalls absolut okay finde, sollte man sich auch zur Subjektivität bekennen.

Soviel dazu. Was die Tender betrifft, so scheint dir möglicherweise ein Fehler unterlaufen zu sein, denn sofern man die MSC Opera seit meiner Reise nicht umgebaut haben sollte, hat man nur deren 4. Ich habe allerdings auch keine Fotos jüngsten Datums vorliegen, auf denen man 2 zusätzliche Tenderboote erkennen könnte.

Was das Essen betrifft, so halte ich auch Uwe's Darstellung für realistischer. Verkochte Pasta und MSC kann ich für mich beim besten Willen nicht in Einklang bringen. Und man sollte sich in Sachen Küche auch in Erinnerung rufen, mit einem italienischen Schiff unterwegs zu sein, da ist vieles Geschmackssache. Ich persönlich finde das gut so, denn die Speisekarte auf der Costa Romantica 2003 hätte man genauso bei Carnival oder RCCL vorfinden können (was ich sehr schade fand).

@ All:

Ich nehme aus euren Erfahrungen für mich mit, dass MSC Deutschland in München bezüglich Organisation (Stichwort zeitgerechte Zustellung der Reiseunterlagen, Erläuterungen zur Einschiffung) leider noch nicht weiter ist, als bei mir damals. Ich entschuldigte das damals mit dem Chefwechsel von Hickel zu Rost und den damit verbundenen Umstellungen, aber das ist nun ja 2 Jahre her.

Außerdem sehe ich mich auch wieder in meinen Vermutungen bestätigt, dass MSC mit dem enormen Wachstum scheinbar große Schwierigkeiten hat- grössere als andere Gesellschaften, da es ein "Organisches Wachstum" ist, logisch, da eine Muttergesellschaft à la Carnival oder RCI "im Rücken" fehlt.

Erfreut nehme ich aber auch für mich mit, dass das Schiff nach wie vor so liebevoll gepflegt wird wie damals, und dementsprechend hervorragend in Schuß ist. Also würde ich es jederzeit wieder tun, dass man in Sachen Organisation gute Nerven braucht, jetzt wissen wir es wieder, was soll's - meine Ansicht, ganz subjektiv.

Viele Grüsse, Andreas
 
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Uwe
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Guten Abend, Andreas,
ja, die Opera hat nur vier (geschlossene) Tender: zwei backbord und zwei steuerbord. Die anderen Boote sind offene Rettungsboote.
"Dein" Schiff ist wirklich in guter Verfassung. Sauber, ohne Rost, "warm", gemütlich, wie eben ein Wohlfühlschiff sein sollte.
Daß es beim Essen immer mehrere Meinungen gibt, ist klar. Gut, der Käse zum Nachtisch war nicht die Krönung. Aber das erwarte ich auf diesem Schiff (und zu diesem Preis) auch gar nicht. Auch nicht Kaviar oder Hummer satt. Dafür ist die Tagesrate viel zu niedrig.
Aber die Organisation!
Dazu noch eine kleine, typische Begebenheit:
Der Maitre d´persönlich hatte uns am Einschiffungstag 4er-Tisch Nr. 52 für die zweite Sitzung zugeteilt. Vom 2. bis 6. Mai.
Umso größer war unsere Überraschung, als wir am Samstagabend (5. Mai) zum Tisch kamen - und der war bereits besetzt! Große Aufregung beim Personal. Der stellvertretende Maitre d´ließ sich unsere Tischkarte zeigen, runzelte die Stirn, dachte nach..... und während er noch so nachdachte, platzierte uns unser Tischsteward Farja am Nebentisch 56. Sache erledingt. Und der Maitre war immer noch am Grübeln.
Gruß
Uwe
 
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Uwe
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quote:
Originally posted by Holger B.:
.... Italiener sehen nun mal halt vieles etwas anders und lockerer als wir hier..


Lieber Holger,
wenn du dich da mal nicht täuscht. Wenn das, wa suns auf Reede vor Pilla passierte, Italienern geschehen wäre, die Hölle wäre ein ruhiger Ort. Da wäre die Post abgegangen. Denn solche Pannen lassen sich selbst die Italiener nicht gefallen.
Durchforste die Chatbeiträge mit MSC-Hintergrund, und überall wirst du auf Kritik am Servicepersonal, hauptsächlich Reisebüro und Reception stoßen....
Und noch einmal: die Schilderung beruht auf meinen ganz persönlichen Eindrücken, die niemand zu seinen eigenen machen muß/soll.
Gruß
Uwe
 
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Hallo Uwe,

ich kann deinen Reisebericht bestens nachvollziehen. Insbesondere diese Passage:

quote:
...zu unserer Kabine 10185 auf dem Turandot-Deck.
Wir fühlten uns sofort wohl und heimisch. Ausreichend Platz für uns zwei. Die Betten in Fahrtrichtung, was wollten wir noch mehr. Da wir ja bereits gut gefrühstückt hatten verzichteten wir auf das Willkommensbüffet und machten eine erste Erkundigungstour durch das Schiff. Sehr elegant eingerichtet, ruhige, mit Bedacht ausgewählte Farben (anders als auf der Costa Med zum Beispiel). Wir fühlten uns wie in einem Grandhotel.


