Hallo zusammen!
Der alte Wurxel war fleißig und hat seinen Reisebericht schon fertig! Jener von der Schwarzmeerkreuzfahrt (mittlerweile schon fast ein Roman) muß noch ins Reine geschrieben und gekürzt werden - und folgt in "Bälde".
LG
Wurxel
Reisebericht Costa Europa
Savona – Neapel – Alexandria – Limassol – Rhodos – Malta – Tripolis – Savona
3. bis 14. Oktober 2006Das Resumée möchte ich – auch wenn´s unüblich ist – an den Anfang meines Berichtes stellen: Die Kreuzfahrt ins Östliche Mittelmeer hat mir von allen drei auf der Costa Europa am wenigsten gefallen. Dies liegt aber ganz ausdrücklich nicht am Schiff oder an der Crew, sondern vor allem an der Route, die wir bereits von einer Cruise mit der Costa Marina (Jänner 2005) weitgehend kannten, zweitens an gewissen Mitpassagieren (daß drei Leute so nerven können) und drittens an der Jahreszeit.
Eine Kreuzfahrt im Juni läßt sich mit einer im Oktober einfach schlecht vergleichen.
Ich glaube und hoffe nicht, daß das Kreuzfahrtserlebnis langsam inflationär wird, wenn man binnen 12 Monaten drei Kreuzfahrten (insgesamt 35 Tage) auf dem gleichen Schiff verbracht hat. Trotzdem hoffe ich, meine Costa Europa möglichst bald und möglichst oft wieder zu sehen!
Einschiffung:Eine derartig blitzartige Einschiffung ohne eine Sekunde Wartezeit habe ich noch nie erlebt! Aufgrund der Jahreszeit ist momentan die gesamte Costa-Flotte im Mittelmeer stationiert, daher lagen am 3. Oktober 2006 die Costa Magica, die Costa Marina und die Costa Europa zeitgleich in Savona. Costa Marina und Costa Magica teilten sich den westlichen Pier am Palacrociere, unsere Costa Europa lag am östlichen Pier des Hafens. Daher wurden sämtliche Busse und PKWs ohne Zwischenstopp direkt zu einem Zelt vor der Costa Europa umgeleitet, auch die Gepäckabgabe erfolgte dort.
Bei uns gestaltete sich die ganze Aktion folgendermaßen: Kaum war das Auto zum Stehen gekommen, wurde schon der Kofferraum von den Costa-Mitarbeitern geöffnet, sämtliches Gepäck ausgeräumt, ein Bediensteter machte noch einen kurzen Rundgang, um das Auto auf etwaige Schäden zu untersuchen, man erlaubte uns auch noch einen flüchtigen Blick in den Innenraum – ob wir auch nichts vergessen hatten – und schon war das Auto weg. („Unter dem A…. weggerissen“, wie es meine bessere Hälfte so trefflich formulierte!)
Die Einschiffungsnummer 9, die man uns in die Hand drückte, hätten wir gar nicht gebraucht, denn Sekunden später waren wir bereits auf dem Schiff, freundlich begrüßt von unserem Restaurant-Waiter vom letzten November, der uns erklärte, die Kabinen wären leider noch nicht fertig, wir sollten zuerst im Selbstbedienungsrestaurant essen.
Gesagt getan, auch das erste Bier am Andromeda-Deck war kein Problem, obwohl wir noch gar keine Costa-Karten hatten; der Kellner an der Poolbar kannte uns noch von der letzten Cruise und begrüßte mich gleich mit meinem Vornamen. Das Bier konnten wir „anschreiben“ lassen.
Das Schiff:„Bellissima Costa Europa“, kann ich nur sagen. Wen auch immer man von den Offizieren oder der Crew fragt, sie ist anscheinend der „geheime Liebling“ der Flotte. Da hört man dann Sachen wie
„she is still a ship – the others are just boxes with balconies“. Zeigt man sich als Passagier von der schönen Dame begeistert, hat man schon viele Sympathien gewonnen.
