ich weiß zwar das costa eine tochter von carnival ist und das Airtours mal 50% an Costa besaß, aber Carnival diese aufkaufte (richtig?). wie kam es dazu das Costa die Anteile verkaufte? und wie kam es dazu das Costa AIDA aufkaufte, obwohl es ja schon zu dem Carnival Konzern gehörte?
best regards Philipp __________________________
COSTA MARINA 2004 >>>> 09/08/2004 - 18/08/2004 >>>> Kiel - St. Petersburg - Kiel
COSTA CLASSICA 2006 >>>> 30/07/2006 - 12/08/2006 >>>> Kiel - Spitzbergen - Nordkapp - Kiel
MSC ARMONIA 2008 >>>> 14/03/2008 - 01/04/2008 >>>> Rio de Janeiro - Transatlantik - Genua
Carnival und Airtours haben Costa seinerzeit gemeinsam gekauft. Airtours hat sich dann allerdings hieraus zurückziehen wollen (und inzwischen hat man ja auch die eigene Hochseeflotte verkauft), so daß Carnival die Airtours-Anteile ebenfalls übernommen hat.
AIDA ist mit dem Zusammenschluß von Carnival und P&O Princess Cruises zum Carnival-Konzern gekommen und wurde nicht explizit von Costa gekauft. Allerdings hat Carnival vier Hauptsektionen, deren Direktoren direkt unter Micky Arison und Howard Frank stehen: Carnival Cruise Lines (Bob Dickinson), Costa Crociere (Pier Luigi Foschi), Holland America Line (Stein Kruse) und P&O Princess Cruises International (Peter Ratcliffe). Diesen vier Bereichen (genauer gesagt allen außer CCL, das keine Tochtergesellschaften hat) sind alle anderen Tochtergesellschaften untergeordnet. So gehört AIDA z.B. organistorisch zu Costa und Cunard zu P&O Princess. Die einzige Ausnahme hiervon ist Seabourn, das früher zu Cunard (und damit zu P&O Princess gehörte) und nun eigenständig innerhalb des Konzerns ist. Es kann nur vermutet werden, daß dieser Wechsel erfolgte, da man Seabourn gerne "loswerden" möchte.
Hallo Raoul! vorher war Costa ein "Familienbetrieb" oder? (bevor Carnival Costa kaufte) Costa hat aber keine Tochterfirma ausser AIDA, oder? und das ganze Geld für die neuen Schiffe kommt von Costa oder Carnival? 3 Milliarden sind viel Geld und soviel kann Costa ja nicht erwirtschaftet haben, oder doch?
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Stimmt, Costa war ein Familienbetrieb. Begonnen hat die Sache mit Olivenölhandel, dann Linienschiffahrt, und schließlich Kreuzfahrten. Die älteren Costa Schiffe trugen daher auch immer den Vornamen eines Familienmitglieds plus den Nachnamen "Costa".
ja, Costa war lange Zeit ein Familienunternehmen. Ob sie es "bis zum Schluß" waren, kann ich aus dem Kopf leider nicht sagen. Da ich derzeit unterwegs bin und vom Notebook schreibe, habe ich meine ganze Unterlagen nicht zur Hand.
Neben AIDA gehört auch noch die neue Division Costa Asia zu Costa, zu der gegenwärtig nur die "Costa Allegra" gehört.
Darüber, welche Tochter neue (oder auch gebrauchte) Schiffe bekommt, entscheidet letztlich die Konzernleitung. Und natürlich kann es sich der Großkonzern Carnival leisten, seinen Töchtern Schiffe bauen zu lassen, die diese sonst wohl nicht finanzieren könnten.
Hallo zusammen! danke erstmal für die geschichte von costa bis hierher. ist Costa Asia denn so erfolgreich? oder ist Costa Asia nicht so erfolgreich und deshalb will man ein neueres, moderneres und größer Schiff in die Flotte einegliedern?
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Costa "Asia" ist eigentlich erst vor einigen Tagen in den Markt gestartet. Ich denke, man wird beim besten Willen noch nichts sagen können. Aber mittelfristig kann eine neugegründete Division eh nur Sinn machen, wenn sie wachsen soll.
Ein paar Ergänzungen zur Familiengeschichte der Costa-Reederei, die der italienische Kaufmann Giacomo Costa (1836 – 1919) im Jahr 1854 zunächst unter dem Namen „Giacomo Costa fu Andrea“ zum Zweck des Handels mit Stoffen und Olivenöl gründete. Da das Geschäft gut lief, baute er eine Handelsschiffflotte auf, mit der er weltweit seine Waren kaufte und verkaufte. Ab 1947 transportierten Costa-Schiffe Auswanderer nach Übersee. In diesem Jahr wurde das Unternehmen in „Linea C“ umbenannt. Ein Jahr später begann der kommerzielle Passagierverkehr nach Nordamerika (mit der „Maria C.“. 1957 wurde das erste con Costa bei der genuesischen Werft Ansaldo in Auftrag gegebene Schiff (Federico Costa) in Dienst gestellt. Das nach Reedereiangaben „weltweit erste Schiff, das ausschließlich für Erholungs- und Vergnügungsreisen eingesetzt wurde, war 1959 die „Franca C.“ Sie unternahm ein- bis zweiwöchige Reisen vor der US-Küste und in der Karibik. Ihr folgte die „Anna Costa“. Schon in den frühen 60er Jahren bot Costa fahrplanmäßig Kreuzfahrten nach Südamerika an, später sogar durch die Magellanstraße und in die Antarktis. Das „Schiff der Zukunft“ wurde die „Eugenio C.“ genannt, die 1964 in Auftrag gegeben wurde. Und Costa hieß fortan „Costa Armatori“. Das erste „reine Passgierschiff“ (ohne zusätzliche Fracht) war die „Franca C.“ In den 80ern verschwand nach und nach die Klassseneinteilung auf den Costa-Schiffen. 1886 wurde aus „Costa Armatori“ „Costa Crociere“. Erst 1997 wurde Costa zu je 50 Prozent von Carnival und Airtours übernommen…