Hallo,
als kleinen Vorgeschmack auf die Minicruises in diesem Jahr, stelle ich folgenden Reisebericht ein.
Über ein Feedback würde ich mich freuen.
Gruß Piter1
Minicruise
JEWEL OF THE SEAS
Hamburg – Amsterdam - Harwich
22. bis 25. Mai 2007
Dieser Reisebericht spiegelt die ganz persönlichen Erfahrungen von Sandra (28) und Peter (41) wieder. Es ist durchaus möglich, dass Mitreisende manche Dinge anders wahrgenommen und empfunden haben.
1. Tag
Am frühen Morgen des 22. Mai machten wir beiden Eifeler uns auf den Weg nach Koblenz, um von dort mit der Bahn zum Düsseldorfer Flugplatz zu fahren. Wir hatten uns, um eine möglichst stressfreie Anreise am Einschiffungstag zu haben, für den Luftweg mit AirBerlin entschieden. Es verlief alles planmäßig und so landeten wir pünktlich um 11.40 Uhr, im leider wolkenverhangenen Hamburg. Mit einem Taxi legten wir den restlichen Weg zum HAMBURG CRUISE CENTER zurück.
Dort sahen wir die JEWEL OF THE SEAS dann endlich. Strahlend weiß und festlich geflaggt, sah sie schon von weitem und von außen sehr edel und luxuriös aus. Dann auch schon, bevor wir überhaupt das Gelände des HamburgCruiseCenter betreten durften, der erste Sicherheitscheck, bei dem wir unsere Reiseunterlagen aus dem Kofferraum des Taxis hervorholen mussten. Unberechtigten dürfte es bei solch einem funktionierenden Sicherheitssystem schwerfallen, Schaden am Schiff, bzw. am Cruise Terminal, anzurichten. Sofort nach dem wir ausgestiegen waren, kamen zahlreiche Helfer auf uns zu, die sich unseres Gepäcks annahmen.
Im Eingangsbereich stand eine Angestellte der Reederei, bei der ich mich irrtümlicherweise wieder ausweisen wollte, damit ich das Terminal betreten durfte. Sie stand jedoch nur da, um die ankommenden Gäste, im Namen der Reederei herzlich willkommen zu heißen und eine angenehme Cruise zu wünschen. Dies war in unseren Augen eine sehr schöne und nette Geste, an die man sich gerne erinnert. Dann folgte der Check-In. Es waren ca. 25 Plätze vorhanden, an denen man sich anmelden konnte. Da wir bereits online im Vorfeld unsere Angaben gemacht hatten und somit im Besitz des Set-Sail-Pass waren, dauerte die Anmeldung nur knapp 5 Minuten. Somit war der Weg zum Schiff, nach dem Eintreffen am Terminal, durch eine hervorragende Organisation, in der Rekordzeit von nur 15 Minuten frei. Nach dem offiziellen Einschiffungsfoto der Bordfotografen betraten wir das Schiff auf Deck 5 und standen, nach einem kurzen Gang durch die noch verschlossene Ladenpassage, im 9-Deck-hohen, beeindruckenden Glasatrium.
http://images32.fotki.com/v1110/photos/4/49272/5067377/IMG_3326-vi.jpgAn Bord wurden wir ebenfalls ganz herzlich empfangen. Ich weiß nicht wie viele Crew-Members uns den Weg zeigen wollten, erklärten wo was stattfindet oder uns einfach nur freundlich "Hallo" sagten. Solch einen warmen und herzlichen Empfang hatten wir, und dass obwohl es sich um eine Schnupperkreuzfahrt handelte, die für die Crew ein stark erhöhtes Arbeitspensum darstellt, bislang noch auf keinem Schiff erlebt und wir fühlten uns direkt wohl. Mittlerweile erwartete uns im WINDJAMMER-CAFE ein toll dekoriertes Willkommensbüfett. Man beachte z.B. das aus Eis hergestellte Firmenlogo am Kopfende des Obsttisches.