Trotzdem, es läßt sich nicht ableugnen, ganz neu ist sie natürlich nicht mehr. Das äußert sich manchmal in Problemen mit dem berühmt berüchtigten Vakuum, einen halben Tag lang kam das Warmwasser bräunlich aus der Leitung (aber das kennt man ja auch von zuhause, wenn das Wasser abgestellt werden mußte). Aber ansonsten ist sie liebevollst gepflegt, ständig wird gestrichen, geputzt, geschliffen, poliert und gewienert.
Ich habe mir auf dieser Cruise erneut versichern lassen, daß sie noch weitere drei bis vier Jahre in der Flotte verbleibt. Nächsten Winter soll´s angeblich nach Dubai gehen. Dieser Termin ist bereits fix auf unserem Kreuzfahrtskalender vorgemerkt.
Gestört hat mich allerdings folgendes Detail: auf unserer Schwarzmeerkreuzfahrt hielt Comandante Ignazio Giardina gemeinsam mit einem nautischen Offizier einen hochinteressanten technischen Vortrag über das Schiff von der Brücke bis zum Maschinenraum inklusive Navigation. Es durften Fragen gestellt werden, nautische Instrumente wurden vorgezeigt und jeder Passagier bekam eine Farbkopie unserer Route inklusive Seemeilen-Angaben als Erinnerung.
Diesmal referierte die Hostess über den Verbrauch von Wein und Salat – und erklärte gleichzeitig, man möge ihr verzeihen, ihr fehle jegliches technisches Interesse und Verständnis. Erinnert man sich an den Vortrag des Comandante, dann stimmt einen dieser Vergleich irgendwie traurig. Aber offenbar ist das eine eher die Regel, das andere eine absolute Ausnahme und kam nur zustande, weil der Master selbst große Freude an der Sache hatte.
Die Crew:Wenn man innerhalb von drei Monaten zwei Kreuzfahrten auf demselben Schiff macht, hat man gute Chancen, die alte Crew beinahe komplett wieder anzutreffen. Und viele erinnerten sich an uns – sogar jene, an die wir uns peinlicherweise gar nicht mehr erinnerten.
Ob es nun ein Pool-Attendant ist, der gerade eine Lampe an Deck putzt und extra seine Handschuhe auszieht, um uns die Hand zu schütteln, die gesamte Barmannschaft, die sich ehrlich freute, die Waiters im Restaurant, der Maître, der uns erklärt, wir sollen ihn vorher informieren, wenn wir beabsichtigen zu kommen, damit er rechtzeitig über Bord gehen kann , bis hin zur Secutity, die in der Zwischenzeit tausende Pässe kontrolliert haben – und uns immer noch kannten. Wir haben jede Menge alter Kontakte erneuert, frische geknüpft und auch viele e-mail-Adressen getauscht. Auf dieser Kreuzfahrt waren wir keine anonymen Passagiere, sondern beinahe so etwas wie Freunde.
Übrigens: ein großes Lob an unsere Künstler Kati und Milan! Sie dürfen ihre CDs an Bord weder bewerben noch verkaufen und haben uns daher zwei zur Erinnerung geschenkt. Näheres unter
www.katiandmilan.com – sehr empfehlenswert!
Die Mitpassagiere…… sind ein Kapitel für sich. Leider haben es drei dieser Exemplare beinahe geschafft, uns den Spaß an der Kreuzfahrt zu nehmen. Selbst ein Schiff mit ca. 1.300 Passagieren auf 9 Passagierdecks ist zu klein, um sich dauerhaft aus dem Weg zu gehen.
Daher einige Tips für Mitpassagiere und solche, die es noch werden möchten:1. Wenn man am zweiten Abend angenehm plaudert, heißt das nicht, daß das für den gesamten Rest der Kreuzfahrt gilt.
2. Wenn eine Person mit einem Buch in der Hand am Sonnendeck liegt, dann bedeutet dies, daß diese Person liest – und sich nicht unterhalten möchte!
3. Gleiches gilt, wenn eine Person am Sonnendeck schläft.
4. Sonnenliegen sind für eine Person gedacht. Es ist unangebracht, als zweite Person am Fußende Platz zu nehmen und stundenlang wie angenagelt sitzen zu bleiben.
