im Folgenden möchten wir unsere Eindrücke der Norwegian Jewel und des Freestyle-Konzeptes von NCL darstellen. Vor der Reise waren wir ziemlich skeptisch, ob uns das alles so gut gefällt... (unsere 4. Kreuzfahrt, vorher Costa und MSC), da wir doch schon öfter negatives über das Verhalten einiger amerikanischer Gäste gehört haben und uns auch nicht so recht vorstellen konnten, wie alles ohne "Reibung" organisiert werden wird...
Doch im Nachhinein können wir nur sagen: "einmal Kreuzfahrt, immer Kreuzfahrt" wird nun zu "einmal NCL, immer NCL"!!!
ANREISE UND EINSCHIFFUNG
Wir reisten mir dem Auto nach Barcelona. Wir übernachteten zuvor in einem Hotel kurz vor Barcelona. Mit den Reiseunterlagen kamen von NCL keine Informationen zur Anfahrt und zum Parken vor Ort. Wahrscheinlich sind wir auch zeimlich exotisch mit unserer Autoanreise. Doch unser Reisebüro und ein Anruf bei NCL klärten alle unsere Fragen. Man fährt mit dem Auto zur Moll Adossat, dort steht das Schiff. Um ca. 9.30 Uhr wurde begonnen das Gepäck anzunehmen. Bis dies erledigt war, durfte man das Auto auf der Rückseite des Gebäudes parken. Während der Kreuzfahrt parkt man das Auto im Parkhaus des World Trade Centers (WTC) - kein übler Scherz, das Gebäude heisst so - das kostet 77 Euro und wird nach der Kreuzfahrt mit dem Ticket, das man beim Einfahren zieht, an einem Schalter bezahlt. Aufgrund der Entfernung muss man dann allerdings mit dem Taxi zurück zu Schiff fahren (10 Euro). Die Einschiffung begann um 10.30 Uhr. Für die wartenden Gäste stand Wasser und Orangensaft als auch Kuchen bereit. Die Kreditkarte wurde gleich mitregistriert, so dass man dies auf dem Schiff nicht mehr erledigen musste. Um 11.30 Uhr gingen wir auf das Schiff.
DIE KABINE
Wir hatten eine Außenkabine mit Balkon der Kategorie BD, Nummer 8538. Diese liegt auf der linken Seite des Schiffes, recht weit vorne und hat einen Balkon, der nochmals in der Art einese Fenstes eingefasst ist. Uns hat dieser Balkon gut gefallen da er sehr gut von Wind und Sonne geschützt ist und man dennoch herrlich auf das Meer schauen kann. Das Bett ist bequem, die Klimaanlage gut zu regulieren, Schrank und Ablagefächer waren sehr großzügig gestaltet. Besonders gut hat uns das Bad gefallen. Es gab erstaunlich viele Ablagen. Betritt man es steht man direkt vor dem Waschtisch. Links - durch eine Schiebetür abgetrennt befindet sich die Toilette, auf der anderen Seite auch mit einer Schiebetür die Dusche, die sehr geräumig und vor allem ohne Duschvorhang ist. Natürlich gab es auch einen TV mit einem Infokanal über die Position des Schiffes und die Wetterverhältnisse. Desweiteren gab es einen Fön sowie einen Wasserkocher in der Kabine. Wir fühlten uns sehr wohl...
DIE ÖFFENTLICHEN RÄUME
Jedes Restaurant, jede Bar... ist in einem anderen Stil eingerichtet. Alles in allem hat uns die Einrichtung sehr gut gefallen. Besonders zu beachten sind in diesem Schiff die Teppichböden, die sehr interessante Motive haben.
Auf Deck 6 gibt es einen Zugang in das Stardust Theater (Libelle auf dem Teppich). Es ist ein sehr großes Theater, mit gutem Blick auf die Bühne von allen Plätzen. Ebenso auf Deck 6 befindet sich das von uns nicht genutzte Casino mit den üblichen Automaten und Spieltischen, das Französische Restaurant Le Bistro mit urgemütlichen Sitzecken und passenden Bildern und Skulpturen, verschiedene Bars und Sitzgelegenheiten für Bier, Champagner und Cocktails. In diesem Bereich ist ein kleines Atrium, dass ein Deck höher zu den Asia-Restaurants führt mit einer sehr schönen Decke aus buntem Glas.Auch auf Deck 6 befinden sich die beiden Hauptrestaurants. Das Restaurant Azura ist bunt und popig gestaltet und liegt etwa in er Mitte des Schiffes. Das Tsar´s Palace liegt ganz hinten im Schiff und ist nur über Deck 7 zugänglich, da zwischen den Hauptrestaurants die Küche liegt. Das Restaurant ist ausgestattet mit Kronleuchtern, Portrait-Gemälden, am Eingang mit goldenen Skulpturen ... es ist sehr weitläufig, aber es wirkt auf mich nicht kitschig (im Vergleich zur Costa Fortuna), sondern eher edel.
Auf Deck 7 befindet sich hinten ein sehr großer Shopping-Bereich mit Schmuck, Süßwaren, Kleidung, Spielwaren, und allerhand Souveniers..., desweiteren auf diesem Deck: die Kunstgalerie, das Internetcafe, der Photoshop. Im Bereich des Crystal Atriums befindet sich die Recetion sowie das Ausflugsbüro als auch das Java Cafe. Dort geht eine Freitreppe auf Deck 8, auf halber Strecke befindet sich eine Leinwand- auf dieser wurden manachmal Landschaften gezeigt mit sich bewegenden Wolken- das sah total toll aus, die Decke des Atriums wirkte interessant mit herunterhängenden "Eiszapfen", die abwechselnd dezent bunt beleuchtet werden. In der Mitte auf Deck 7 befindet sich das ChinChin Asia Restaurant mit Sushi-Bar und Teppanyaki(siehe Punkt ESSEN). In der Fyzz Lounge, die durch ihren Teppich mit Kugeln und interessante rote Skulpturen, als auch das Sonnensystem an der Decke besticht, wurde abends Karaoke gesungen. Es gibt neben dem Auftritt in der großen Lounge, auch die Möglichkeit sich einen der 3 Karaoke-Räume zu mieten. Das kostet die Stunde 40 Dollar für bis zu 8 Personen. Da wir zu zweit reisten, war das doch etwas teuer. Auf Deck 7 gibt es einen Zugang zum Theater. Außerdem befindes sich hier die Promenade, die wirklich rundherum führt und sehenswert ist, wegen der einfallsreichen Bemalung der Schiffswände.