Eine perfekte Beschreibung des Interieurs und der Atmosphäre der MSC Opera in wenigen Worten. Das hebt sie meiner Meinung nach so wohltuend ab von vielen anderen Neubauten, die teilweise krampfhaft versuchen, aufsehenerregende Effekte und massenhaft Innovationen zu präsentieren. Einfach ein komfortables, elegantes und zugleich lässiges Kreuzfahrtschiff mit idealer Grösse.

Auch die von dir beschriebene Freundlichkeit und Herzlichkeit des Servicepersonals sowie unserer Tischkellner (auch beim Mittagessen in offener Sitzung im "La Caravella") kann ich nur dick unterstreichen. Im Gegensatz zu RCCL und Costa liess man mich stets in Ruhe austrinken, ohne das teilweise noch zu einem Viertel gefüllte Glas wegzuziehen um einen weiteren Drink zu verkaufen. An die "Gruselgesichter" glaube ich nicht (abgesehen davon, dass ich diese Bezeichnung menschenverachtend finde).

Im Übrigen schätze ich dein angemessenes Urteil über das Essen, vor allem auch im Hinblick auf das Preis- Leistungsverhältnis. Und noch kurz eine Bemerkung zur MSC Musica: Ich denke das Essen auf beiden Schiffen ist sehr ähnlich, denn mein Eindruck der Reiseberichte über die Musica ist eigentlich der, dass es wesentliche Kritik nur während der Wintersaison gibt, in der sie zum halben Tagespreis der Sommersaison unterwegs ist. Sicher kein Zufall.

Was den unerfreulichen Teil, die Organisation, betrifft:

Auch bei mir stellte sich angesichts der "kompetenten" Damen an der Rezeption schnell der Eindruck ein, Probleme besser selbst zu lösen, oder am Besten gar nicht erst aufkommen zu lassen... Eek Roll Eyes Big Grin

Ausflüge buchte ich nur einen, und der lief zu meiner Zufriedenheit ab (selbstverständlich überteuert).

Ein- und Ausschiffung waren in Anbetracht der Tatsache, dass das Schiff jede Woche Venedig anlief (und dementsprechend Routine zu erwarten gewesen wäre) sehr schlecht. Ganz einfache Massnahmen hätten Abhilfe geschaffen, die jedoch nicht ergriffen wurden.

Auffällig: Wenn es mal einen zarten Versuch der Organisation seitens eines beherzten Crewmitglieds gab, so waren es stets die zahlreich vertretenen Franzosen, die mit ihrer Drängelei diesen Versuch gleich wieder zunichte machen, und sich zugleich lautstark über diese Schlechtleistung beschwerten... Razz

Zum Tendern ist zu sagen, dass in Dubrovnik die Gäste zwar rasch an Land gebracht wurden, zur Mittagszeit einer der 4 Tender jedoch wieder an Bord geholt, und nicht mehr zur "Rush- Hour" vor dem Ablegen eingesetzt wurde. Die Folge war eine längere Verspätung.

Die Organisation in den Restaurants war ausgezeichnet. Besonders zu loben war das Personal im Buffetrestaurant (welches mir übrigens, obgleich etwas klein, wegen der fantastischen Panoramafenster gut gefiel), welches auch bei Andrang sehr schnell und effizient abräumte.

Hinzufügen sollte ich noch, dass auf meiner Reise Antonio Cuccaro, der Topmann von MSC auf dieser Position, Hotelmanager an Bord war, da klappt alles etwas besser.

Nochmals, sehr schade für euch, dass MSC die Organisation so dermaßen versemmelt hat. Tut mir echt leid, zumal die Route sehr vielversprechend gewesen wäre.

Viele Grüsse, Andreas
 
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Uwe
Cruise Guru
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Guten Abend, Andreas,
wir versuchen immer, Ausflüge -wo es möglich ist - selbst zu organisieren. Nur: bei Kaliningrad war das leider nicht möglich. Nur mit der Gruppe, also mit MSC war ein Landgang überhaupt möglich. Wir hatten zunächst versucht, uns private Visa zubesorgen und sind im Nachhinein froh, dies nicht gemacht zu haben. Mit dem Tender wären wir wohl an Land gekommen. Aber im Hafen von Pillau findest du kein einziges Taxi. In das Hafengelände dürfen sowieso nur Militärs und deren Angehörige.

Wie du schon richtig bemerkt hast: über das Schiff selbst kann ich wirklich nichts Negatives sagen. Im Gegenteil. Die Opera ist eines der wenigen Schiffe, auf dem man sich von der ersten Sekunde an wohl fühlt. Aber was hilfts, wenn du an Bord nicht als Gast empfangen wirst, sondern als lästiger Fremdkörper? Ausdrücklich ausgenommen unser Tischsteward Farja und die vielen, ganz lieben und netten Getränkestewardessen in den Bars und Lounges.
Gruß
Uwe