5. Wenn an der Bar Vierertische frei sind, und zwei Passagiere wählen einen Zweiertisch, dann ist davon auszugehen, daß dies mit Absicht erfolgt. Das Hinzustellen zweier weiterer Stühle ist in solchen Fällen unzulässig.
6. Wenn man Platz nehmen möchte, und dies mit dem Hinweis verwehrt wird, es werden noch zwei weitere Personen erwartet, dann gilt das verbindlich – und läßt sich auch nicht mit dem Zusatz „nur für eine Zigarettenlänge“ umschiffen.
7. Wenn eine Dame sagt, sie tanzt nicht, dann heißt dies in höflichen Worten, daß sie nicht mit jeder häßlichen Kröte tanzt. Es bedeutet keinesfalls, daß sie grundsätzlich nicht tanzen kann. Das Angebot, sie tanzen zu lehren ist daher unzulässig.
8. Wenn einem eine Person ganz offensichtlich aus dem Weg geht, dann ist es ebenfalls nicht zulässig, dies zu kompensieren, in dem man verstärkt ihre Nähe sucht.
9. Es ist ganz und gar unzulässig, sich am Galaabend zu kleiden wie für einen Fußballerstammtisch und dann mit Blick auf gutgekleidete Passagiere zu erklären, man fände „dieses Getue affig“!
10. Wenn sich zwei oder mehrere Personen angeregt miteinander unterhalten, dann ist es unzulässig und unhöflich, sich ungefragt einzumischen und mitzuquaken, vor allem, wenn man keine Ahnung vom Thema hat.
Summa summarum ist zu sagen: die Service-Crew war bei weitem besser gekleidet als so manche Passagiere.
Benehmen, Takt und Feingefühl, von Höflichkeit gar nicht zu reden, sollte man demnächst auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Charaktereigenschaften setzen.
Nicht unerwähnt bleiben soll, daß es auch auf dieser Cruise wirklich sehr nette Mitpassagiere gab. Und eine Quote von drei „Ungustln“ auf gut 1.300 Passagiere ist ja noch durchaus erträglich - vorausgesetzt sie verteilen sich entsprechend!
Übrigens hat wohl irgendeiner der Mitreisenden ein Erkältungsvirus eingeschleppt. Ich weiß ja nicht, ob an dem Mythos, wonach die Klimaanlage Viren verteilt, etwas dran ist, aber jedenfalls war am Ende der Kreuzfahrt ca. ein Viertel der Passagiere verschnupft und erkältet. Auch mich hat es erwischt. Jetzt nehme ich Meersalznasenspray, was den Vorteil hat, daß es irgendwie an die sanfte Meeresbrise erinnert.
Die Route:Leider kaum vergleichbar mit der Schwarzmeerkreuzfahrt! Dies lag wohl einerseits sicher an der Jahreszeit, denn eine Kreuzfahrt Anfang Oktober kann mit einer Anfang Juni schlecht mithalten, andererseits sind für mich ganz persönlich die nordafrikanischen Länder (Ägypten und Libyen) nicht besonders attraktiv.
Einen direkten Vergleich hatten wir allerdings in
Neapel: im Juni buchten wir eine geführte Tour nach Herculaneum bei strahlendem Wetter und waren schlicht begeistert, jetzt – im Oktober – zogen wir auf eigene Faust durch die Stadt, unter saunaartigen Bedingungen, regnerisch-feucht, dunstig, kreislaufbelastend. Bemerkt haben wir natürlich die Müllberge in den Straßen, über die ja auch im Fernsehen berichtet wurde.
Kleiner Hinweis am Rande: wer durch die Altstadt geht und meint, nachher an der Küstenstraße zurück zum Hafen schlendern zu müssen, der hat einen langen Fußmarsch „gewonnen“!
Alexandria – El Alamein: Die Pyramiden kannten wir bereits von unserer Kreuzfahrt im Jänner 2005 mit der Costa Marina. Daher machten wir die geführte Tour nach El Alamein.
Die Ägypter verhielten sich genauso wie schon vor drei Jahren. Frauen ohne Kopftuch (auch wenn sie lange Hosen und Sweatshirt tragen) werden mit den Augen ausgezogen. Ständig muß man aufpassen, nicht betrogen, gelinkt oder bestohlen zu werden.