Auf Deck 8 befindet sich neben vielen Kabinen nur das zweite Stockwerk des Crystal Atriums, hier befindet sich das Tangos Restarant für Tapas und TexMex-Gerichte, sowie auf der anderen Seite das Blue Lagoon, hier kann man seinen Hunger, die ganze Nacht über stillen. Interessant sind hier die Kaffeebohnen auf dem Teppich und die Bilder aus Gewürzen und Pflanzen. Außerdem hat man einen schönen Blick auf das Meer.
Deck 9, 10 und 11 gehört den Kabinen und Suiten. Jedoch befindet sich auf Deck 11 etwas Besonderes, das wir noch auf keinem Schiff erleben durften. Ein Bridge Viewing Room - dort kann man solange es hell ist das Geschehen auf der Brücke durch Glasscheiben beobachten und auch wunderbar nach vorne rausschauen. In dem Raum hängen viele Plaketten, von all den Häfen, die das Schiff bereits anlief. Es gibt Monitore, die das Radar genau so aufzeigen, wie es der Kapitän gerade bedient, als auch eine Anzeige für Geschwindigkeit usw.. Würden wir uns besser auskennen, könnte man hierüber sicher noch mehr berichten, für Laien ist es ersteinmal toll, ein bisschen mitzukucken.
Deck 12 - Dort befindet sich hinten eine ganz tolle, große Terasse mit vielen Sitzgelegenheiten und einem großen Segeltuch als Sonnenschutz sowie einer Büffetlinie. Es ist herrlich dort zu sitzen und aufs Meer zu schauen. Drinnen befindet sich das Mama´s Kitchen, ein italienisches Restaurant, das eingerichtet ist, als befindet man sich in einer Taverne in der Toskana: urige Holztische und Stühle, Regale mit Pfannen und anderem an den Wänden - wirklich schön gemacht... Das große Garden Cafe ist das Büffet-Restaurant des Schiffes. Es ist in blau gehalten und man kann gut hinaussehen. Sehr positiv ist, dass die Büffets in mehreren ovalen Tischen angeordnet sind und es wohl dadurch nie zu Warteschlangen kam, auch gab es immer genügend Sitzplätze. Auf Deck 12 befindet sich ein großer Bereich für Kinder und Jugendliche. Das Pooldeck ist ebenso hier. Es gibt zwei Pools und 5 Wirlpools. Ein Poolbereich ist Erwachsenen vorbehalten. Der Bereich an der Wasserrutsche ist für alle da. Dies war angenehm, da man dadurch, wenn nicht zu viel los war wirklich im herrlichen 35°C warmen Salzwasser schwimmen konnte. Toll war auch, dass die Pools erst um 23 Uhr geschlossen wurden. Im Poolbereich befinden sich genügend Liegen und Sitzgelegenheiten, auch im Schatten. Es gibt einen Grill, der Speisen anbietet..., eine Bühne, die oftmals Live-Musik bot. Das Fitness-Studio, die Bibliothek und Kartenspielräume befinden sich im vorderen Bereich von Deck 12, ganz vorne ist der SPA-Bereich, sehr schön, aber von uns nicht genutzt, da eine Tageskarte 15 Dollar und eine Karte für die ganze Woche 70 Dollar gekostet hätte, und wir so viel Zeit sowieso dort nicht zugebracht hätten.
Auf Deck 13 befindt sich der Sportplatz, die Joggingstrecke und diverse Deckspiele. Im inneren in der Mitte ist das Cagney´s Steakhaouse, dessen Einrichtung mit roten Ledersofa´s, Kuhfleckenstühle... wirklich sehenswert ist. Mit Blick nach hinten auf den Poobereich gibt es die Sky High Bar im Freien, auch hier kann man etwas zu Essen bekommen, man kann an einer Art Tisch auf Barhockern sitzen und herrlich die Leute und das Geschehen beobachten. Ganz vorne befindet sich die große Spinnaker Lounge mit einem herrlichen Blick nach draußen, interessanten bunten Sofa`s und einer Tanzfläche/Bühne für Veranstaltung um die im Kreis herum gemütliche Nischen angebracht sind.
Im vorderen Bereich des Schiffes sind Deck 14 und 15 frei zugängliche Sonnendecks, im hinteren Bereich befinden sich die Suiten und Garden Villa´s mit dem privaten Poolbereich, dort gelangt man nur mit der richtigen Karte hin...
DIE STIMMUNG AN BORD
Das Schiff war mit 2750 Menschen komplett ausgebucht. An Bord waren 93 Deutsche und Österreicher. Was die deutsche Sprache angeht sicher auch noch einige Schweizer. Ansonsten trafen wir eher wenige Spanier. Die große Mehrheit der Gäste bildeten die Amerikaner. Uns ist niemand durch unangemessenes Verhalten aufgefallen, die Menschen waren alle sehr nett und sehr offen. Niemand wirkte unzufrieden. Es gab nie irgendwelche Warteschlangen, egal in Bezug auf welche Situation. Die Stimmung an Bord war sehr, sehr gut und jeder war auf seine Weise glücklich.
