So, ich war jetzt auch auf der Arielle und habe einen kleinen *hust* Reisebricht mitgebracht...
MS Arielle – 05.09.-19.09.06 – Bremerhaven bis Nizza
05.09.06 Bremerhaven
Gerade sitze ich im Zug nach Bremerhaven und, um ehrlich zu sein, habe ich keine Lust. Klingt doof, ist aber so. Es ist das allererste mal, dass ich mich nicht auf einen Urlaub freue.
Wieso? Nunja, ich sage nur: Männer! Und der Rest ist Privatsache. Ich sehe den grauenvollsten Urlaub meines Lebens vor mir. Somit habe ich keinen Grund mich zu freuen.
Außerdem glaube ich, dass Jan und ich den Altersdurchschnitt rapide nach unten ziehen werden. Am Kölner HBF habe ich einige mit Arielle-Kofferanhänger gesehen. Alle um die 50 Jahre schätzungsweise und alle ernstguckend… :-(
Wenn ich auf die AIDA fahre sind auch immer schon viele am Flughafen aber die sind um die 30 Jahre und meist total gut drauf… ich bin echt mal gespannt, was das gibt… noch genau 4 Stunden liegen vor mir bis Bremerhaven.
Der Transfer zum Schiff war sehr überteuert. 5 EUR vom Bahnhof zum Kreuzfahrtterminal. :-( Aber nunja, was will man machen. Mit dem Taxi wäre es nicht weniger gewesen.
Der Check-in verlief reibungslos. Keine langen Schlangen und keine Unklarheiten.
An Bord wurde man zu seiner Kabine geleitet.
Der erste Eindruck vom Personal = sehr freundlich und zuvorkommend.
Auch unser Kabinensteward ist sehr nett. (spricht nur englisch)
Die Kabine an sich ist kleiner als die AIDA-Kabinen, aber es reicht zum schlafen und duschen. Hier merkt man, dass man auf einem *** Schiff ist.
Ansonsten ist das Schiff sehr sauber und es gibt alle Einrichtungen die man so auf seiner Reise braucht.
Der Pool erinnert mich an die MSC Lirica, nur, dass dieser nur halb so groß ist.
Mittags gab es einen kleinen Snack zu essen, was völlig okay war.
Abends das Essen war wirklich einmalig. Wir haben im a la carte Restaurant gegessen wo man eine Sitzplatzreservierung machen musste.
Die Kellner hier waren sehr nett und fragten nach unseren Wünschen.
Vor allem fand ich es gut, dass sich alle einzelnd vorstellten woher sie kommen und wie sie heißen.
Die Begrüßungsshow haben wir uns nicht angesehen, weil es mir nicht soooo gut ging :-(
Die Nacht war sehr schön. Ruhig.
06.09.06 Seetag
Die Nacht war irgendwie recht kurz, da ich, aus unerfindlichen Gründen, um 2Uhr hellwach war. Okay, letztendlich hab ich es dann doch noch geschafft wieder einzuschlafen und bis ca. 7Uhr.
Das erste Frühstück nahmen wir im a la carte Restaurant (Avalon-Restaurant) an. An für sich ein ganz normales Frühstücksbuffett, nur, dass die Kellner während dem Essen schon für den Mittagstisch gedeckt haben und alles dadurch sehr unruhig wurde.
Direkt danach haben wir uns aufgemacht zur Ausflugspräsentation für die Ziele St. Malo bis Las Palmas.
Um 14.30Uhr war es dann für mich Zeit, mal die Aerobic-Qualitäten des Schiffes zu testen.
Der Sportbereich selber ist hier keine 3 Sterne wert. Das „Fitnessstudio“ ist mini mini mini mini und es müffelt da drinnen wie nichts Gutes und sonstige Fitness-Aktivitäten werden draussen an Deck gemacht.
Durch das Aerobic hab ich dann auch Aurelia, eine Animateurin, kennengelernt .
Da Jan eigentlich zum Französisch Unterricht gehen wollte, schaute ich gerade mal dort nach, wo ich ihn nicht vorfand. Wo war er? Auf der Kabine.
Um 16Uhr war „Relaxing“ angesagt, wo sich Jan und ich aufmachten um uns gegenseitig eine schöne Igelballmassage zu verpassen. Das ganze mal wieder mit Aurelia.
Sebastian (ebenfalls Animateur) kam vorbei und ließ sich, gegen seinen Willen, auch massieren. Nach dem tollen Relaxing kamen wir ebenfalls auch mit ihm ins Gespräch, da ich ihm Grüße von seiner Freundin ausrichtete, die ich zufällig vor einigen Wochen über das Internet kennengelernt hatte.
