TUI Cruises ist vom Tisch - siehe folgende Pressemitteilung der TUI von heute:
quote:
TUI und Carnival nehmen kartellrechtliche Anmeldung für ein Gemeinschaftsunternehmen zurück
Hannover/Miami, 5. September 2007
TUI und Carnival haben sich darauf verständigt, ihre kartellrechtliche Anmeldung bei den zuständigen Behörden für ein Gemeinschaftsunternehmen zum Aufbau eines neuen Kreuzfahrtgeschäfts zurückzunehmen. TUI und Carnival hatten geplant, ein solches Joint Venture zu gründen, und dies bei den zuständigen Behörden angemeldet. Grund für die Rücknahme ist das schwierige wettbewerbsrechtliche Umfeld, das es unmöglich macht, die Transaktion noch im laufenden Geschäftsjahr von Carnival abzuschließen. Kann die Transaktion in diesem Geschäftsjahr nicht mehr vollzogen werden, entstehen steuerliche Nachteile und ist die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens gefährdet. Deswegen haben TUI und Carnival beschlossen, das Vorhaben in der vorgesehenen Form nicht umzusetzen.
An den Plänen, die eigenen Kreuzfahrtaktivitäten auszubauen, hält die TUI AG fest. Dies soll nun schwerpunktmäßig im Rahmen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten stattfinden. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten betreibt heute vier Schiffe und zählt im deutschsprachigen Markt zu den führenden Anbietern von Kreuzfahrten im Premium–, Expeditions- und Luxusbereich. Zur Flotte gehört unter anderem die MS Europa, die vom Berlitz Cruise Guide als einziges Kreuzfahrtschiff mit 5-Sternen Plus ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus werden über TUI Travel im englischen Markt aktuell fünf Schiffe unter der Marke Thomson Cruises sowie zwei unter der Marke Island Cruises betrieben.
*** Splendour of the Seas (2001) *** Olympia Voyager (2002) *** Golden Princess (2003) *** Costa Classica (2004) *** Costa Fortuna (2006) *** MSC Musica (2006) *** Millennium (2007) *** Legend of the Seas (2008) *** Marco Polo ... and coming soon: Summit
hier noch die Pressemitteilung von Carnival Corporation & plc zu diesem Thema:
quote:
Carnival and TUI to Withdraw German Anti-Trust Filing for Joint Venture MIAMI, Sept 05, 2007 /PRNewswire-FirstCall via COMTEX News Network/ -- Carnival Corporation & plc (NYSE/LSE: CCL; NYSE: CUK) today announced that it has agreed with Germany's TUI AG (DE: TUAG00) to withdraw its antitrust filings with the German Federal Cartel Agency, Bundeskartellamt, and the Austrian Federal Cartel Agency, Bundeswettbewerbsbehorde. Carnival and TUI had agreed to form a joint venture to develop a new cruise brand for Germany.
Carnival cited an extremely difficult regulatory environment in Germany which makes it impossible to close the proposed joint venture this fiscal year. Failure to do so would create adverse tax consequences for the company that would impact the economics of the transaction. As a result of the regulatory and tax issues Carnival and TUI have agreed not to proceed with the proposed joint venture but will continue to explore other opportunities.
Carnival will continue to grow its presence in Germany organically through new ship construction for its successful AIDA and Costa brands, as well as through Cunard Line whose Queen Mary 2 will operate a series of trans-Atlantic crossings from Hamburg in 2008.
Irgendwann war doch schonmal das Gerücht präsent, dass dieses J/V bereits Neubauaufträge platziert hatte, oder ?! Was mich dabei sehr wundert ist, dass derart grosse und stark besetzte Firmen (immerhin sind beide ja Marktführer) solche Sachen wie Kartell- und Steuerrecht nicht bis in die letzte Konsequenz einschätzen können. Das geht meiner Meinung nach aus dem Pressetext hervor. Naja.. wahrscheinlich wissen die auch nicht alles.
Irgendwann war doch schonmal das Gerücht präsent, dass dieses J/V bereits Neubauaufträge platziert hatte, oder ?!
Hallo Oscar,
sie wollten, haben den Slot bei Fincantieri aber aufgrund der Länge der kartellrechtlichen Prüfung verloren. Anschließend kündigte Carnvial an, 2009 zunächst ein "relativ neues" und "sehr großes" Schiff aus dem eigenen Flottenimperium als erstes TUI Cruises Schiff in Fahrt zu bringen.
In anderen Foren wird nun mächtig auf die "dummen Deutschen" geschimpft, die sich "diese Gelegenheit haben entgehen lassen". Man sollte aber auch sehen, daß AIDA 2010 voraussichtlich einen Marktanteil am deutschen Seekreuzfahrtenmarkt über 50% haben wird!
nach Angaben des Finanzinstitutes UBS bei Seatrade Insider koennte Carnival auch ohne den Zusammenschluss mit TUI ein existierendes Kreuzfahrtschiff auf dem deutschen Markt platzieren, um ein gehobenes Produkt parallel zu AIDA Cruises anbieten zu koennen.
Nach allem wuerde es mich auch nicht grossartig wundern, wenn es in diesem Zusammenhang in absehbarer Zeit Neuigkeiten aus Papenburg gibt...
Naja... ein eigenes (neues) Schiff unter CARNIVAL - Brand im deutschen Markt ???
Warum sollten die sowas machen? Wie Roul ganz richtig sagt, hat AIDA bald den Großteil des Marktes in der Hand und ist auch mit anderen Marken wie COSTA und HAL durchaus präsent. Insofern habe ich sowieso immer gefragt, was der tiefere Sinn dieses J/Vs gewesen sein könnte..
Noch dazu kommt, dass TUI ja jetzt mit First Choice zusammenhängt. First Choice hat ja zusammen mit Royal Caribbean das Produkt Island Cruises auf dem Markt und das untersteht wiederum auch der TUI. Carnival hätte dies sicherlich nicht akzeptiert. Interessant bleibt jetzt jedoch auch abzuwarten, was sich bei Thomson Cruises und Hapag Lloyd noch ändern wird. Vielleicht werden diese Marken ja auch früher oder später Royal Caribbean unterstellt. Ich bin mir sicher, dass da noch einiges passieren wird.
Carnival hat seine Mitteilung vom 05. September 2007 heute "ein wenig" verdeutlicht: es werden keine gemeinsamen Plaene mehr mit der TUI AG verfolgt.
Neben den vier neuen Schiffen fuer AIDA als nationales Produkt will man sich nun intensiv um Costa als internationales Produkt auf dem deutschen Markt kuemmern.