Vor einiger Zeit las ich in einem Magazin etwas über Casino-Ships, Schiffe in Küstenfahrt, ganzjährige Kurzkreuzfahrten u.ä. Unter anderem war auch etwas darüber zu lesen, das im Skandinavischen -oder baltischen Raum (erinnere mich nicht mehr so genau) die ein oder andere "Reederei" damit liebäugelt so etwas im Ostseegebiet einzuführen, wenn die passenden Schiffe verfügbar wären (ausgenommen ex SILJA OPERA)...
Nun habe ich (aus Oster-Langeweile) mal ein wenig gestöbert und bin auf folgende Angebote bezgl. Schiffsverkäufe gestoßen:
Würde sich ein solches Schiff für z.B. Küstenkreuzfahrten (ähnlich Hurtigruten jedoch rein als Kurz -oder Rundreise) eignen?
Inwieweit ist eine solche Bauart -besonders der Bug- für Gebiete mit Seegang geeignet?
Was bedeuten die Angaben
"Class Notation: A1 Passenger Vessel River Service; AMS ACCU
Certificate of Inspection: Ocean (200 Mile Limit)"
-und welche Möglichkeiten hat man somit (ist das Schiff für Fluß und See zugelassen)?
Darüberhinaus stellt sich mir auch noch die Frage, wie man z.B. ein so zugelassenes Schiff -nehmen wir mal das obige- von Amerika nach Europa überführen könnte (im Schlepp, mit eigener Kraft oder z.B Hukkepack auf der Blue Marlin)?
Ich weiss, ein "blödes" und evtl. unrealistisches Thema, -trotzdem würde ich mich über die ein -oder andere Antwort freuen!
diese Klassifizierung von "Cape May Light" und "Coastal Queen 2" durch die Klassifizierungsgesellschaft American Bureau of Shipping besagt, daß es sich um Passagierschiffe handelt, deren Rümpfe unter Aufsicht des ABS gebaut wurden und dessen Ansprüchen genügen. Gleiches gilt für Anker und Ankerketten sowie für Maschine, Kessel und zugehörige Systeme. Zudem verfügen die Schiffe über die Möglichkeit, den Maschinenraum sowohl von der Kommandobrücke als auch von einem Maschinenkontrollraum aus vollständig zu überwachen.
Letztlich ist es dem Schiff erlaubt, Flüsse und küstennahe Gebiete (max. 200 nautische Meilen von der Küste entfernt) zu befahren.
Diese Schiffe sind im Grunde für genau solche Küstenkreuzfahrten gebaut worden. Eine Überführung über den Atlantik ist ohne weiteres möglich, auch wenn dafür vermutlich einige temporäre Umbauten getätigt werden müßten. Aber vor einigen Jahren wurde beispielsweise eine Norderney-Fähre nach Costa Rica verkauft und fuhr nach temporären Umbauten auch selbst über den Altantik. Und dagegen sind die Delta Queen Küstenschiffe regelrechte Giganten.
vermutlich müßten diverse Fenster und / oder Bullaugen temporär zugeschweißt werden. Auch zusätzliche Treibstoffkapazität müßte womöglich geschaffen werden.
Im einzelnen vermag ich das aber auch nicht zu sagen.
Ein Foto der "San Lucas II" ex "Frisia VIII" während der Vorbereitung auf die Transatlantikfahrt gibt es hier. Man kann z.B. erkennen, daß die großen Fenster des oberen Salons zugeschweißt wurden.
Die "San Lucas II" ist übrigens 1.058 BRZ groß und gerade einmal 64 Meter lang. Auch so ein Schiff kann allein über den Atlantik fahren.
zum Thema Küstenschifffahrt und Hurtigrute fällt mir folgendes ein:
MS Lofoten hatte bei Indienststellung 1964 eine Zulassung für die "Innsjærfart" (kann das mal jemand übersetzen, bitte?) mit 700 Personen, für die "Kleine Küstenfahrt" mit 500 Passagieren. Später ist die Zulassung auf 410 Personen bei "Normaler Küstenfahrt" geändert worden. Aufgrund der vielen Echtholzeinbauten (so meine Information) darf MS Lofoten seit 2003 nur noch 399 Passagiere bei "Kleiner Küstenfahrt" transportieren (Zertifikat: Klasse B DNV 1A1 ICE-C Passanger Ship). Quelle: www.norwegische-postschiffe.de
(Edit: nur mal eben den Link repariert, HB)
Es gibt also allein im Bereich "Küstenfahrt" schon die verschiedensten Einschränkungen.
Ahoi,
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Marc
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