Kurzerhand gingen Aurelia, Sebastian, Jan und ich was trinken, was wir von Sebastian spendiert bekamen.
Jan und ich gingen noch ein wenig an Deck spazieren.
Um 19.30Uhr gab es dann Kapitäns Willkommens Cocktail, wo wir alle Offiziere etc vorgestellt bekamen. Direkt im Anschluss das erste Gala-Dinner, was mir, als Nicht-Alles-Esserin, natürlich gar nicht geschmeckt hat. Mir ist das ja superpeinlich, wenn ich dann nicht aufesse, aber ich weiß bei solch exotischen Gerichten ja nicht, wie es mir schmeckt…
Abends gabs dann auch eine Gala-Show die zwar ganz nett war, aber weder Jan noch mich umgehauen hat.
07.09.06 St. Malo
Unser erster Tag an Land. In der Bretagne, genauergesagt in St. Malo. Ich kannte bis dato von Frankreich nur Paris, welche ja überhaupt nicht meine Stadt ist. Aber nunja, Meinungen kann man ja auch ändern.
Wir lagen auf Reede und sind mit Tenderbooten zum Hafen gefahren.
Der Grund all dies? In St. Malo gibt es den größten Gezeitenunterschied Europas von fast 13m … da kann kein großes Kreuzfahrtschiff einfach so im Hafen liegen.
Unser Frühstück nahmen wir diesmal im Bistro ein, was um einiges besser und gemütlicher war. Es gab nun mal dasselbe, aber ohne Stress. (sehr gut)
Um 08.30Uhr traf sich dann unsere Gruppe für den Ausflug nach Dinan und Dinard.
Wir fuhren zuerst nach Dinard, wo wir eine kleine Stadtrundfahrt machten und einen 20min Stopp am Strand von Dinard.
Dinard ist das Nizza der Bretagne. Diese Stadt wählte im 12. Jahrhundert eine reiche englische Familie für ihren Urlaub, woraufhin sie so bekannt wurde, dass bald alle reichen englischen Familien ihre Villen dort aufbauten.
Nach diesem Stopp sind wir weitergefahren nach Dinan.
Das mittelalterliche Städtchen ist der pure Wahnsinn. Eine wundervolle Stadt, die ihresgleichen sucht. Nicht umsonst gilt sie als die Schönste der Bretagne.
Wir machten erst zusammen mit unserer Reiseleiterin einen Stadtrundgang über den Markt, zu verschiedenen Kirchen und in eine Basilika, bevor wir den Rundgang an einem Aussichtspunkt über den Fluss Rance abgeschlossen haben.
Jan und ich sind daraufhin erst zusammen, dann noch getrennt so durch Dinan gelaufen, bevor wir uns am Bus wiedertrafen.
Wieder am Hafen von St. Malo machten Jan und ich uns auf, eine Runde um die Stadt auf der alten Stadtmauer zu gehen. Dabei sahen wir den Weg zum Kloster, welchen man nur bei Ebbe beschreiten kann. Wirklich spektakulär.
Leider ist St. Malo nicht wirklich die größte Stadt und wir waren recht schnell zur Hälfte rum, als wir uns von der Mauer runter trauten und ein wenig durch die Stadt gingen, bevor wir wieder zum Schiff gingen.
Ansonsten haben wir an dem Tag nicht mehr viel gemacht.
Wir waren im Bistro zu Abend essen, wobei wir feststellten, dass es im a la carte und im Buffetrestaurant dasselbe gibt… schwach, aber naja. Nicht mit AIDA zu vergleichen.
Die Show „Zirkus Marcelino“, schaute ich mir alleine an, da Jan lieber auf der Kabine blieb.
So viel hat er da auch nicht verpasst, da das für mich im Prinzip dasselbe war, wie am Abend davor, nur, dass der superschlechte Zauberer diesmal viel zu viel auf der Bühne war.
(schlecht = man sah, wie viele seiner Tricks funktionierten)
Danach schauten wir uns mal die Moonlightbar an, wo wir aber nicht wirklich lang blieben.
08.09.06 Seetag
Nachdem wir richtig ausgeschlafen und, zur Abwechslung, an Deck gefrühstückt hatten, haben wir uns aufgemacht um eine Brückenführung mit zu machen. Und hier begann unsere Abenteuerreise.
Wir standen gerade mitten auf der Brücke mit unserer Kreuzfahrtdirektorin Romana, als der Kapitän hektisch umherlief, Romana uns aufklärte, dass es einen medizinischen Notfall an Bord gäbe und wir keine 2min später von der Brücke geschmissen wurden.