DAS PERSONAL
Alle Mitarbeiter waren sehr, sehr freundlich, aufmerksam und hilfsbereit. Das sind sie auf anderen Schiffen auch gewesen, doch hier hatten wir das Gefühl, dass man noch einen Tick aufmerksamer und freundlicher ist, um die Gäste zufrieden zu stellen. Zwei Beispiele: Ich hätte gerne einen frisch gepressten Orangensaft im Tango´s Restaurant getrunken und fragte nach, ob dies mögliche sei. Der Kellner schickte mir ein anderen von der Bar, der sich sehr höflich entschuldigte, das sie das nicht haben und mir erklärte, was er mir bringen könne. Ich fand das nicht schlimm und bestellte etwas anderes. Kurz darauf kam nochmals jemand, der wohl aufgrund seines Anzuges einen höheren Rang hatte und entschuldigte sich förmlich. Das zweite Bespiel spielt im Hauptrestaurant. Ich bestellte zum Nachtisch Sorbet. Doch es schmeckte mir nicht (überrigens das einzige Mal, dass mir irgendetwas nicht schmeckte) und ich schob es an die Seite. Sofort kam der Kellner und fragte, ob ich es nicht mag und einen andern Nachtisch wünsche.
SAUBERKEIT, ZUSTAND DES SCHIFFES, KLIMAANLAGE
Das Schiff ist neu und wir konnten im Gegensatz zu der auch recht neuen Costa Fortuna nirgends Abnutzungserscheinungen feststellen. Das Schiff hatte in den öffentlichen Bereichen als auch in der Kabine keine Vibrationen durch den Antrieb und es lag auch bei Windstärke 7 noch sehr ruhig im Wasser. Ich denke die Mayer-Werft hat hier gute Arbeit geleistet. Alle Bereiche des Schiffes waren immer frisch geputzt und sauber. Die Gäste wurden beim Betreten des Schiffes, als auch beim Betreten der Restaurants dazu aufgefordert sich die Hände zu desinfizieren. Selbst im Katolog von NCL steht, dass abends in den Restaurants die Temperatur sehr kühl klimatisiert sei, angemessen an amerikanische Gepflogenheiten. Ehrlich gesagt, habe ich das niemals im negativen gespürt, unsere Jackets und Pullover blieben ungenutzt im Schrank, uns war die Temperatur immer angenehm und es gab keine Zugluft. Dies haben wir auf italienischen Schiffen im nagativen anders erlebt.
ESSEN UND TRINKEN
Das Essen auf diesem Schiff war wirklich hervorragend. Frühstück, Mittagessen und diverse Snacks zwischendurch nahmen wir im Büffetrestaurant oder draußen ein. Natürlich hätte man auch morgens und mittags "a la carte" essen können. Zum Frühstück gab es viele verschiedene Kellogs-Sorten, ein fertig angerührtes sehr leckers Swiss-Power-Müsli, Joghurt, Obst, Trockenobst, warme Gerichte, Pancakes und Waffeln, verschiedene Brote und Kaffeestückchen, Wurst, Käse, Marmelade...., Kaffee, Tee, Milchgetränke, Apfelsaft, Cranberry-Saft und Orangensaft...Wer das nicht das richtige findet... Auch zu Stoßzeiten, kurz bevor Ausflüge losgingen, fand man einen Platz und es gab nie Getränge oder Schlange stehen. Zum Mittagessen konnte man am Büffet zwischen verschiedenen Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten wählen. Es gab Salate, Sandwiches, ein sehr leckeres vegetatisches Curry mit wechselnden Zutaten, Pizza, Pommes, Würstchen und die besten Hamburger, die wir je gegessen haben...vieles mehr. Aber immer eine Attraktion für uns Schleckermäuler war das Büffet mit den Nachspeisen - Puddingcremes, Kuchen, warmer Brotpudding mit Vanillesoße, alles dekoriert mit guter Schokolade zum Mitessen. Es gab Softeis, draußen die "besten Cookies der Welt" und am Grill sehr leckere Brownies - all das natürlich wechselnd auch nachmittags und abends...
Zum Abendessen haben wir folgendes ausprobiert: 2x waren wir im Tsar´s Palace Hauptrestaurant. Das Essen war geschmacklich und fürs Auge sehr, sehr lecker. Man konnte so viele Vorspeisen wählen wie man mochte, es gab verschiedene Hauptgerichte, Pasta, Käse und Desserts täglich unter verschiedenen Mottos stehend und somit wechselnd. Die gleiche Speisekarte gab es im Hauptrestaurant Azura, wo wir einmal zu abend aßen. Am 2. Abend gönnten wir uns das Teppanyaki. Für 12 Dollar bekommt man ein komplettes Menü. Das tolle ist, dass die Speisen am Tisch von einem Koch mit viel witziger Show zubereitet werden. Wir aßen verschiedenen Fisch mit Gemüse und gebratenem Reis. Zuvor gab es Erbsen, Suppe und Salat, als Nachtisch konnte man Eis oder Obst essen. Im Tango`s Restaurant aßen wir mexikanisch. Wir hatten mit Hühnchen gefüllte Teigtaschen und dazu Reis, Bohnen und verschiedene Soßen - es war sehr sehr lecker... Natürlich gab es auch eine Auswahl an Vor- und Nachspeisen. An einem Abend aßen wir am Büffet, da uns das mexikanische Büffet sehr anlachte. Im Mama`s Kitchen aßen wir Calamares, Pizza und Lasagne - alles sehr gut, auf den Nachtisch verzichteten wir, da wir danach das nächste kulinarische Highlight besuchte: Das Schokoladenbüffet - es gab Kuchen, Eis, Früchte in Schokolade und und und... Es war toll hergerichtet und hat lecker geschmeckt.
Das System mit den Plätzen funktionierte gut. Am Büffet oder den Hauptrestaurants waren ohne Vorbestellung immer Kapazitäten frei. Die Spezialitätenrestaurants waren alle gut besucht und es war sinnvoll einen Tisch zu bestellen. Bei einigen hätte man vielleicht auch einmal ohne Platzreservierung Glück gehabt.
Wir sind nun absolute Fans dieser Art des Abendessens, weil man viel freier ist, als bei den normalen Kreuzfahrten mit der einzigen Option frühe oder späte Essenssitzung. Denn wenn ich mich um 20 Uhr nicht in Schale werfen mag, weil ich noch im Pool schwimmen oder auf dem Balkon sitzen möchte, kann ich dies tun, ohne das einzige mögliche Abendessen zu verpassen.