http://images29.fotki.com/v1010/photos/4/49272/5067377/IMG_3342-vi.jpgNach dieser ersten, leckeren Stärkung erkundeten wir bei einem ersten Rundgang unser Schiff. Mittlerweile waren auch die Kabinengänge freigegeben und wir konnten unsere Kabine Nr. 7030 betreten. Dabei handelte es sich um eine Balkonkabine im Bugbereich, auf der Backbordseite. Die Kabine war mit ca. 18m² für 2 Personen ausreichend groß und unterteilt in den Eingangsbereich mit Garderobe und Schrank, den Aufenthaltsbereich mit Sofa, Tischchen und Schreibtisch, den Schlafbereich mit Bett, Nachttischschränkchen und Fernseher, sowie dem Bad mit Toilette, Waschbecken und Runddusche. Mit einem Vorhang konnte man den Aufenthalts- vom Schlafbereich abtrennen. Auf dem Balkon, der etwas größer als die Balkone auf den höher gelegenen Decks ausfiel, dadurch aber auch von den oberen Decks aus einsehbar war, befanden sich 2 Stühle und ein Hocker als Tischchen. Der Zugang zum Balkon erfolgte über eine, die komplette Stirnseite der Kabine einnehmende, raumhohe Glasschiebetür. Die Kabine wirkte durch die dezente Farbgebung der kompletten Inneneinrichtung und den Holzapplikationen, sowie den vielen Kissen und der farblich passenden Tagesdecke auf dem Queensizebett, edel und gemütlich. Der Wohlfühlfaktor in der Kabine wurde noch durch die hervorragende Arbeit des Kabinenstewards gesteigert, der stets für eine saubere und aufgeräumte Kabine sorgte. Abends, nach dem die Kabine für die Nacht hergerichtet war, konnten wir uns an einem Betthupferl und einem Handtuchtier erfreuen.
http://images35.fotki.com/v1131/photos/4/49272/5067377/IMG_3333-vi.jpgDiese schöne Balkonkabine (und somit 2 Upgrades) haben wir dem unermüdlichen Einsatz, unserer ausgesprochen netten und sehr kompetenten Kundenberaterin bei ROYAL CARIBBEAN CRUISE LINES (RCCL) DEUTSCHLAND zu verdanken. An dieser Stelle nochmals ein dickes Lob und Dankeschön an das gesamte Reservierungsteam von RCCL, welches jeder Zeit ansprechbar, und an Bord sogar mit zwei Mitarbeiterinnen aus Frankfurt vertreten war. Die beiden Damen stellten die Nahtstelle zwischen den deutschsprachigen Gästen und der englisch sprechenden Crew dar und konnte bei Problemchen jederzeit an der Rezeption kontaktiert werden. Durch diesen zusätzlich angebotenen Service beschränkte sich die Arbeit der beiden hauptamtlichen und deutschsprachigen Botschafterinnen an Bord, auf die Übersetzung der Reden und Durchsagen der Schiffsleitung. Super Service von RCCL Deutschland!
Als es endlich „Leinen los“ hieß, säumten viele winkende Menschen die Ufer der Elbe. Die Schiffe, die wir passierten, ließen zum Abschiedsgruß ihre Nebelhörner dreimal ertönen, welche unser Kapitän alle erwiderte. Gänsehaut pur! Es ist schon ein besonders erhabenes Gefühl an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Hamburg auszulaufen.
Den letzten Teil der Elbe genossen wir mit Champagner und Erdbeeren aus dem Romance-Package auf unserem Balkon und stießen, während die bekannte Elbelandschaft an uns vorüberzog, auf eine schöne Kreuzfahrt an.
Danach setzten wir unsere Erkundungstour durch das Schiff fort und besichtigten die geöffneten Kabinen und Suiten, sowie die im "Centrum" aufgebauten Infostände der verschiedenen Einrichtungen und Restaurants. So bringt man auf unaufdringliche und informative Weise neuen Kunden das Produkt Kreuzfahrt näher. Nebenbei wurde noch eine Tombola arrangiert, in der Upgrades in nicht belegte Suiten an die Passagiere verlost wurden. Super Idee!