Draussen erklärte Romana uns, dass eine Frau sich einen komplizierten Bruch zugezogen hatte und an Bord nicht versorgt werden kann. Bzw. nur notdürftig. Da wir Seetag hatten und sehr weit weg von jeglichen Land waren musste ein Helikopter angeordert werden, der aber nicht auf dem Schiff landen kann. Noch dazu waren wir so weit weg vom Land, dass wir eine fast 180° Wendung machten und 2 Stunden lang wieder in umgekehrter Richtung unterwegs waren.
Jan und ich klönten vor dem Mittagessen etwas mit Aurelia und lernten dabei Katja (ebenfalls Animateurin) kennen, mit der wir dann auch zu Mittag aßen. Okay, so viel zum Essen kamen wir nicht, da Jan auf einmal sagte: „Da kommt der Heli.“
Ein großer französischer Militär-Heli, der seine Kreise über dem Schiff zog und letztendlich hinter dem Schornstein in der Luft schwebte.
Katja und ich sprangen fast gleichzeitig auf um nach hinten zu laufen, wo sich auch schon das halbe Schiff versammelt hatten. (sorry, ich bin normalerweise nicht so sensationsgeil, aber eine solche Heli-Aktion sieht man vielleicht nie wieder)
Da wir eine hohe Winstärke hatten, hatte der Heli extreme Schwierigkeiten und musste sogar noch einmal weiter weg vom Schiff einen neuen Anlauf starten. Immerhin hatte der Pilot nicht nur mit dem Wind zu kämpfen, sondern ebenfalls mit der Fahrt des Schiffes, denn wir konnten ja schlecht einfach so anhalten.
Nach ca. 30min war dann aber auch alles vorbei. Sehr sehr spannend kann ich da nur sagen.
Um 15Uhr machte ich Bauchtraining mit, was aber, aufgrund der Sonne, nicht sehr angenehm war.
Um 16.30Uhr gingen Jan und ich dann zum Tanzunterricht, wonach uns die Passagiere vom sehen her kannte, da wir doch einige Figuren mehr tanzen konnten als die anderen. Sehr zur Freude der beiden Tanztrainer, die uns immer wieder sagten, wie toll wir doch seien *lol*
Zum Abendessen hatten wir eine neue Strategie: Wir gucken erst im a la carte, was es gibt und entscheiden dann, wo wir essen gehen.
Da uns die Essensauswahl ansprach waren wir also wieder im a la carte Restaurant, was diesmal auch wirklich sehr sehr lecker war. *mjamm*
Abens ging ich wieder alleine zur Show, die den Titel „around the world“ trug.
Die Show war wirklich klasse. Einmal Tänze rund um die Welt. Die Stimmung war super, die Show war super und die Geigerin hat mich einfach nur umgehauen. Sehr super!
Jan stand allerdings auch schon am Ausgang als ich raus ging und klönte mit Aurelia.
Nach einem kurzen Spaziergang an Deck sind wir dann auch wieder in die Moonlight-Bar getigert, wo wir bis kurz nach 23Uhr blieben…. Wieso so kurz? … Nunja, es war ja eigentlich eine Stunde später. Das liebe Zeitzonen-Hopping :-)
09.09.06 (eigentlich) Leixoes/Porto oder auch: Das Abenteuer geht weiter
Morgens konnte man schon sehen, dass man nichts sah. *grübel* Viel Nebel, aber die Sonne schien. Alles paletti.
Da Jan noch schlafen wollte, ging ich allein zum Frühstück auf dem Pooldeck. Lange alleine saß ich nicht, da wir inzwischen ja die halbe Crew kannten. Somit setzte sich Juan zu mir. Was genau er hier an Bord ist konnten wir bis jetzt nicht ausmachen, aber er hat eine Crew-Karte. Somit muss er wohl dazu gehören.
Kurz zu unserem „Umkehrmanöver“ vom Vortag: Wir sollten natürlich noch immer Leixoes anlaufen, nur 5 Stunden später als geplant. (wann immer wir das wieder aufholen wollten, aber um 13Uhr sollten wir in Leixoes anlegen)
Um kurz nach13Uhr lagen Jan und ich gerade bei unserem Mittagsschläfchen in der Kabine als die Durchsage kam, dass der Hafen von Leixoes gesperrt ist und wir jetzt 2 nautische Meilen vor dem Hafen auf eine Freigabe warten.
Verständlich, denn als Jan und ich rausgucken sahen wir: nichts!
Wir gingen an Deck und sahen noch immer: nichts!
Der Nebel war so dicht, dass man sogar Teile des Schiffs nicht mehr erkennen konnte. Es sah aus wie im Film. Die Leute schwiegen auch alle und es hätte nur noch ein großes unheimliches Piratenschiff aus dem Nebel gefahren kommen müssen und es wäre perfekt gewesen.