Zu jeder Mahlzeit kann man kostenlos Eistee und Wasser erhalten. Das Wasser schmeckte bis zum Ende der Kreuzfahrt nicht nach Chlor, wie wir es auf anderen Schiffen erlebt haben und war absolut in Ordnung. Die Getränkepreise ansonsten waren etwas höher als auf anderen Schiffen.
Ach ja, es wurde mehrfach am Pool ein BBQ angeboten, das wir aber nicht nutzten. Man kann unmöglich alles eßbare ausprobiern in 7 Tagen.
GARDEROBE
Im Grunde gab es nur eine Regel - in den Restaurants am Abend keine Shorts, Bluejeans und Tanktop für die Herren. Selbst an Galaabenden sahen wir keine Dame im Ball- oder Cocktailkleid und die meisten Herren trugen ein Hemd mit Kravatte ohne Jacket. Wir haben uns diesem lockeren, aber gepflegten Kleidungsstil angepasst und wissen nun was wir das nächste Mal zu Hause lassen können.
SHOW UND ANIMATION
Die Shows waren wirklich sehr sehenswert und wurden meinstes um 20 und um 22 Uhr aufgeführt. Es gab Comedy, verschiedene Musikbands und im Grunde tagsüber und abends immer etwas zu tun, z.B. Tanz- und Kochkurse...
Wir schauten uns einige der Shows an und sahen 2 mal Comedy von "The Second City", was uns sehr gut gefallen hat. Am Ende der Abschiedsshow kamen von jedem Bereich des Schiffes Angestellte auf die Bühne und verabschiedeten sich von den Gästen - das war stimmungsmäßig sehr gut angekommen. Ansonsten nahmen wir an keinen weiteren Angeboten teil.
AUSFLÜGE UND HÄFEN
Die angebotenen Ausflüge von NCL waren sehr teuer, dennoch entschieden wir uns 2 Tagesausflüge mitzumachen. Die Abwicklung, das Schiff zu verlassen verlief sehr gut und ohne Warteschlangen vor der Gangway.
Messina
Wir buchten einen Tagesausflug für 129 Dollar mit Mittagessen in deutscher Sprache nach Taormina und auf den Etna. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, wir hatten einen sehr netten und witzigen Reiseführer. Toarmina ist ein sehr schön gelegenes Dorf über einer herrlichen Bucht mit einem sehenswerten antiken Theater. Das Mittagessen war leider eher Massenabfertigung, da haben wir bei dem Preis hochwertigeres erwartet. Auf dem Etna war alles in Wolken. Wir besuchten einen Nebenkrater, der heute nicht mehr aktiv ist und sahen einen Lavastrom, der vor 2 Jahren ausgebrochen sein soll. Wir fanden dies sehr beeindruckend. Gleichzeitig hörten wir das Donnern, der Vulkan war an anderer Stelle aktiv.
Neapel
hier buchten wir einen englichsprachigen Ausflug auf die Insel Capri - The romantic island of Capri. Wir fuhren mit einem kleinen Schiff, das im Inneren aussah wie im Flugzeug, von Neapel auf die Insel. Am Hafen wurden wir mit Kleinbussen nach Anacapri gebracht. Dort hatten wir freie Zeit zu Verfügung. Danach schauten wir uns die Villa San Michele mit einem herrlichen Blick auf die Stadt Capri und das Meer an. Danach gab es Mittagessen in Capri-Stadt, auch eher Massenware, aber besser als in Sizilien. Dann blieb Zeit für die Augustus-Gärten und zum Bummeln, bevor wir mit der Zahnradbahn runter zum Hafen und zurück mit dem Schiff nach Neapel fuhren. Der Ausflug bestach durch die herrlichen Aussichten und die Gemütlichekeit und Zeit, weit weg vom üblichen Sightseeing-Stress, der manchmal bei solchen Ausflügen entsteht...
Civitavecchia
Da wir bereits in Rom waren, gingen wir uns diese Stadt anschauen. Viel zu bieten hat sie nicht. Sehr interessant war der Markt mit Halle und allen erdenklichen frischen Lebensmitteln - südländisches Flair zum Anfassen - toll.
Livorno
Hier wollten wir uns die Stadt anschauen. NCL bot einen Shuttlebus für 1 Euro in die Innenstadt an - super günstig. Doch leider waren wir enttäucht von Livorno. Die Stadt war stinkig und dreckig. Beide Festungen, die ich anschauen wollte waren nicht zu besichtigen und wirkten nicht sehr gepflegt. Offen hatte der Dom und einige Kirchen. Die Geschäftsstraßen waren vom Verkehr gezeichnet. Sehr interessant war wiederum auch hier der Markt mit Halle, vorallem der Fischmarkt - soetwas muss man gesehen haben.
Villefranche
Dort wurden wir mit den Tenderbooten an Land gebracht. Villefranche ist ein sehr nettes Dorf mit einer Festung mit herrlicher Parkanlage, vielen kleinen Geschäften, bekannt durch seine gedeckte Straße und die Capelle Saint-Pierre bemalt von Jean Cocteau. Es war sehr sehenswert.
WAS NOCH ???
Wir sahen die Costa Concordia in Barcelona einlaufen. In Neapel stand die Carnival Liberty neben uns, in Civitavecchia die MSC Montery und in Villefranch lag die Thomson Destiny ein TUI-Schiff auf Reede.
Auf dem Weg von Messina nach Neapel sahen wir Delphine springen und in der Nacht beobachteten wir einen Vulkanausbruch - wir denken auf einer der liparischen Inseln - das war sehr eigenartig, wenn plötzlich aus dem Dunkel der Nacht etwas rotes in den Himmel fliegt... man konnte dann sogar dei Lava den Berg hinunterlaufen sehen...
Insgeamt war dies eine sehr schöne Kreuzfahrt...
