Hallo und guten Morgen,
wie die Ostseezeitung heute mitteilt, müssen auch Schiffe zukünftig verstärkte Obergrenzen für Abgase einhalten.
Mitte Mai ist der sogenannte Annex 6 der MARPOL-Konvention in Kraft getreten. Diese Bestimmung dient der Verhütung von Meeresverschmutzungen.
Da geo-spezifische Besonderheiten regional vereinbart werden können, wird für die Ostsee ab 2006 eine Schwefelobergrenze von 1,5% festgesetzt, der ab 2007 auch für die Nordsee gelten soll. Der weltweit gültige Wert liegt derzeit bei 4,5% Schwefelanteil.
Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen auf den Schiffen teilweise Umbauten (für Vorrats- u. Wechseltanks) vorgenommen werden, oder es muss qualitativ hochwertigerer Brennstoff verwendet werden, der bis zu 25% teurer sein kann. Das wird sich u.U. auf die Kreuzfahrtpreise durchschlagen.
Davon betroffen werden auch (oder besonders) ältere Kreuzfahrtschiffe sein, die z.T. noch mit Brennstoffaufbereitungsanlagen und Turbine/Motoren unterwegs sind, die nicht mehr Stand der Technik sind.
Weniger Probleme gibt es nach Aussage der OZ mit Stickoxiden. Diese Grenzwerte werden bereits heute eingehalten.
Es ist abzusehen, dass in den nächten Jahren die Bestimmengen immer weiter verschärft werden. So sollen in Zukunft auch Aussagen zu Obergrenzen von CO2-Ausstoß gemacht werden. Dazu kommt dann noch der Klimagasausstoß, der ja bekanntlich auf die Dicke und Haltbarkeit der Ozonschicht Einfluß hat.