Wir standen ca. 45min später noch immer oben an Deck als Sebastian sich zu uns gesellte und uns sagte: „Es ist zwar noch nichts druchgesagt worden, aber guckt hier, das ist der Animations-Plan für heute Nachmittag, wir lassen Leixoes ausfallen“
Tja und ca. 15min später kam dann die Durchsage, dass der Hafen noch immer nicht freigegeben wurde und selbst die Anfrage unseres Kapitäns, auf eigene Verantwortung in den Hafen zu fahren, wurde von Leixoes abgelehnt. Somit lichteten wir den Anker und fuhren weiter in Richtung Funchal.
Sebastian erzählte noch, dass die Containerschiffe neben uns teilweise schon seit 6 Stunden da standen und darauf warteten, dass der Hafen freigegeben wurde.
Um 15Uhr gingen Jan und ich also wieder zum Tanzunterricht und es war wieder super. Wir tanzen die Figuren die er mir schon bei sich in Hamburg gezeigt hatte (Rumba), aber die Schiffseigenen Tänzer kümmerten sich diesmal auch mehr um uns als nur „very good“ zu sagen. Eugen brachte mir das richtige Hüftschwingen bei und gab auch sonst sehr nützliche Tipps.
Danach machten Jan und ich den größten Fehler des Tages. Wir gingen zu „Strech und Relax“. Danach waren wir so hundemüde, dass wir auf die Kabine gingen, uns nur kurz hinlegen wollten und gerade mal eine Stunde durchschliefen.
Danach ging es ins Bistro zu Abend essen und wieder zurück auf die Kabine, da Herr Jan ja unbedingt Fußball gucken wollte *rolleyes*
Das tut er grade auch noch und ich bin am „nachschreiben“, was die letzten Tage alles passiert ist.
Nunja, immerhin ist schon 2. Halbzeit und danach werden wir in die Moonlight Bar gehen und ein wenig Cocktails schlürfen ;-) (was wir dann doch nicht mehr gemacht haben)
10.09.06 Seetag
Da Porto ja doch nicht wirklich ein Landtag war hatten wir also unseren 3. Seetag in Folge. Was allerdings auch hieß, dass man mal ausschlafen konnte.
Das Wetter war der Wahnsinn und klein Melli lag fast den ganzen Tag faul an Deck und zog sich einen Sonnenbrand zu… gehört ja auch dazu ;-)
Okay, ich gebs zu, ich lag nicht die ganze Zeit rum, denn ab 10.30Uhr gab es was anderes zu tun: FRÜHSCHOPPEN.
Also „Bier her, Bier her oder ich fall um“ und einmal fröhliches anstoßen mit dem Kapitän ;-) Es wurde gesungen, gesprungen und getanzt und natürlich literweise Bier getrunken. Jerry (Animateur) und Romana (Direktorin) haben ein paar deutsche „Welthits“ *hust* zum besten gegeben.
Aber okay, direkt danach ging es für mich wieder auf die Liege zu meinem Buch.
Um 14.30Uhr ging ich mir dann „Gemüse schnitzen“ anschauen. 2 Asiaten aus der Küche zauberten allerlei tolle Sachen aus verschiedenen Gemüse und Obstsorten. Es war echt wunderbar. Mit so wenigen Handgriffen haben die was hingekriegt, was ich nichtmal in stundenlanger Arbeit schaffen würde.
Nachmittags vergnügten Jan und ich uns mal wieder beim Tanzunterricht wo wir diesmal den langsamen Walzer tanzten.
Abends gab es dann die Show schlechthin: Viva la Fiesta mit Juan Tabasco. Besagter Mann wo ich bis dato nicht genau wusste was er an Bord eigentlich darstellt… mein Frühstückspartner… ;-) (Jan frühstückt nicht so gern so früh)
Als Jan und ich das gelesen haben sind wir halb vom Glauben abgefallen, da wir uns beim besten Willen nicht vorstellen konnten, dass dieser Mann überhaupt singen kann, aber unsere Erwartungen wurden übertroffen.
Es war die genialste Show bis jetzt. Er machte Stimmung und riss das ganze Publikum mit sich.
Seitdem hat klein Melli einen Dauer-Ohrwurm: SCHWIRIWIRI BARAMBABAM SCHWIRIWRI BARAMABAM *träller* *rofl*
11.09.06 Funchal / Madeira
Früh Morgens ging es los zur Jeep-Tour. (oder wie Romana sagte: „Billig-Fahrer alle zu mir) Wir (2 Mädels, Verena + ihre Mum und ich) suchten uns den bestaussehenden Jeep-Fahrer aus *muhaha* und machten es uns bequem.