Ich hoffe der Bericht interessiert Euch und bis bald
Kerstin und Andreas
2004 - Costa Victoria 2004
Posts: 45 | Location: Darmstadt | Registered: September 11, 2005
Bei dem tollen Bericht werden wir wohl versuchen um 12.00 Uhr an Bord zu kommen, eine Woche vorher anfangen zu hungern, damit wir dann bis 09.00 Uhr morgens alles ausprobieren zu können.
Der Stil des Berichtes hat mir sehr gut gefallen.
Ich konnte mir sehr viel darunter vorstellen.
Einfach klasse!
Gruß HeinBloed
P. S. Könnt ihr noch mehr zu den Preisen an Bord schreiben, damit man sich da ein wenig orientieren kann?
Gab es einen SB-Waschsalon?
Habt ihr zufällig noch die Wäschereipreisliste?
Und wie wurde es mit dem Trinkgeld/der Servicepauschale gehandhabt?
Gab es für euch "wenige" (im Vergleich zur Gesamtzahl der Passagiere) eine deutschsprachige Hostess, Speisekarten oder Tagesprogramme???
Posts: 2617 | Location: In the heart of Europe: Germany... | Registered: May 23, 2006
Irgendwie bin ich an dieser Stelle rausgeflogen und dachte schon ich habe alles umsonst geschrieben. Ich hoffe es sind nicht zu viele Rechtschreibfehler etc. in meinem Text. Und hier unsere bisherigen Kreuzfahrten, nocheinmal richtig:
2005 - Costa Victoria 2005 - MSC Opera 2006 - Costa Fortuna 2006 - Alexander von Humbold - Schnupperkreuzfahrt 2006 - Norwegian Jewel
Posts: 45 | Location: Darmstadt | Registered: September 11, 2005
danke für den ausführlichen Bericht. Unsere erste Cruise war auch auf einem NCL-Schiff und der Virus hat uns damals befallen und nicht wieder losgelassen. Uns hat das Konzept damals auch sehr gut gefallen und auch das Essen war klasse. Aber irgendwie haben wir es seit damals nie mehr auf ein NCL-Schiff geschafft, wird aber sicher irgendwann noch einmal passieren. Eurer Bericht macht auf jeden Fall Laune darauf, nochmals danke dafür.
danke für euren schönen Reisebericht,wieviel Kilo habt ihr zu genommen bei diesem reichhaltigen Essensangebot ich hätte ganze 10 Kilo nur vom schauen zugenommen. Wie lange seit ihr nach Barcelona gefahren? Auf die Idee sind wir noch nicht gekommen mit dem Auto dorthin zufahren,wollten jetzt im Juli von Barcelona ablegen nach dem wir die Flugpreise gesehen haben sind wir doch lieber zu Hause geblieben. Da es nur eine KF zwischen durch gewesen wäre heute buchen und morgen an Bord sein. manze und pille
Costa Tropicale 2001 und 2002; Costa Fortuna 2004; Costa Classica 2004; AIDAblue 2005; Costa Atlantica 2005; Color Fantasy 2006; Costa Classica 05/2006 Costa Concordia 2006;MSC Opera 2007; Costa Classica 2007, Norwegian Gem Okt. 07, Costa Mediterranea Nov. 07 ; Costa Concordia Nov. 07.demnächst: Costa Victoria Mai 08 ;MSC Orchestra
Folgende Preise können wir im Nachhinein berichten:
alkoholfreie Cocktails ab 3.50 Dollar Cocktails ca. 8 Dollar unbegrenztes Sodapaket 40.25 Dollar (hier ist allerdings kein Mineralwasser enthalten, nur Limonade und Cola) 1 Literflasche Evian 4.50 Dollar (aber wie oben beschrieben bekommt man Wasser kostenlos)
weitere Getränkepreise haben wir leider nicht im Kopf. Auf die Getränkepreise kommt nochmal 15 %.
Trinkgeld wird pro Tag und Person pauschal 10 Dollar berechnet. Man kann dies aber auch ändern lassen.
SB-Wäscherei gibt es meiner Kenntnis nach nicht auf dem Schiff.
Die regulären Preise der Wäscherei kenne ich nicht , aber am Ende der Reise gab es ein Angebot: ein recht großer Wächebeutel voll, soviel wie hineingeht 25 Dollar, 2 Beutel 45 Dollar. Genutzt haben wir dies allerdings nicht.
Es gab eine deutsche Hostess mit einem Informations-Treffen und täglichen Sprechstunden. Es gab ein deutschsprachiges Tagesprogramm sowie Speisekarten und alle anderen Informationen gab es auch auf deutsch.
viel Spaß auf Deiner Kreuzfahrt
Kerstin und Andreas
Posts: 45 | Location: Darmstadt | Registered: September 11, 2005
wir waren diesmal ziemlich lange unterwegs, ca. 13 Stunden, da in vielen Ländern Ferienbeginn war und es dadurch in Frankreich viele Staus gab. Wir wohnen in der Nähe von Frankfurt/Main und sind die Strecke auch schon in viel kürzerer Zeit gefahren.
Kerstin und Andreas
Posts: 45 | Location: Darmstadt | Registered: September 11, 2005
Danke für euren tollen Bericht und die ausführliche Darstellung. Im Gedanken war ich mit an Bord. *seufz*
Wir sind ja schon lange Freestyle-infiziert, fällt einfach schwer, wieder davon loszukommen. Eine der nächsten Cruises soll aber endlich mal bei einem der "Mitbewerber" stattfinden.
Noch eine Info zu den Preisen: Unabhängig von der Soda-Card würden die Softdrinks inkl. Steuern je rund USD 2 kosten.
Ahoi und vielleicht bis irgendwann mal an Bord einer NCL-Einheit!
Marc
Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004
toller Bericht! Ich möchte kurz noch unsere Meinung anschließen, bei der man sieht, dass doch von Person zu Person und von Cruise zu Cruise mache Dinge anders sind.
