Die erste Gorch Fock (die der Bundesmarine ist die 2te) soll ein Kreuzfahrtschiff unter Segeln werden.
„Gorch Fock I“ soll bis 2008 Kreuzfahrer werden
Neue Pläne für den Traditionssegler: Mit 7,5 Millionen Euro könnte eine noch zu gründende Gesellschaft das Schiff bis Anfang 2008 für eine kommerzielle Nutzung flottmachen.
Stralsund Sigurd Roch, Geschäftsführer des Hanse-Klinikums und zugleich Mitglied des Schiffseignervereins „Tall Ship Friends“, stellte gestern ein neues Projekt für die „Gorch Fock“ vor. Entwickelt habe es eine vierköpfige Arbeitsgruppe, erläuterte er Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft der Hansestadt. Der Idee liege eine kommerzielle Nutzung zu Grunde. Sie soll die Zukunft der Bark am Sund sichern. Die Zeit sei knapp, das Schiff zu erhalten.
Das Konzept sieht vor, dass der Verein juristischer Eigentümer bleibt. Um seine Gemeinnützigkeit zu gewährleisten, muss aber das wirtschaftliche Eigentum an dem Großsegler in eine andere Form überführt werden. Dafür ist eine zu gründende „Gorch Fock GmbH & Co. KG“ vorgesehen.
Noch in diesem Frühjahr soll damit begonnen werden, Geldgeber anzuwerben. Die könnten bis zu fünf Anteile zu je 5000 Euro an der Gesellschaft erwerben. Das Ziel sind 7,5 Millionen Euro, mit denen der Dreimaster im Jahr 2007 auf einer Werft auf Vordermann gebracht werden könnte. Fördermittel spielen dabei keine Rolle. Den Anteilseignern winken fünf Prozent Dividende pro Jahr. Der Zeitplan ist so gestrickt,
dass die „Gorch Fock“ von 2008 an als Kreuzfahrer von Stralsund aus auf Fahrt geht. Eine noch zu bildende Gesellschaft („Gorch Fock Sailing GmbH“) würde das Schiff gegen Gebühr chartern und vermarkten. Im Angebot: Tages- und Wochentouren zwischen 1. April und 31. Oktober auf der Ostsee sowie längere Törns im Herbst und Winter in das südliche Europa. Dabei kann sich Sigurd Roch die Ballastkiste als Kai für Ankunft und Abfahrt vorstellen.
Das Konzept enthält auch Kalkulationen. Die Initiatoren rechnen mit Nettopreisen pro Person und Tag (Vollpension) zwischen 85 Euro in einer einfachen Koje und 400 Euro in der Kapitänskajüte. Platz ist für 170 Leute. Pro Jahr wären 54 750 Übernachtungen möglich. Von 63 Prozent Auslastung geht ein Unternehmensberater bei seinen Berechnungen aus. Der Gedanke, junge Menschen an die traditionelle Seefahrt heranzuführen, soll in der 32-köpfigen Mannschaft verwirklicht werden.
Bevor die Pläne Realität werden, muss der Eignerverein zustimmen. Die Mehrheit der etwa zehn Mitglieder war gestern anwesend. Statements wurden allerdings noch nicht abgegeben.
Hallo Rocky, das Projekt ist ja bis jetzt nur eine Idee ohne konkrete Pläne; das geht ja auch aus dem Artikel hervor. Somit ist es noch viel zu früh, als daß man sich dort schon um die Fahrtgebiete Gedanken gemacht hätte.
Viele Grüße
Stephan
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