Im Programm stand: „Inseleinwärts fahren Sie von Funchal bergauf Richtung Norden…“ äh ja… bergauf ist…das waren fast 90° Steigung und wir sind 1000 Tode gestroben, aber unser Fahrer, der einzige der Deutsch konnte (Verena: „Woher können Sie so gut Deutsch?“ Miguel: „Ich hab 2 Monate eine Abendschule besucht“ o_O), namens Miguel, klärte uns auf: „Wir sind alles gute Fahrer, die schlechten sind alle schon tot“ … ja, sehr beruhigend.
Oben angekommen hatten wir einen super Blick über Madeiras Hauptstadt Funchal. Dann ging es offroad (und wie offroad das war… *rofl* … wir haben irgendwann alle nicht mehr geatmet, aber es war einfach nur genial) weiter zu einem Aussichtspunkt auf den Pico Ruivom, der mit 1862m der höchste Berg Madeiras ist.
Weiter offroad ging es dann über den 1412m hohen Poiso-Pass ins fruchtbare Tal des kalten Flusses Ribeiro Frio. Dort haben wir dann eine längere „Pause“ gemacht. Wir sind 1 Stunde lang entlang der Bewässerungsrinnen die typisch für Madeira sind, gewandert bis zu einem wahnsinnig schönen Aussichtspunkt (Balcoes) über die zerklüftete Berglandschaft. Einfach nur wundervoll.
Anschließend durften wir ein typisches Getränk auf Madeira probieren. Einen Zuckerrohrschnaps mit Zitrone und noch irgendetwas. Gewöhnungsbedürftig und hochprozentig, aber nach dem 3. Schluck hats geschmeckt ;-)
Weiter per Jeep gings zu einem Naturpark, bevor es wieder zum Hafen zurück ging.
Eigentlich wollten wir noch kurz in die Stadt rein, aber dazu reichte die Zeit nicht mehr und es ging wieder zurück aufs Schiff.
Nachmittags gabs dann… na? 3x dürft ihr raten? Tanzunterricht! :-)
Aber diesmal haben wir einfach nur alle Tänze wiederholt. Sprich ChaChaCha, Rumba und langsamen Walzer.
Eugen und Olga gaben mir inzwischen auch Haltungsunterricht, da Jan und ich die Schritte und noch ein paar mehr Schritte als gedacht, schon konnten. Sehr schön :-)
Abends gabs dann die „Mediterrane Show“, die allerdings nicht sooo toll war. Naja, was solls.
Danach haben wir uns mit Verena und noch ein paar die sie kennengelernt hatte in der Moonlightbar getroffen, da sie am nächsten Tag von Bord gegangen sind.
Allerdings gab es noch ein Highlight an dem Abend. Romana, unserer Kreuzfahrtdirektorin sprach nach jeder Show noch ein paar Sätze, bzw. erzählte lustige Geschichten und Witze. Nicht an diesem Tag. Sie sagte, sie wolle uns ihre eigene Geschichte erzählen. Sie kommt aus Österreich und hat eine Ausbildung gemacht um dann der Liebe wegen nach Bremen zu ziehen. Diese Liebe hat allerdings nicht lange gehalten und dafür hat sie die Liebe zur Seefahrt entdeckt. Dadurch ist sie irgendwann auf die Arielle gekommen.
Ihre Worte: „Und was ich davor 10 Jahre lang gemacht habe, dass möchte ich Ihnen nun gerne zeigen“
Was sie uns gezeigt hat? Seht selbst: VIDEO ROMANA
12.09.06 Las Palmas / Gran Canaria
Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, hätten wir eigentlich lange schlafen können, aber Herr Jan war schon um 5Uhr wach und davon bin ich dann natürlich auch wach geworden. Aber nicht nur davon, mir ging es auch sehr bescheiden, da ich mir eine dicke fette Erkältung zugezogen hatte *möp*
Somit waren wir aber auch schon mit die ersten beim Frühstück und saßen mit Juan und Aurelia am Tisch, wobei wir mitbekamen, dass Aurelia Geburtstag hatte.
Jan und ich haben uns erstmal wieder aufs Bett geschmissen, da wir doch beiden hundskaputt waren… und ich dazu noch sterbenskrank.
Gegen späten Mittag sind wir dann aber auch vom Schiff gegangen und haben uns in Las Palmas für die falsche Seite zum laufen entschieden. Wir waren zwar an einem Strand und sind an einem wunderschönen Jachthafen vorbeigekommen, aber den Hauptstrand, einen der schönsten Strände der Kanaren, haben wir dadurch verpasst, da dieser auf der anderen Seite gewesen wäre.