Wir sind am 22. Juli in Barcelona eingeflogen, hatten eine privat organisierte Vorübernachtung (ist uns generell immer lieber - falls mal das Gepäck nicht mitkommt, hat man es dann am nächsten Tag rechtzeitig vor der Embarkation. Außerdem gibt es in Barcelona zu viele zu gute Restaurants und Tapasbars, als das man diese unbesucht lassen sollte) und sind am 23. sozusagen als Eure Nachfolger an Bord.
Morgens um 11.00 klappte dies ohne jede Wartezeit einfach grandios gut. So toll und schnell waren wir in unserer ganzen Kreuzfahrt-Karriere noch nie an Bord. Selbst dass wir unseren großen Trolley mit dem Gepäck selbst mit an Bord nehmen wollten, stellte kein Problem dar.
Nach Erfahrungen mit diversen Kabinenkategorien haben wir uns diesmal zum erstenmal mit einer Innenkabine versucht, da uns aufgrund der vielen Landgänge ein Balkon unnötig erschien. Je Näher der Abfahrtstermin rückte, desto skeptischer wurden wir ob unserer Entscheidung, aber als wir dann unsere Kabine auf Deck 11 bezogen, waren wir doch sehr angetan. Ausreichend Platz für die Kleidung und uns und auch der Trolley lies sich gut im Schrank verstauen. Das Bad geräumig, die Dusche großzügig, nur die Toilette war etwas ungünstig positioniert. Es gab auch genügend Abstellflächen für all die Fläschchen und Döschen, die man so mit dabei hat. Da die Kabine noch nicht fertig war, machten wir uns auf zur ersten Erkundung des noch ziemlich leeren Schiffs.
In vielen Foren wurde erwähnt, dass die Spezialitätenrestaurants ziemlich schnell ausgebucht sind. Obwohl wir eigentlich lieber spontan entscheiden wann und wo wir essen, bissen wir also in den sauren Apfel und reservierten unsere Tische für Cagney´s, Le Bistro und das Teppanyaki.
Die Farbenvielfalt und Zusammenstellung auf dem Schiff hat uns dann doch etwas sehr gefordert, teilweise hatte ich das Gefühl zu erblinden ob der leuchtenden und ständig wechselnden Farben. Neben den bereits von unseren Vorgängern erwähnten Libellen gab es auch noch Kaffeebohnen, Zitronen, Planeten und ähnliche Dinge auf den Teppichen zu entdecken. Vereinfacht könnte man dies alles als scheußlichen Ami-Kitsch abtun. Allerdings war schon festzustellen, dass sich da doch jemand Gedanken gemacht hat und die einzelnen Bereiche doch perfekt gestaltet waren.
Als sehr angenehmen Bereich haben wir das Spa empfunden. Zwar waren wir erst mal schockiert, dass die Nutzung $70/Woche kosten soll (Colin lässt sich doch immer wieder etwas neues einfallen, um das „onboard revenue“ zu erhöhen), da wir aber eifrige Saunagänger sind, haben wir das Paket dann doch gebucht und nicht bereut. Der hohe „Eintrittspreis“ hielt nämlich viele vom Besuch des Spas ab und so hatte man hier fast immer eine Oase der Ruhe. Neben den Geschlechtergetrennten Bereich mit jeweils Dampf- und Trockensauna (mit Seeblick), Tauchbecken, Hot Tub und diversen Duschen (Ice-Drench, „Tropical Rain“ etc.), Buffet mit frischen Obst und Eiswasser und Ruhezone mit sehr bequem Stühlen mit Blick auf die See gab es einen Gemeinschaftsbereich, ebenfalls mit kleinem Buffet, Hot Tub und beheizten steinernen Relaxliegen. Mit den zur Verfügung gestellten Bademänteln und Slippern konnte man es sich dort nach den Landgängen wirklich gut gehen lassen. Eklig fanden wir das Saunaverhalten so manches Mitreisenden, vor allem aus den USA. Nach so einigen Kreuzfahrten haben wir uns an die Schüchternheit der Amis gewöhnt und können es vielleicht auch tolerieren, wenn diese in Badehosen in die Sauna gehen. Dieses mal kam es aber doch häufiger vor, das Leute in Ihrer Unterwäsche (Modell „Bitte wasch mich“) ohne Handtuch in die Sauna gingen. Der Bitte, wenigstens ein Handtuch unterzulegen, wurde nicht nachgekommen. Stattdessen ging es, mit Unterwäsche und ungeduscht, ins Tauschbecken. Beschwerden bei der Managerin des Spas und die Bitte, das Poolwasser auszutauchen wurden nicht ernst genommen und umgesetzt. Für uns sehr schwer nachzuvollziehen, dass in so sensiblen Bereichen das Thema Hygiene von NCL so lax gehandelt wurde. Wir jedenfalls haben die „Wannen“ zukünftig gemieden.