Dann war es bereits Zeit, dass wir uns zum ersten Dinner, ins zweistöckige Hauptrestaurant "Tides" begaben. Dort erwartete uns, ich konnte es kaum glauben, ein im Vorfeld bestellter, schön eingedeckter Zweiertisch. Nachdem sich unsere beiden Stewards vorgestellt und in diesem kurzen Gespräch festgestellt hatten, dass wir Deutsche sind, wurde uns unaufgefordert die riesige Speise- und eine umfangreiche Weinkarte in deutscher Sprache vorgelegt. Wir genossen, bei dezenter, live vorgetragener Klaviermusik, dieses leckere und vom Service perfekt gestaltete Abendessen, bei dem keine Wünsche offen blieben.
Den Abschluss dieses Tages bildete ein etwa 60-minütiges Showkonzert der Original "TEMPTATIONS" im Coral-Theater, in dem natürlich auch der Nummer-1-Hit „My Girl“ zum Besten gegeben wurde. Die extra für diese Cruise von der Reederei verpflichteten, leicht angegrauten Sänger, ließen es sich im Anschluss an das Konzert nicht nehmen, eine Autogrammstunde zu geben.
http://images33.fotki.com/v1070/photos/4/49272/5067377/IMG_3455-vi.jpg2. Tag
Strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel! Ein Blick aus dem Fenster, und in der Ferne eine Bohrinsel zeigten, dass wir uns auf dem offenen Meer, irgendwo vor der niederländischen Küste befanden. Kein Land in Sicht! Um 08.25 Uhr klingelte unser Telefon und der Zimmerservice teilte uns mit, dass in wenigen Augenblicken das für 08.30 Uhr bestellte Schlemmerfrühstück aus dem Romance-Package, in der Kabine serviert wird. Da klopfte es auch schon und ein Steward versuchte mit einem riesigen Tablett voller Leckereien, die Kabine zu betreten. Das Tablett war so groß, dass es weder längs noch quer durch die Kabinentür passte. Also wurde es kurzerhand im Gang platziert und vom Steward auf Schreibtisch, Stuhl und Tisch angerichtet. Besonders erwähnenswert neben Käseplatte, Schinkenteller, Obstteller und diversen Brotsorten, frischen Croissants und Teilchen, sowie diversen Müslis, war das Spezial-Omelett mit frischem Lachs, Kaviar und Kartoffelröstis, sowie einer gebackenen Tomate. Es sah nicht nur hervorragend aus, sondern schmeckte auch vorzüglich! Um unsere Lebensgeister wieder zu erwecken, wurde uns neben Kaffee, Tee, Orangensaft und Milch auch „Bloody Mary“ kredenzt.
http://images31.fotki.com/v1094/photos/4/49272/5067377/IMG_3470-vi.jpgSo gestärkt setzten wir unsere Erkundungstour über das Schiff fort. An Oberdeck angekommen, stellten wir fest, dass bei diesem strahlenden Sonnenschein die Temperaturen dazu einluden, ein Sonnenbad zu nehmen. Also ging es noch einmal in die Kabine, um die Badekleidung anzulegen. Kurz darauf lagen wir auch schon auf einem der vielen Liegestühle und ließen es uns bei einem kühlen Drink gutgehen. Nach einer geraumen Zeit wurde es uns dort jedoch zuviel Trubel und wir gingen ins „Solarium“, dem überdachten Schwimmbadbereich, der als asiatischer Dschungel-Tempel aufgemacht war. Der Salzgehalt im Becken war so hoch, dass man ohne Probleme, wie im Toten Meer, auf der Oberfläche schwebte und entspannen konnte.
http://images29.fotki.com/v1133/photos/4/49272/5067377/IMG_3522-vi.jpgZwischendurch labten wir uns an kleinen Snacks wie Pizza, Sandwiches und Nudeln, die in der Snackbar des „Solariums“ frisch zubereitet wurden. Die Einfahrt über die Amstel nach Amsterdam, erlebten wir auf unseren dickgepolsterten Liegestühlen ruhend, aus dem Logenplatz des Solariums. Einfach herrlich! Nachdem die JEWEL OF THE SEAS in der Pole-Position des Amsterdamer Cruise Terminals, wo uns bereits die COSTA ATLANTICA erwartete, festgemacht hatte, bereiteten wir uns auf den gebuchten Landausflug vor.