Auf dem Rückweg sind wir in ein megageniales Einkaufszentrum gegangen um uns was zu trinken zu kaufen, aber Pustekuchen. So groß das Ding auch war, es gab keinen Supermarkt oder ähnliches. Wirklich sehr schwach :-(
Kaum draussen lief uns Aurelia über den Weg die uns beschrieb, wo sie ein paar Supermärkte gesehen hatte… die wir auch nach langem Suchen fanden… und sogar etwas uns bekanntes: SPAR… supi. Ich bekam neue Taschentücher und wir neues zu trinken.
Wieder an Bord setzten wir uns an Deck zu Aurelia, Sebastian und Juan, die fröhlich am Kaffee und Kuchenessen waren.
Irgendwann holte Juan seine Gitarre aus der Kabine und wir 4 saßen da oben zusammen und sangen „SCHIWIRIWIRI BARAMBABA SCHIWIRIWIRI BARAMBABA“, nachdem wir Aurelia ein Geburtstagsständchen gesungen hatten.
Leider wurden wir dann gestört, weil unser Abenteuerurlaub weiterging: Ein Sonnenschirm machte sich selbstständig und schlug einem Mann an den Kopf, woraufhin Aurelia und Sebastian natürlich sofort zur Stelle sein mussten.
Später gingen Jan und ich dann auf die Kabine, Abendessen und dann Tanzen unter Sternen mit der Excentric Band (übrigens sehr genial!!!).
Jan tanzte zwar mehr mit Aurelia, aber naja. Wenn er mit mir tanzte versuchte er mir neues beizubringen *grrr*
Leider fing es dann zu regnen. Ja richtig gelesen. Wir sind auf Gran Canaria und es regnet wie nichts Gutes :-(
Okay, das Arielle Ballett tanzte trotzdem später als die meisten Leute schon unter Deck geflüchtet waren.
Wir saßen dann noch ziemlich lange mit Juan, Aurelia und Katja an der Sunshinebar zusammen, bevor wir dann um 24Uhr Las Palmas verließen und halbtot ins Bett fielen.
13.09.06 St. Cruz / Teneriffa
Ich hatte mal wieder Morgens einen Ausflug gebucht und musste somit entsprechend früh aufstehen. Natürlich noch immer totkrank :-(
Unseren ersten Stop machten wir am Strand Playa de las Teresitas, bevor wir über das Anagagebirge zu dem kleinen Städtchen Taganana fuhren. Ich mit meiner Erkältung hab kaum was von irgendetwas mitbekommen, da ich einen solchen Druck auf den Ohren hatte, dass ich nur noch Schmerzen hatte :-(
Trotzdem war Taganana sehr schön und ich muss eingestehen: Ich glaub ich finde dunklen Sand schöner als hellen.
In Taganana durften wir dann auch den typischen Landwein und Ziegenkäse probieren. Wirklich sehr lecker.
Wer wollte durfte dann noch mit zu einer kleinen Kapelle laufen, aber da es mir mehr als nur schlecht ging hab ich mich bloß etwas an die frische Luft gesetzt.
Später sind wir dann durch den Mercedeswald gefahren bis zum Berggipfel Pico del Ingles von wo aus wir beide Seiten des Anagagebirges sehen konnten.
Zurück ging die Fahrt vorbei an Cruz del Carmen, Las Canteras und La Laguna zurück nach St. Cruz.
Dort erwischte ich noch Jan auf der Kabine, bevor er los zu seiner Tour fuhr und ich mich aufmachte ins Zentrum von St. Cruz um mal wieder Taschentücher zu kaufen.
Diesmal dauerte es gar nicht so lang bis ich einen Supermarkt gefunden hatte. Allerdings setzte ich mich noch ein wenig in den Park bevor ich zum Schiff zurück ging.
Ich legte die Sachen in die Kabine und ging an Deck wo ich auf Aurelia traf, die als einzige des Animationsteams an dem Tag keinen Ausflug leitete. Sie ließ sich gerade eine Pizza belegen und fragte ob ich die Hälfte haben wollte… FATAL sag ich da nur. Wir setzten uns an die Poolbar und futterten die käsigste Pizza die ich je gegessen habe.
Danach spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck darum, wer Tee holen geht. (immerhin am anderen Ende vom Deck)… ich hab natürlich verloren und musste gehen (aber is ja kein Problem) *möp*
Nach dem Tee habe ich dann mein allererstes mal Shuffleboard gespielt und natürlich haushoch verloren. Aber naja… nobody’s perfect und ich bin froh, dass ich überhaupt das Ding getroffen habe *lol*
2 Spiele spielte ich mit, bis ich mich aus der Sonne verabschieden musste und wieder zurück zur Poolbar ging, wo ich noch eine Weile mit Aurelia, Juan und einem anderen Gast saß, bis Jan zurückkam.
