Moin zusammen,
gestern haben wir in Cuxhaven ebenfalls die OCEAN MONARCH noch mal in Augenschein genommen.
ISPS lässt grüßen, WO allerdings haben wir nicht so richtig bemerkt. Der nette Herr vor der Hafeneinfahrt hatte auf jeden Fall schnell die Übersicht verloren, wer da rein kommt und wer nicht... Durchleuchtungsgeräte gab es auch nicht. Ich denke, da muß Cuxhaven für die neue Seebäderkaie noch etwas nachholen. Für Schiffsfreaks jedoch klasse, man kommt quasi ungehindert vors Schiff und kann fotografieren.
Aufs Schiff kamen wir dann auch recht gut, Hansa spendierte noch einen Begrüßungscocktail, den wir, aus Zeitgründen, eigentlich gar nicht gebraucht hätten. Es hieß dann "im Schnellverfahren" durchs Schiff. Die öffentlichen Räumklichkeiten durften wir nicht selbstständig ansehen, wohl aber die Kabinen -?-
Hmm, da kommt noch mal einer mit

Seis drum. Die OMo, wie wir die Lady ja auch mit Spitznamen nennen, ist ein klassischer Liner mit übersichtlicher Größe. Die Räumlichkeiten sind, in griechischer Manier und teils mit Katzorakis-Design eingerichtet. Im Grunde genommen gar nicht mal unübel, jedoch stellenweise, farblich unabgestimmt, zusammengewürfelt. Sauber ist es, die Kabinen sind soweit auch ok. Mann kann sagen, sie wurde etwas aufgefrischt, nachdem sie als SWITZERLAND ja leider in die Pleite fuhr.
Man bietet ein Schiff zum Wohlfühlen an, welches übersichtlich sein soll und nicht mit Kravattenzwang. Sie ist ein klassisches Schiff, sieht äußerlich immer noch zeitlos aus. Mit vier Sternen jedoch sollte sie nicht angeboten werden. Drei wären allenfalls genug.
das Restaurant ist sehr hell und freundlich ausgestattet.
Nach der typischen, griechischen Logik (?) fangen die Decksbezeichnungen oben mit 1 an und hören unten mit 7 auf...
eider Gottes hatte man die Außendecks, die früher einmal alle mit kleinen Teakholzlatten belegt waren, einfach mit einer Art Zementguß zugeschmiert und blau überstrichen. Der Clou: das Holz ist noch darunter ! Besonders auf dem Sonnendeck wirkt die teilweise schon abblätternde Beschichtung etwas trostlos. Ist aber renigungtechnisch einfacher und wahrscheinlich arbeiten die Griechen darauf hin, das Schiff soweit es geht "holzfrei" zu machen für SOLAS 2010

Das Personal im Servicebereich gibt sich Mühe. Es ist eine vorwiegend internationale Crew. Catering kommt übrigens von Ligabue (hat damals auch Festival gecatert).
Das Highlight zum Schluß war jedoch mal wieder ein "kleines GOC" (GOC = Greek organized Chaos).
Anstatt nämlich die Pässe alphabetisch zu ordnen bzw. nach Nummern zu sortieren, für die man dann Schildchen ausgibt, hatte man alles übereinandergestapelt. Und bei der relativ hohen Zahl an Besuchern an dem Tag war es dem Philippinischen Sicherheitsoffizier nicht mehr möglich, noch die Übersicht zu behalten. Das "von-Bord-kommen" gestaltete sich daher wesentlich komplizierter und länger als das "an-Bord-kommen"... Ich wage es zu bezweifeln, daß die Checkliste beim Auslaufen noch korrekt war

Ansonsten, von der Linie her, ein schönes Schiff, wo sich viele Gäste sicherlich wohlfühlen werden, die hier nicht zu viel erwarten.
Auch hier sie nochmal gesagt, daß diejenigen, denen große, moderne Schiffe gefallen, die OMo nicht unbedingt gefallen muß. Mann sollte sich immer bewußt sein, daß es ein Klassiker ist. Schiffsliebhaber von älteren Schiffen, die in der Mittelklasse angesiedelt sind, dürften Gefallen an ihr finden.