Die Fremdenführerin erzählte nichts über den 2. Weltkrieg, hielt aber stattdessen einen einstündigen Vortrag über den Islam – inklusive Papstbeschimpfung (man verstehe mich nicht falsch, ich bin nicht besonders christlich, derzeit sogar konfessionslos, aber das steht ihr einfach nicht zu! Man stelle sich vor, man hat als Fremdenführer in Mitteleuropa einen Bus voller Moslems und läßt sich über irgendeinen islamischen Würdenträger aus – nicht auszudenken).
Für den britischen Soldatenfriedhof, das deutsche und das italienische Denkmal hatten wir sage und schreibe je 15(!!!) Minuten. Einer unserer Mitreisenden stand selbst in El Alamein an der Front, er hatte nicht mal Zeit, die Namen seiner gefallenen Kameraden zu suchen.
Die angekündigte Lichtshow im Museum (Gesamtbesuchszeit: 30 min!) mit historischen Hintergründen zur Schlacht fand aufgrund eines Feiertages nicht statt – das hätte sie wissen müssen.
Gegen 14 Uhr erfuhren wir dann, warum Madame Leila uns im Eilzugstempo durch die Gedenkstätten getrieben hat. Im hinteren Bereich des Busses waren die gesamten Lunchpakete vom Schiff deponiert, die sie den Passagieren NICHT aushändigte (obwohl einige schon während der 150 km Busfahrt Durst hatten – aber da bewarb sie nur die kostenpflichtigen Getränke im Bus), sondern erklärte, die Sachen wären nun nicht mehr frisch, sie würde mit uns zu einem Restaurant fahren, wo wir die Pakete ABGEBEN und dafür ein kaltes Getränk bekommen – Speisen wären dann extra zu bezahlen.
Da hat die Gute aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn wir drückten jedem Passagier beim Aussteigen sein Lunchpaket in die Hand, welches wir dann alle im wunderschönen Garten von "Hilton King´s Ranch" verzehrten (übrigens hervorragende Leckerbissen mit Lachs und so weiter). Die haben dort kein einziges Essen und höchstens zwei Getränke verkauft. Unseren Müll ließen wir da – und Madame Leila war stinksauer, wahrscheinlich hätte sie am Gewinn beteiligt sein sollen.
Am Schluß gab sie dann zwei Kuverts (eines mit dem Namen des Chauffeurs, eins mit ihrem Namen) durch und erklärte über´s Bordmikro, "in ihrem Land ist es üblich, Trinkgeld zu geben". Nun, bei uns ist es das auch, aber mit dem Unterschied, daß dies unaufgefordert und diskret passiert.
Fazit: aufgrund ihrer Falschheit und Geldgier hat Madame Leila bei uns leider ziemliches Pech gehabt und mußte sowohl hinsichtlich Provision als auch hinsichtlich Trinkgeld durch die Finger sehen. Costa haben wir von dieser seltsamen Tour ebenfalls informiert – und wie es aussieht, wird dies die letzte Führung der guten alten Leila gewesen sein.
Der Restaurant-Deal war definitiv nicht mit Costa vereinbart.
Limassol und
Rhodos machten wir auf eigene Faust, da wir beides schon kannten.
Malta besichtigten wir ebenfalls ohne Führung – und schon bei der Hafeneinfahrt erlitt unser Kapitän vor Wut beinahe einen Herzinfarkt. Denn auf unserem Liegeplatz lag schon die „Silver Whisper“! Offenbar hatten die Hafenbehörden unseren Liegeplatz doppelt vergeben, für die Costa Europa blieb nur noch ein Pier im unattraktiven Industriehafen.
Natürlich blieb in der Kürze keine Zeit mehr, noch Shuttlebusse zu organisieren, und die Taxifahrer meinten, ein Riesengeschäft machen zu können. 10 Euro hätte man für eine Fahrt ins Zentrum verlangt, eine Strecke, die man locker in 15 bis 20 Minuten zu Fuß zurücklegen kann. La Valletta ist wunderschön, keine Frage, durch und durch dominiert von den Bauten der Kreuzritter. Die St. Johns Kathedrale kann ich nur wärmstens empfehlen. Allein schon die Bodenmosaike sind sehenswert! Leider darf man nicht mit Blitz fotografieren, ohne verwackelt man aber automatisch jedes Bild, daher habe ich den Blitz mit dem Finger abgedeckt. Die Bilder sind zwar nun etwas dunkler aber noch immer gut gelungen.