Abends gabs dann die Rat Pack Show, die wirklich zum Kübeln war. Gar nicht mein Geschmack. Allerdings gabs im Anschluss dann die Show: Wir suchen Mr. James Bond.
*lol* sehr genial. Ich hätte es ja gern gehabt, wenn Jan mitgemacht hätte, aber der hat sich gedrückt *möp*
Aber okay, heute ist zwar der 14.09.06, aber ich mache hier mal schluss, weil wir auch noch was zu Abend essen gehen wollen jetzt. :-)
14.09.06 Seetag
Um 10Uhr machte ich mit Barbara einen Fit Mix mit. War ganz nett, aber wie glaub ich schon erwähnte, hat mir das Sportprogramm nicht soooo gut gefallen an Bord, was aber keinenfalls an den Animateuren lag, sondern einfach nur an der vorhandenen Fläche.
Um 11Uhr trafen wir uns dann zur Je-Ka-Mi Infostunde. Je-Ka-Mi = Jeder Kann Mitmachen.
Eine Show von Gästen für Gäste und Jan und ich überlegten ob wir mitmachen sollten.
Wohl oder übel saßen wir dann da und mussten somit mitmachen. Wir entschieden uns für „Totale Finsternis“ aus Tanz der Vampire :-) Sehr schön *lol*
Um 16Uhr gabs dann „Tanzunterricht“ die letzte… :-( Diesmal wars der Horror schlechthin: TANGO … ich find ja Tango sieht einfach nur wahnsinnig genial aus und ach… einfach nur genial… aber es zu tanzen war der Horror. Ich hab irgendwann nur noch geflennt, aber Jan meinte, dass es jedem so geht nach der ersten Tangostunde und es ihm nicht anders gegangen wäre… das ist echt mal komplizierter als es aussieht… (besonders wenn man 10000 Figuren mehr mehr machen muss als alle anderen, nur weil man mit jemandem tanzt, der das kann *lol* ;-) )
Abends gabs dann die ABBA Show (MamaMia)… das Musical in kurz und unverständlich.
Habe ich schon mal erwähnt, dass die Sänger/innen alle nicht sooo berauschend waren? Nein? Dann tu ich es jetzt… verstanden hat man fast gar nichts und nur die, die Sohpie gespielt hat war von der Stimme her sehr gut.
15.09.06 – Abenteuerreise auf dem Höhepunkt der Gefühle / Casablanca - Marokko
Morgens früh, ca 6Uhr Ortszeit. Klein Melli wird wach weil sie irgendetwas gehört hat. Okay, meine Flaschen haben geknarzt, aber sonst keine Geräusche. Dann bemerkte ich, dass das Schiff wirklich wahnsinnig hin und her schaukelte. Okay, habe ich ja kein Problem mit, also rumgedreht und weitergeschlafen.
Dann wurde ich kurze Zeit später davon wach, dass 2 Wasserflasche umkippten. Okay, immer noch schön und gut, ist ja kein Problem. Das Schiff schaukelte noch mehr als vorher, aber das macht klein Melli ja nichts, also rumgedreht, Augen zu, eine kurze Sekunde um sich zu entspannen und PENG RATSCH PATSCH… fegt es alles um was irgendwie in unserem Zimmer war. Gläser, Dosen, Flaschen, Adapter, Kugelschreibe, ach, alles was auf dem Schreibtisch lag verteilte sich, fliegend, in der ganzen Kabine.
Jan und ich waren hellwach, aber im nächsten Moment wurde es total ruhig. Das Schiff schaukelte nicht mehr und als wir aus dem Fenster schauten sahen wir: den Hafen von Casablanca… äh ja, okay.
Wir uns also angezogen und raus aufs Deck wo wir erstmal Juan in die Arme liefen. („Baby hast du ein Temperament“ sagte er zu mir, da ich so aufgedreht war.)
Schon auf dem Weg nach oben kamen uns Leute entgegen die am aufräumen waren und auf dem Pooldeck lag Joghurt kreuz und quer. Juan erzählte uns, dass im Bistro (Frühaufsteherfrühstück) alles kreuz und quer geflogen ist, ein anderen Pärchen erzählte, dass in der Boutique alles aus dem Schränke gefallen ist und kreuz und quer liegt und später (gestern 18.09.06) erfuhr ich dann noch, dass es im Pub wohl ALLE Flaschen aus dem Schränken zu Boden geworfen hat, was den größten Schaden darstellte.
Achja, und als wir (Jan, Juan und ich) richtung Bistro unterwegs waren sahen wir an der Rezeption, dass dort auch noch ein Spiegel rausgefallen war.
WOW, war das aufregend und genial.