Am ersten Abend waren wir im Cagney´s essen. Ausgezeichneter Service, fantastisches Essen (wir empfehlen das T-Bone-Steak), angenehme Atmosphäre. Allerdings gibt es das 2-for-1-Special am ersten Abend nicht mehr. Colin, Deine Aktionäre werden es Dir danken! Nette Überraschung am Folgeabend im Azura, ein bekanntes Gesicht von unserer Alaska-Cruise auf der Dream ist im Service und erkennt uns wieder. Ansonsten leider total überforderter, schlechter Service, sowohl im Azuras als auch Tsar`s. Lange Wartezeiten zwischen den Gängen, unaufmerksame Winestewards und Kellner. Hauptgrund dafür war in unseren Augen einfach die geringe Personaldichte an Bord, was zur Überforderung des vorhandenen Personals führte (dies wurde uns auch von Crewmitgliedern bestätigt). Bei ausgebuchten Reisen, noch dazu wenn eine Vielzahl von Kindern an Bord ist , die ja bekanntlich mehr Arbeit und Umstände machen, sollte das Servicepersonal entsprechend aufgestockt werden. Sehr angenehm empfanden wir die Sushibar mit einem All-you-can-eat für freundliche 5$. Auch hier, wie in allen Aufpreisrestaurants, ausgesucht guter und freundlicher Service und sehr gute Qualität und Auswahl. Auch das Teppanyaki „Imperial Feast“ mit Shrimps, Jakobsmuscheln, Steak undundund für $15 ist zu empfehlen. Allerdings empfanden wir zwei Stunden für eine Sitzung doch etwas knapp bemessen. Wir hatten die mittlere um 19.30 und ab 21.00 wurde das Personal dann doch leicht hektisch. „Le Bistro“ bot keine Überraschungen, hatte die von anderen Schiffen gewohnte Karte und natürlich durfte das Schokoladenfondue als Dessert nicht fehlen. Wirklich schlecht war in allen Restaurants die Brotauswahl, was Vielfalt und Qualität betrifft. Ich wage vorsichtig anzudeuten, dass – anders als bei RCI – kein „echter“ Bäcker mehr an Bord ist, sondern nur jemand der fertige Teigrohlinge aufbäckt. Heraus kommt dann ein gummiähnliches Etwas ohne jeden Geschmack. Zitat einer Mitreisenden: „Even a carton tastes better!“
Wegen des intensiven Landprogramms wurde es Abends ziemlich früh ruhig an Bord. Das Casino war trotz beeindruckender Vielfalt an Tischen und Automaten meist ziemlich schlecht besucht und bot, wohl deshalb, täglich zwischen 22.00 und 02.00 kostenlose Alkoholika (Bier, Cocktails, Spirits) für alle Spieler an.
Die Shows waren in ihrer Qualität sehr unterschiedlich. Ein wirklich schlechter Magier präsentierte Tricks, die man andernorts schon besser sah. Das einzig lustige an dem Abend waren die Assistentinnen, die beide wohl beim gleichen Chirurgen waren und wie Karikaturen von Sarah Jessica Parker aussahen. Die Show des Jongleurs war unterhaltend, „2nd City“ fade, vor allem die Erwachsenenversion hätte etwas Pfeffer gebraucht. Fantastisch und großartig fanden wir die Productionshow „Cirque Bijou“, die durch ausgezeichnete Artisten bestach. Selten so was Tolles auf See gesehen. Den anschließenden Aufmarsch der Crew und das gemeinsame Absingen von „We are the world“ fanden wir persönlich dann eher peinlich, unsere amerikanischen Freunde aber dafür sehr schick.
Die Ausflüge haben wir alle in Eigenregie durchgeführt.
In Messina sind wir mit dem Mietwagen nach Taormina und weiter auf bzw. um den Ätna. Leider öffnete die Autovermietung erst um 8.30h, so dass Taormina, als wir dort ankamen, schon fest in der Hand der Bustouristen war. Trotzdem war es nicht übervoll und wir hatten einen netten Vormittag dort. Den Ätna haben wir über die Nordzufahrt erobert, da lt. unserem Reiseführer der Süden vor allem von den Bussen angefahren wird. Nach einer beeindruckenden kurvenreichen Fahrt hatten wir, oben angekommen, die Lavafelder für uns alleine – und Schneeregen! In Neapel gings bequem mit dem Vorortzug nach Pompeji und Herculaneum. Beide Ausgrabungen lassen sich leicht an einem Tag besuchen. Kombikarte kostet €20, dazu gibt es gute Pläne und ausgezeichnete Leitfäden mit vielen Informationen. Den Tag in Rom haben wir mit Freunden verbracht, die uns am Bahnhof in Empfang nahmen und mit denen wir uns dem Dolce Vita und - far niente hingaben. Von Livorno aus fuhren wir mit dem Zug nach Florenz, besichtigten die Stadt, David in der Accademia sowie die Uffizien. Dank unserer Reservierung waren wir jeweils innerhalb von 5 min in den Museen . Villefranche morgens um 7.00 Uhr war wunderbar, leere Strassen die sich langsam erst mit den Bewohnern füllten. Überall ein freundliches „Bonjour“, fast fühlten wir uns wie Belle in Disney`s „Beauty and the beast“. Weiter gings mit der Bummelbahn nach Monaco, das für uns den Charme eine Trabantensiedlung ausstrahlte. Sollten wir jemals Formel1-Weltmeister werden, würden wir doch lieber den Spitzensteuersatz an Herrn Steinbrück abdrücken, als dort wohnen zu müssen. Deshalb auch flugs zurück nach Villefranche zu einem leckeren Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants.
Alles in Allem, war es eine schöne Woche, tolle Häfen, nettes Schiff, sehr freundlicher Grundpreis, wenn auch mit hohen Nebenkosten an Bord. Die richtige Reise zwischen der Post-Cruise-Depression und dem kommenden Doc-Dance. Die Route würden wir trotzdem auf der Jewel, zumindest in der Hauptsaison, nicht mehr machen. Langfristig finden wir aber ihre 12tägige Tour mit Stop in Alexandria interessant – mal abwarten… Für uns persönlich haben wir festgestellt, dass uns kleinere Schiffe, wie die Dream oder Crown von NCl oder vor allem die Splendour von RCI, deutlich besser gefallen. Die, auch und vor allem von RCI betriebene, Gigantomanie kann also gerne ohne uns stattfinden. Auf „Barstrassen“, Rutschbahnen, Bowlinghallen etc können wir verzichten, auf guten Service nicht! Ein schönen restlichen Mittwoch wünscht Rochester
Du darfst niemals vergessen, dass du dich auf einem amerikanischen Schiff befindest.
Eine Saunakultur, wie wir sie aus Finnland her kennen, ist dort absolut unbekannt.
In Shanghai im Hotel tauchte sogar einer in Shorts und Sportschuhen auf, während alle Europäer splitternackt drin saßen.
Auch in Kanada oder USA würde ich vermutlich verhaftet werden, wenn ich nackt in die Sauna gehen würde.
Deswegen dürft ihr es nicht missverstehen, dass die Managerin des Spas nicht eingegriffen hat, weil sie es wahrscheinlich nicht anders kennt.