Der Landausflug, der um 16.30 Uhr startete, führte uns für die nächsten 4 Stunden mit Bus und Ausflugsboot zu den Sehenswürdigkeiten von Amsterdam. Als Highlight dieser Tour, fuhren wir mit dem Ausflugsboot zum Cruise Terminal und konnten die riesig wirkende JEWEL OF THE SEAS von außen bewundern.
http://images31.fotki.com/v1083/photos/4/49272/5067377/IMG_3556-vi.jpgGegen 20.30 Uhr kehrten wir pünktlich zum Abendessen von dieser gut organisierten und informativen Rundfahrt zurück. Wieder an Bord begrüßten uns die Crewmitglieder so herzlich, als wenn man tagelang weg gewesen wäre. Im Restaurant erwarteten uns bereits frohgelaunt unsere beiden Tischstewards, mit einem 5-Gang a la carte Menü. Ich bewundere diese Leute, die sich sehr schnell auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Gäste einstellen. So wurden uns bereits an diesem zweiten Abend, die noch am Tag zuvor gestellten Extrawünsche, als selbstverständlich und ohne gesonderte Aufforderung, erfüllt. Für den Digestif gingen wir erneut von Bord und tranken diesen in einer Bar direkt am Terminal, mit bester Sicht auf unser schön erleuchtetes Schiff. Und dann rief auch schon wieder der nächste Termin.
Aufgrund der sommerlichen Witterung und als besonderes Highlight für die Gäste, hatte sich die Kreuzfahrtleitung dazu entschieden, ab 23.00 Uhr eine „Amsterdam Hafenparty“ steigen zu lassen. Auf dem Pooldeck boten die Stewards alle Drinks in bunt blinkenden Souvenirgläsern an. Die JEWEL-Hausband ließ es „richtig krachen“, sodass der Funke schnell übersprang und kräftig abgerockt wurde. Nebenbei zeigten die Küchenmeister, wie man innerhalb kürzester Zeit aus einem Eisblock eine dekorative Eisfigur herstellt. Für das leibliche Wohl war mal wieder übermäßig gesorgt. So wurden in 2 Reihen, eine links und die andere rechts vom Pool, verschiedene warme und kalte Gerichte, u.a. Spanferkel angeboten. Der Clou: In jeder Reihe gab es die gleichen Gerichte, jedoch waren sie in der einen Reihe auf mexikanische Art und in der anderen Reihe auf karibische Art gewürzt und zubereitet. Zwischen den beiden Reihen waren dann, um die Mahlzeit zu komplementieren ein Obst- und ein Nachspeisebüfett aufgebaut. Wahnsinn!
http://images33.fotki.com/v1116/photos/4/49272/5067377/IMG_3610-vi.jpgAuch dieser Tag war leider mal wieder viel zu schnell zu Ende gegangen.
3. Tag
Nach dem wir gut geschlafen hatten, beschlossen wir aufgrund des immer noch sommerlichen Wetters auf der Terrasse des Windjammer-Cafes zu frühstücken. Alternativ hätten wir uns das Frühstück auch im Hauptrestaurant „Tides“, wo es jedoch keine Außensitzplätze gab, servieren lassen können. Nach dem Frühstück setzten wir unsere schon mehrmals gestartete Erkundungstour übers Schiff fort. Um es vorweg zu nehmen: Bei einem so riesigen Schiff wie der JEWEL OF THE SEAS reichten unsere Tage leider nicht aus, um alles kennen zu lernen. Zumal, wenn man sich leicht von seinem Vorhaben durch die vielen Bordaktivitäten ablenken lässt. So schafften wir es dieses Mal bis zur Crown&Anchor Lounge auf Deck 13, die den oberen Abschluss des 9-Deck hohen Atriums bildet. Durch eine ca. 3m mit Panzerglas abgedeckte runde Bodenöffnung, hat man einen einzigartigen Blick durchs Atrium. Dort lauschten wir dem Vortrag eines Offiziers, der eine Gruppe niederländischer Reisebüromitarbeiter übers Schiff führte und ihnen als Mutprobe anbot, einmal sich auf die Glasöffnung zu stellen. Wir probierten es auch aus und ich muss zugeben, dass 50% von uns beiden gekniffen haben. Danach brauchten wir zuerst einen Kaffee, den wir auf der Terrasse des Seaview-Cafe, wo fast rund um die Uhr Fast-Food und Desserts serviert werden, tranken. Als wir in Amsterdam ablegten, begaben wir uns zum Achtern gelegenen Minigolfplatz, wo wir über die Amstel fahrend, die 9 Bahnen bezwangen.
