2 der momentan begehrten R-Klasse-Schiffe werden ab Ende 2006 wahrscheinlich wieder zur Verfügung stehen. Ich habe gerade auf www.travelpage.com gelesen, daß die zwei, momentan an Princess Cruises vercharterten PACIFIC PRINCESS und TAHITIAN PRINCESS, nicht mehr nach 2006 für Princess fahren sollen. Ich habe darufhin mal ein bischen gestöbert und wie auch Timothey Rubacky schon angedeutet hat, gehören die beiden Einheiten einem Französisch-Polynesischem Syndikat mit Namen Kleber Maritime und sind damit die einzigen dieser Schiffsklasse, die quasi aus der Reihe tanzen. Dennoch sieht es hier auch wie bei CruiseInvest, dem Eigner der restlichen R-Klasse-Einheiten, aus: Man will längerfristig die Schiffe verkaufen und nicht mehr verchartern. Dies sollte auch die ettlichen Gerüchte um einige dieser Schiffe in letzter Zeit erklären.
Sollten die beiden Princess-Einheiten in der Tat verkauft werden - momentan wird hierüber viel spekuliert - stellt sich die Frage, wer sie nehmen könnte. Um das Ganze mal auf den deutschen Markt zu beschränken, kenne ich momentan nur drei Veranstalter, die sie nehmen könnten. Einer davon wäre eventuell die Reederei Deilmann, wobei diese dann auch wieder nur chartern würde und das Schiff, mit einem der DEUTSCHLAND ähnlichem Finanzierungsplan, einer Anlegergruppe überschrieben würde. Der zweite Veranstalter könnte vielleicht Holiday Kreuzfahrten sein. man ist ja nach wie vor auf der Suche nach einem zweiten Schiff. Ob allerdings eine R-Klasse ins Konzept passen würde, weiß ich nicht. Den dritten Veranstalter möchte ich momentan nicht nennen - da dürft Ihr selber pokern.
Aber wie gesagt, es wird momentan viel spekuliert, es ist in dieser Richtung das letzte Wort auch noch nirgends gesprochen.
Dennoch interessant, wieviel Wirbel es schon um diese noch recht jungen Einheiten in letzter Zeit gegeben hat.
Hallo Patrick, vielen Dank für die Infos. Da ich nicht in der Branche arbeite, kann ich nur wild spekulieren: Ich könnte mir vorstellen, dass es sich bei dem dritten Interessenten entweder um Transocean Tours oder um Phoenix-Reisen handelt. Letztere halte ich eher für unwahrscheinlich, da die mit neuen Schiffen erstmal genug beschäftigt sind, wobei ja gerüchtehalber die Zufriendenheit mit der Albatros 2 sich in Grenzen hält. Ist also nicht ausgeschlossen, dass man nach einer Alternative für die Albatros sucht. Auch könnte man sich dabei vorstellen, dass ein neues Schiff mittelfristig die Maxim Gorky ersetzen soll, denn 2010 rückt ja langsam näher und wer weiß ob der Umbau nach Solas noch lohnt. Bei Transocean könnte ich es mir fast noch besser vorstellen, dass dort Interesse an einem R-Schiff besteht. Schließlich ist man dort im Premium-Segment aktiv und braucht langfristig ein Schiff mit Balkonkabinen. Da man in dem Segment nicht nur mit der DR sondern auch mit Deilmann konkurriert, würde sich der Druck auf Transocean vor allem dann verschärfen, wenn auch Deilmann ein R-Schiff hätte (Dann wäre Transocean der einzige Anbieter ohne Balkonkabinen). Bleibt die Frage, ob ein Charter Sinn macht, wenn der Eigentümer eigentlich verkaufen möchte. Transocean hat ja hinsichtlich kurzfristig gelöster Charterverträge einige Erfahrungen in den 90er Jahren sammeln müssen. In sofern halte ich vor allem Deilmann für einen potentiellen Käufer. Ich halte allerdings den Verkauf an Anbieter auf dem britischen, französischen oder spanischen Markt für nicht unwahrscheinlich. Zu Holiday würde ein R-Schiff meiner Meinung nach derzeit nicht wirklich passen. Das Marketing der Firma spricht doch eher ein einfaches Publikum an. Aber warten wir es ab, es wird sicherlich spannend wo die Schiffe landen. Gegen den deutschen Markt spricht allerdings die dunkle Inneneinrichtung, denn die entspricht nicht unbedingt dem deutschen Geschmack. Die Stärke der Schiffe besteht meiner Meinung nach in den verschiedenen Restaurants. Schade nur, dass man bei der DR in allen Restaurants das gleiche Essen serviert. Hoffe sehr, dass ein potentieller Charterer oder Käufer dies anders gestalten wird und seinen Schwerpunkt auf eine excellentes Angebot der Gastronomie legen wird (Das wäre dort auch aufgrund der Größer der Schiffe gut möglich). Viele Grüße
Patrick, Du willst ein "R"-Schiff kaufen? Glückwunsch!