Diese Regel kein Schweiss auf Holz ist eher eine Sache, die aus Europa kommt. Deswegen auch hier nicht allzu böse auf die Managerin sein.
Auch kannst du davon ausgehen, dass ordentlich Chlor und andere Chemikalien im Becken sind, bloß um nicht im Fall der Fälle haften zu müssen!!!
Durch die "Porno"-Industrie wird suggeriert, dass es in den USA sehr freizügig zugeht. Das trifft leider nicht zu. Die Prüderie geht soweit, dass sogar bei solchen Dreharbeiten Polizisten dabeistehen, die darauf achten, dass gar niemand mitgucken kann.
Als Mann fällst du schon negativ auf, wenn du statt Boxershorts Slips am Strand trägst. Und Miss Wet T-Shirt Wahlen sind die Folgen, dass du dich eben öffentlich nicht entblössen darfst und trotzdem was zu sehen ist...
Und wenn du im amerikanischen Teil des Forums gelegentlich mitliest: die regen sich beispielsweise darüber auf, dass bei RCCL auf den Mittelmeertouren "oben ohne" ganz oben möglich ist - obwohl keiner sie zwingt ganz oben auch zu gucken.
In diesem Sinne:
HeinBloed
Posts: 2617 | Location: In the heart of Europe: Germany... | Registered: May 23, 2006
Danke für die beiden - unterschiedlichen - Berichte zu NCL. Ich hatte NCL auch schon für eine der nächsten Cruises vorgesehen, weil die ein aus meiner Sicht gutes Preis-Leistungsverhältnis haben und das eine oder andere interessante Ziel (z.B. Hawaii). Die Schilderung über das Essen und die Atmosphäre sprechen mich positiv an, mir bleibt eine Frage: Wie machen sich die 2.750 Passagiere bemerkbar, auch im Vergleich zu Euren bisherigen Kreuzfahrten? Danke für ein Update hierzu
rund Hawaii ist NCL ja inzwischen Marktführer, es gibt eine große Auswahl an Cruises.
Mein Tipp: Finger weg von der Schiffen der NCL America, hier ist der Service einfach noch nicht so ausgereift wie es wünschenswert wäre. Mein Tipp: Eine Cruise über 10-11 Tage Hawaii mit Südsee auf der Wind, oder ab Herbst 2007 mit der Sun. Hier geht es zudem nach nach Kiribati/Fanning Island und man genießt 2x2 Seetage an Bord.
Für Fragen bin ich jederzeit zu haben.
Ahoi,
Marc
Posts: 1469 | Location: Mainz/Rhein | Registered: August 25, 2004
Hallo der_Koelner, Hawaii mit NCL steht für 2007 auch auf unserer Liste. Da die „Prides“ aber immer noch grosse Probleme mit dem Service haben sollen und nur 7tägige Cruises anbieten, wird es wohl die Wind/Sun mit 11 Tagen werden. Trotz der vollen Auslastung fand man auf der Jewel während des Seetages und nachmittags nach dem Landgang immer eine freie Liege (übrigens die bequemsten, die wir auf Schiffen kennen) und auch ruhige Ecken fernab der Pools und den „Mr. Sexy-Legs“-Wahlen. Im „Great outdoors“ und „Garden café“ fand man idR innerhalb kurzer Zeit einen freien Tisch. In den Hauptrestaurants gab es logischerweise abends Engpässe. Man wurde auf die Warteliste gesetzt, bekam einen Pieper und konnte sich während des Wartens frei auf dem Schiff bewegen. Das „Herumlungern“ am Restauranteingang um den Namensaufruf nicht zu verpassen gehört also der Vergangenheit an. Für die Spätshows um 22.00 bekam man immer, auch kurz vor Beginn, noch Plätze. Das mag evtl. bei den Shows um 20.00 anders gewesen sein. Spa und Casino, wie bereits erwähnt, meist recht leer. Auch die verschiedenen Bars schienen nicht zu überlaufen gewesen zu sein. Das Tendern in Villefranche war problemlos. Erst kamen die gebuchten Touren dann die individuellen Landgänger. Wir hatten priority tickets und waren innerhalb von Minuten an Land. Eigentlich hätte es diese aber nicht gebraucht, der Andrang schien zwischen 7.00 und 7.30 sehr gering. Exzessive Trinker waren keine an Bord, also keinerlei Belästigung dadurch. Allerdings sorgen die vielen Spanier mit ihrer, sagen wir mal „lebenfrohen“ Art dafür dass es doch nie zu ruhig wurde.
Generell sollte man sich bewusst sein, dass man bei kurzen Cruises, vor allem in der Karibik, im Mittelmeer und sicher auch Hawaii, schon ein deutlich anderes Niveau der Passagiere vorfindet als auf längeren, die uns eigentlich am liebsten sind. Einen nicht zu kühlen Donnerstag wünscht Rochester
Hallo Kerstin + Andreas, so schnell vergeht die Zeit ..... Finde ich ganz toll, dass Euch die Reise mit der Norwegian Jewel so gut gefallen hat, damit bestätigt ihr ja meine Eindrücke, die ich Euch auf der Alexander von Humboldt, in Brhv/HH gegeben habe. Auch ich war von der Norwegian Dawn sehr begeistert. Ich wünsche Euch noch viele schöne Kreuzfahrten, egal auf welchen Schiffen. Gruß Udo
PS Kein Wunder , dass ihr mit dem Auto nach Barcelona gefahren seid, Bei dem Schlitten !!
@Marc + Rochester Ja, ich habe auch die längeren Cruises im Auge, allerdings ggf. auch die von LA (wegen der Seetage )
@Rochester Danke für die Zusatzinfo. Dann kann man es ja auch auf einem größeren "Dampfer" aushalten. Zu den Priority Ticekts, sind die von der Kabinenkategorie abhängig, oder kauft man sich den Luxus an Bord? Zum Niveau der Mitreisenden, da bin ich ziemlich tolerant, solange ich mich so zurückziehen kann wie ich möchte (hat bisher gut geklappt) reicht mir das. Und das scheint ja gegeben zu sein.