http://images31.fotki.com/v1099/photos/4/49272/5067377/IMG_3668-vi.jpgAm späten Nachmittag lud der Kapitän zum Cocktail-Empfang in den Colony-Club. Also legten wir Gala an und los ging es. Im Eingangsbereich standen die Offiziere Spalier und man wurde mit einem Glas Champagner begrüßt. Auf der Bühne des Clubs spielte eine Band zur Unterhaltung auf. Zwischenzeitlich wurden immer wieder (kostenlos!) Champagner und Cocktails, sowie Kanapees gereicht. Übrigens waren wir mit Abendkleid und Smoking nicht overdressed, da sich auch die anderen anwesenden Gäste an die Kleiderempfehlung hielten. Der Kapitän blieb aus nautischen Gründen der Veranstaltung fern und so übernahm seine Stellvertreterin die Begrüßung der Kreuzfahrer und die Vorstellung der Offiziere.
http://images29.fotki.com/v1014/photos/4/49272/5067377/IMG_3696-vi.jpgNach dem Empfang fand dann ein Galadinner statt. Leider konnte die Speisekarte im Hauptrestaurant unsere Erwartungen an ein Galadinner nicht erfüllen. Das Essen schmeckte wie immer sehr lecker, jedoch hätten wir uns in der Auswahl ein paar ausgefallene Köstlichkeiten wie z.B. Hummer gewünscht. Nachdem die Hauptspeisen serviert waren, formierten sich das Küchenteam und die Restaurantmitarbeiter zur Parade der Nationen. Dazu strömten sie in Traumschiffmanier, unter musikalischer Begleitung aus verschiedenen Richtungen zur großen Freitreppe, wo dann unter Leitung der Maitre ein Lied vorgetragen wurde. Unter tosendem Applaus begaben sie sich im Anschluss wieder in ihre Arbeitsbereiche. Nett gemacht!
http://images34.fotki.com/v1078/photos/4/49272/5067377/IMG_3741-vi.jpgNach dem Dinner begaben wir uns ins Coral-Theater, wo an diesem Abend eine schön dargebotene Show im Broadway-Stil aufgeführt wurde. Sofort nach der Show zogen wir uns in der Kabine um und packten unsere Koffer, da diese bereits ab 1 Uhr abgeholt werden.
Nach einem kurzen Abstecher im Casino, bei der die Reisekasse durch ein glückliches Händchen nochmals aufgefüllt wurde, nahmen wir noch einen letzten Schlummertrunk in der maritim und mit viel Holz gemütlich ausstaffierten „Schooner Bar“.
4. Tag
Bereits in den frühen Morgenstunden erreicht die JEWEL OF THE SEAS das Ziel unserer Minicruise, den Hafen von HARWICH.
http://images31.fotki.com/v1083/photos/4/49272/5067377/IMG_3789-vi.jpgGegen 8 Uhr verließen wir, mit unserem Handgepäck ausgerüstet, zum letzten Mal die Kabine. Da uns das gestrige Frühstück auf der Terrasse des Windjammer-Cafes gut gefallen hatte, wollten wir unsere „Henkersmahlzeit“ auch dort einnehmen. Als wir dort ankamen stellten wir fest, dass fast alle Reisenden die Idee hatten, die Wartezeit bis zur Ausschiffung, zum Frühstücken zu nutzen. Dies stellte aber kein Problem dar, da genügend Sitzplätze vorhanden waren. Während des Frühstücks begann die Ausschiffung. Nach ca. 40 min wurde die Farbe unserer Gepäckanhänger aufgerufen und wir mussten leider von Bord gehen. Die an der Ausschiffung beteiligten Crewmitglieder bedankten sich, dass man Gast auf ihrem Schiff war und wünschten eine gute Heimreise.
Die selbst organisierte Heimreise führte uns, mit dem direkt am Cruise Terminal abfahrenden Zug, nach London. Von dort ging es mit dem Bus zum Flughafen in Stansted und anschließend mit Ryanair nach Hause.