Erwähnenswert ist auch noch die Warnung von Costa, man solle keine Pakete von Unbekannten annehmen und seine Einkäufe sofort auf ihren Inhalt kontrollieren.
Einem Mitpassagier wurde tatsächlich eine Stange Zigaretten zum Spottpreis angeboten – mit dem Zusatz, man werde sie für ihn bis zum Schiff bringen. Er hat sich auf den Deal nicht eingelassen.
Die Hafenausfahrt ist sensationell, beide Sea Clouds lagen am Pier, gleich vor der „Silver Whisper“, die sich auf unserem Platz breitgemacht hatte.
Tripolis – muß man einmal gesehen haben. Und das genügt aber auch. Die Führung startete mit römischen Ausgrabungen, daraufhin gingen wir durch die „Altstadt“ mit den Souks, aufgrund des Ramadan anfangs alle noch geschlossen. Diese Häuserzeilen sind derartig abenteuerlich, daß man sie mit Worten kaum beschreiben kann. Nicht einmal meine Fotos werden ihnen völlig gerecht. Stromleitungen kreuz und quer offen verlegt, kaum ein intaktes Straßenpflaster, die Häuser stützen sich gegenseitig mit Balken (einsturzgefährdet???).
In den Souks findet man Leopardenfelle, Krokodilhäute und Pelze irgendeiner kleineren getigerten Raubkatze (soviel zum Thema Artenschutz). Die anderen Dinge bewegen sich im Bereich des Üblichen, Leder, Holzwaren, Stoffe, wobei – etwa im Gegensatz zu Marokko – es schon vorkommen kann, daß einem der Schimmel aus einem Gewürzbehälter entgegen lacht.
Der Besuch des Nationalmuseums wurde vom Führer auf zwei Stunden ausgedehnt, woraufhin jene, die eigentlich eine „Stadtrundfahrt“ gebucht hatten, langsam die Geduld verloren. Es folgte dann tatsächlich eine Rundfahrt im Bus, bei welcher der Führer – man möchte es kaum glauben – mit einer umfassenden Erklärung von Islam und Ramadan begann. Nachdem einige Mitreisenden darauf hinwiesen, man habe dies bereits in Ägypten ausreichend erklärt bekommen, meinte unsere Hostess, wir sollten Fragen stellen, denn der Führer wisse nicht mehr, was er sonst noch erzählen soll. Zur Geschichte Libyens haben wir gar nichts erfahren – offenbar spricht man über dieses Thema nicht. Ich habe mein Geschichtswissen – vor allem über das 20. Jahrhundert – mittlerweile via Internet aufgefrischt.
Interessant waren die Infos über das Alltagsleben und die Sozialleistungen (die anscheinend sehr gut sind – beispielsweise ist Trinkwasser im Wüstenstaat gratis) und die Rundfahrt durch die Neustadt inklusive 8-spuriger Küstenstraße!
Summa summarum eine schöne Kreuzfahrt auf einem wunderbaren Schiff – und wahrscheinlich ist es wirklich nicht besonders fair, sie mit der Schwarzmeer-Kreuzfahrt zu vergleichen.
Positiv anzumerken ist jedenfalls, daß im Oktober sämtliche Schiffe im Mittelmeer unterwegs sind, weshalb es kaum vorkommt, daß eines wirklich ausgebucht ist.
Besonders die zweite Sitzung beim Abendessen verläuft auf diese Weise sehr sehr ruhig.
Auch am Sonnendeck gibt es nicht nur genügend freie Liegen sondern vor allem auch freie Platzwahl!
Abschließend bleibt zu sagen: ich hoffe noch auf unzählige weitere Kreuzfahrten mit meiner Costa Europa! Möge sie der Flotte noch viele Jahre erhalten bleiben!