AN BORD DER AMADEA - eine Momentaufnahme v. Freitag, 21.09.2007:
Hallo Josef, Madame Ingrid und Sohn Reinhard grüßen Dich herzlich aus Kiel. - Wir haben Deine Kabine an Bord der AMADEA inspiziert und alles für "well done" befunden. Eine gute Wahl! Aber eine Erbse haben wir doch versteckt und die gilt es nun zu finden. Jedenfalls sind unsere Handschuhe weiß geblieben. SOCRATES, mal sehen, ob er etwas findet; haha!!
Die von uns besichtigten Kabinen (und es waren nicht wenige) sind alle gut eingerichtet, ausgepackte Koffer werden auf Wunsch in einer Kofferlast gelagert. Ein toller Service! Richtige Duschen sind in den Kabinen allerdings selten oder gar nicht vorhanden, dafür Badewannen - mal kleiner, mal größer (bei den Japanern gibt es eben auch kleine und große Menschen). Die TOP-Kabinen sind die große Kaiser- und die gegenüber liegende Eigner-Suite. Die dortigen Badewannen haben statt einer Wand ein großes Fenster mit freiem Blick nach draußen. Das ist EUROPA-Spa-Feeling.
Der Spa-Bereich und Fitness-Bereich ist überaus großzügig, die Saunen allerdings streng getrennt nach Geschlechtern. Japanische Philosophie: Das Saunieren gehört zur Körperhygiene und da bleibt man/frau unter sich. - Allerdings wird an Bord AMADEA angeboten, die Herrensauna auch als MIXED zu nutzen; immerhin ein Entgegenkommen.
Besonders hervorzuheben, da künstlerisch beeindruckend, ist eine über zwei Ebenen (Rezeption und darüber)wunderbar bemalte Wand einer japanischen Künstlerin. Sie zeigt das Leben über die 4 Jahreszeiten in dem Ort AZUKA, nach der vormals die AMADEA benannt war. Eine Erklärung zum Bild befindet sich auf Messingplatten in japanischer und englischer Sprache. Die Künstlerin selbst ist offenbar auch zur Werftliegezeit eingeladen, um an ihrem Werk Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen.
Insgesamt war es wieder einmal ein wunderschöner Besuch an Bord eines Schiffes aus der PHOENIX-Flotte. An dieser Stelle ganz besonderen Dank an ZODIAK für die Organisation und an die Frau Hoteldirektorin für die Umsetzung. Chapeau, die persönliche Führung war perfekt, der Lunch hervorragend und der Restaurantservice, wie immer, sehr bemüht, freundlich-nett! Neben einem leichten, durchaus trinkbaren Tischwein (weiß/rot) wurde auch gekühltes Trinkwasser aus Silberkannen includiert angeboten. Die Menufolgen mögen einige als "übersichtlich" betiteln, doch denke ich, dass ein jeder bei so vielen Tagesmahlzeiten satt wird.
Ein großes "Plus" für PHOENIX mit den freien Tischgetränken! Die Kosten hierfür bei EUROPA/DEUTSCHLAND & Co. schlagen doch ganz schön zu Buche und schmälern schnell das Budget.
Das Schiff selbst macht einen großartigen/großzügigen und sehr gepflegten Eindruck. Die Gänge sind über Gebühr breit, die Rundumpromenade (370 m) lädt auch zum Joggen ein. Josef, vergesse also Deine Joggingschuhe nicht.
Ein lauschiges Plätzlich für einen intimen Nightcup bietet die Stirnseite der Rundumpromenade, unmittelbar vor der Back. Auf einer bequemen Holzbank und geschützt vor dem Fahrtwind durch eine Glasfront schauend, hat man einen unendlich weiten Blick (na gut, dafür muss man dann eben aufstehen - aber die Phantasie geht auch so auf Reisen).
Heute vormittag hatten wir die Gelegenheit, von HARRY's Bar (die Barpreise sind angemessen und bezahlbar)aus das Einlaufen und Festmachen der M/S ALBATROS zu beobachten. Über Bb-Bug drehend, machte sie mit Bb-Seite rückwärts ohne Schlepperhilfe am neuen OSTSEE-Kai in Kiel fest. So liegen nun beide PHOENIX-Schiffe mit ihren schneidigen Atlantik-Bugs auslaufend an den Piers - ein wunderbarer Anblick für jede(n) Se(e)(h)-mann/-frau. Und meine Gedanken gehen auf große, ganz große Fahrt; damals war's...
By the way für alle cruiser: Mein längster Törn waren 1978 ganze 7 Monate am Stück. It's a long way, around the world. Sie hieß "Deutschland" und war mein Schiff.
Im Gegensatz zur "AvH" kommen an Bord M/S AMADEA zwar keine Rosamunde-Pilcher bzw. Laura-Ashley-Gedanken hoch, dennoch überzeugt das Schiff durch nüchterne Eleganz, vielleicht nicht mehr so ganz auf dem ständig fortschreitenden europäischen Stand, dennoch ist die Innenausstattung aber vollends zufrieden stellend. Mir jedenfalls gefällt sie und der Gesamteindruck verdient locker die "4* +". This Lady is good in shape.
Demnächst steht eine Werftzeit in Genua bevor, wo u.a. Teile des Teppichbodens (auch auf den Sonnendecks) und der Vorhänge ausgetauscht werden. Außerdem sollen im Show-Room die Sessel (aus Sicherheitsgründen) weichen und dafür bequeme Sofabänke fest verankert installiert werden. Dem Trend folgend wird außerdem ein Putting-Green und ein Abschlagplatz für Golfer an Oberdeck eingerichtet.
Natürlich wurde Mme. I. vom Kreuzfahrtdirektor und auch vom Kapitän begrüßt; mal wieder habe ich mich gewundert!
Ich muss doch mal näher hinsehen, ob das Phoenix-Logo bei meiner Mama bereits auf der Stirn eingescannt wurde. Das soll ja so bei Repeatern aus Gründen des Wiedererkennens gemacht werden; hab ich mal gehört.
Soweit aus Kiel und bis blad einmal; Reinhard
Mit freundlich-maritimen Grüßen
Rick