FAZIT:
Bei der JEWEL OF THE SEAS handelt es sich um ein modernes, elegantes Schiff. Die dezente Farbgebung, die verarbeiteten Materialien, der Einsatz von viel Glas und die überall auf dem Schiff ausgestellten Kunstwerke geben dem Schiff eine edle und gediegene Note. Die Freizeitmöglichkeiten an Bord waren sehr umfangreich und konnten und wollten von uns auf dieser Minicruise nicht alle wahrgenommen werden. Das Entertainment war sehr ausgewogen und sprach sowohl ältere, als auch jüngere Gäste an. Bedingt durch die Schiffsgröße und den damit sehr zahlreichen Lokalitäten und Einrichtungen, konnten sich die Gäste ihr Tagesprogramm nach ihrem eigenen Geschmack zusammenstellen. Man fühlte und sah nie, die große Anzahl an Mitreisenden. Die Qualität der Kreuzfahrt (Schiff, Einrichtung, Speisen, etc.) sowie die erbrachten Leistungen der Crew, sind auf jeden Fall im gehobenen Segment anzusiedeln. Die 4 Berlitz-Sterne sind für dieses schöne Schiff meines Erachtens voll gerechtfertigt. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, nicht nur vom Bordpersonal, haben mich beeindruckt. Besonders herausheben möchte ich nochmals die sehr gute Betreuung, vor und während der Reise, durch RCCL Deutschland. Ich denke, dass dieses Schiff besonders für klassische Kreuzfahrer, egal welcher Nationalität, geeignet ist. Alt und jung werden sich auf der JEWEL OF THE SEAS wohlfühlen. Die Nebenkosten, wie Servicepauschale und Getränkepreise, hielten sich aufgrund des schwachen Dollars im Rahmen. Es ist von RCCL ein kluger Schachzug, mit solchen Kurzkreuzfahrten neue Kunden zu gewinnen und vor allen Dingen mit dem Kreuzfahrtvirus zu infizieren. Solange das Preis- / Leistungsverhältnis dermaßen gut ist, dürfte diese Rechnung aufgehen und RCCL sollte es mit Leichtigkeit gelingen, sich einen großen Anteil des noch weitestgehend unentdeckten deutschen Kreuzfahrermarktes zu sichern. Für eine Steigerung der Buchungszahlen müssten diese Minicruises jedoch mehr beworben und vermarktet werden. Wir werden aber weiterhin unsere Augen und Ohren offen halten, um bei der nächsten günstigen Gelegenheit wieder einmal bei ROYAL CARIBBEAN CRUISE LINE einzuchecken.
Copyright by Peter Lauer – Januar 2008
Technische Daten:
Name: JEWEL OF THE SEAS
Reederei: ROYAL CARIBBEAN CRUISE LINE (RCCL)
Flagge: NASSAU / BAHAMAS
Baujahr: 2004
Werft: Meyer Werft Papenburg (Deutschland)
BRZ: 90.090t Länge: 292m Breite: 32m Tiefgang: 8,1m
Passagiere: 2100
Besatzung: 1154
Reisegeschwindigkeit: 24 Knoten
Hauptrestaurant TIDES mit 2 Sitzungen
SB-Restaurant WINDJAMMER CAFE
Spezialitätenrestaurants CHOPS GRILLE und PORTOFINO (zuzahlungspflichtig)
Fast-Food-Restaurant SEA VIEW
Snackbars
Highlights:
· Kletterwand
· 2 Pools
· Kinderrutsche
· Whirlpools
· Latté-tudesSM – Kaffeehaus
· Themenbars und -lounges
· Casino RoyaleSM
· "Solarium" - ein überdachter Poolbereich nur für Erwachsene
· The Colony Club, Lounge im britischem Kolonialstil mit Billardtischen mit automatischer Niveauregulierung
· Country Club mit Innen- und Außenbereich sowie Golfsimulatoren
· Adventure Ocean® - Einrichtungen für Kinder und Jugendliche
· ShipShape® Day Spa und Fitness Center
· Sportfeld mit Basketball Spielfeld
· Minigolfparcours
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