Nein, im Ernst: Ich könnte mir vorstellen, daß Oceania sich zumindest eines der Schiffe unter den Nagel reißt, um es permanent im Pazifischen bzw. Indischen Ozean zu stationieren. Die Asienrouten laufen offenbar hervorragend, und nach Tahiti gehört so ein "R"-Schiff schon. Die Konkurrenz hat ja dort inzwischen ohnehin das weite gesucht bzw. wird das noch tun (Princess mit eben diesem "R"-Schiff, RSSC mit "Paul Gauguin", Windstar mit "Wind Star").
Thorsten, daß Die Einführung der M/S "Albatros" und die erste Saison nicht so verlaufen sind, wie viele (sicher auch bei Phoenix) sich das gewünscht haben, ist klar. Allerdings hat sich bereits im Laufe der letztjährigen Sommersaison vieles getan, und im Dock war das Schiff ja zwischendurch auch schon wieder. Im Herbst steht die nächste große Dockung an, während der man wohl u.a. einen neuen Antrieb installieren möchte. Das Schiff ist grundsätzlich sehr gut, es wurde nur einfach vor der Übernahme durch Club Cruise sträflich vernachlässigt. Es dauert leider ein wenig, da nachzubessern - aber der Erfolg stellt sich bereits ein. Das Schiff wird bleiben, und das ist auch gut so.
Ich hatte im Zusammenhang mit der Neueinführung der HUMBOLDT ein Interview mit dem Inhaber vom Phoenix-Reisen. Die wichtigsten Fakten daraus:
Trotz des „Albatros“-Ausfalls von Dezember bis April hat Phoenix im Bereich Kreuzfahrten 2004 ein Umsatzplus von 12 Prozent eingefahren. Für das laufende Jahr prognostiziert Johannes Zurnieden ein Wachstum von weiteren 23 Prozent. Und ist nach wie vor auf der Suche nach einem zusätzlichen Hochseeschiff, fährt doch der Neuzugang „Alexander von Humboldt“ bis 2007 nur von März bis November für die Bonner. Im Winter ist er weiterhin als „Explorer II“ für Abercrombie & Kent unterwegs. Nachdem die ersten Kinderkrankheiten behoben sind, findet auch die „Albatros“ immer mehr Anhänger. Damit das so bleibt, investiert man im Herbst rund 14 Millionen Euro in vier neue Hauptmaschinen, neue Hilfsdiesel, Propeller und Getriebe. Gleichzeitig werden weitere acht Suiten mit Balkon eingebaut. Womit sich der hausinterne Konkurrenzkampf mit dem Flaggschiff „Maxim Gorki“ weiter verschärfen dürfte. Denn schon heute hat die „Albatros“ an einigen Terminen auslastungsmäßig die Nase vorne.
In meinen Augen ist Phoenix ein mehr als realistischer Kanditat für ein R-Schiff (zumal tatsächlich über einen Ersatz für die MAXIM nachgedacht wird)