Hallo Stefan,
die scheinbare Beschränkung auf Kvaerner- und Chantiers-Schiffe liegt schlichtweg daran, daß diese beiden Werften die meisten Schiffe mit Pod-Antrieb bauen - die größte Kreuzfahrtwerft Fincantieri liefert noch immer viele Schiffe ohne Pod-Antrieb aus.
Auch die bei Meyer gebaute "Norwegian Star" mußte schon unplanmäßig repariert werden. Die beiden Neubauten der Lloyd Werft haben keinen Pod-Antrieb (die "Pride of America" wird das erste Lloyd-Schiff mit Azipods sein), ebensowenig die MTW-Schiffe.
Grundsätzlich muß man vier verschiedene Pod-Antriebe unterscheiden, die am Markt etabliert sind, wobei sich Azipod (ABB) und Mermaid (Alstom / Rolls Royce) den Löwenanteil sichern. Daneben gibt es noch Dolphin (STN Atlas) und Pods von Siemens-Schottel.
In allererster Linie betroffen sind die Mermaid-Antriebe, die bislang ausschließlich bei Chantiers de l'Atlantique verbaut werden (sie stammen schließlich von einem Schwesterunternehmen). Azipods (verbaut von Masa-Yards, Fincantieri und Meyer) gelten allgemein als zuverlässiger, haben aber auch noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen.
Die beiden anderen Systeme werden so selten verbaut (Dolphins z.B. bislang nur auf der "Seven Seas Voyager"), daß man noch wenig über ihre Zuverlässigkeit sagen kann.
Das System steckt halt generell noch in den Kinderschuhen.
Best regards,
Raoul Fiebig