Jan und ich wollten uns erstmal wieder hinlegen, beschlossen dann aber so früh wie möglich durch Casablanca zu gehen, damit die Sonne uns nicht komplett verbrennt.
Natürlich vergaß klein Melli den Stadtplan auf der Kabine *tadaaa* aber egal, nach 100000 „Taxi, willst du Taxi“-Anmachen sahen wir dann auch die Moschee Hassan II., die momentan größte Moschee der Welt. (ist also auch schlecht zu übersehen)
Wir gingen also hin und waren wirklich erstaunt. RIESENGROß das Ding. (kommt auf Fotos leider nicht so rüber)
Dort hielten wir uns eine zeitlang auf, bevor wir weiter in Richtung „Innenstadt“ gingen.
Was bitte ist Casablanca für eine hässliche Stadt?! Wir sind vielleicht 10-20min da rumgelaufen, ich habe oft beinahe das kotzen bekommen von dem ganzen Gestank, und sind dann wieder zurück zum Schiff.
Somit sind meine Eindrücke von Casablanca bescheiden. Aber was solls.
Zurück an Bord machten Jan und ich ein lustiges „Welche Musicals werden wohl Abends bei der Musicalgala gespielt“ Spielchen (für uns selber). Wir lagen natürlich superfalsch. Von allen Musicals die wir aufgezählt hatten kam kein einziges dran… nur „unbekanntes“ bzw. total altes Zeug *möp*
Aber vor der Show haben wir uns das Auslaufen natürlich nicht entgehen lassen. Wir standen gerade am höchsten Punkt und gaaaanz vorne als Romana die Durchsage machte, dass sich die nächsten 10min bitte niemand bewegt und alle die draussen stehen sich bitte festhalten sollten, da wir das Phänomen der langgezogenen Wellen nun wieder vor dem Hafen erleben würden. (aha, das war also das Chaos morgens) Was machen Jan und ich, lebensmüde wie wir sind? Natürlich, wir blieben da stehen wo wir waren und es war einfach nur geil diese gigantischen Wellen auf einen zukommen zu sehen und wie diese am Schiff zerschellen, die extreme Schräglage des Schiffen und das ständige auf und ab… ein Highlight schlechthin… aber um meine Haare durch zu kriegen habe ich nachher ca. 30min gebraucht *lol*
Nach der MusicalShow wollte Jan auf die Kabine gehen, da es ihm nicht gut ging und ich wollte mir in Ruhe „Die Wahl zum perfekten Paar“ anschauen. Tja, Pustekuchen. Aurelia entdeckte uns, kam auf uns zugelaufen „JAN MELLI AB AUF DIE BÜHNE“ und ehe wir uns versahen standen/saßen wir auf der Bühne.
Was ein Spaß *muhaha*
Erst mussten sich jeweils die Frauen auf einen Stuhl setzen und bekamen ein Glas zwischen die Beine. Die Herren bekamen die Augen verbungen, eine Wasserflasche zwischen die Beine und mussten sich von ihrer Frau dirigieren lassen um das Glas voll zu machen. *muhahaha* (da hat klein Melli natürlich Spaß *g*)
Als nächsten mussten die Männer nach hinten gehen und wir Frauen bekamen intime Fragen gestellt die wir beantworten mussten. Die Männer wurden danach nach vorne geholt und mussten möglichst dieselben Antworten auf die Fragen geben.
Danach das ganze Spielchen umgekehrt. Sehr lustig. Wir sind nicht das perfekte Paar geworden, aber es war wirklich lustig und darauf kommt es an :-)
(immerhin sind wir gegen ein Paar angetreten die seit 5 Jahren verheiratet sind und eins, welches seit 25 Jahren verheiratet ist)
16.09.06 Malaga / Spanien
Morgens früh gab es die wohl bekannteste Meerenge der Welt zu betrachten: Gibralta :-)
Jan und ich gingen an Deck umher und betrachteten einen der wohl bekanntesten Felsen der Welt. Einfach wunderschön. Ich kannte es ja schon von vor 4 Jahren, aber es war mindestens genauso schön diesmal.
Da wir erst spät anlegten gab es morgens mal wieder das beliebteste Bier der Deutschen: FREIBIER! Ein zweites Frühschoppen war angesagt und die Stimmung war wieder super.
Diesmal hab ich auch ein wenig mitgetanzt und nicht nur faul in der Sonne rumgelegen ;-)
Danach gab es dann Eisschnitzen. Aus einem Eisblock wurde ein Pferdekopf geschnitzt, was wir allerdings nur aus der Ferne betrachteten, da wir noch mit Sebastian am Tisch saßen und gequatscht haben.
Um 13Uhr, eine Stunde früher als geplant, liefen wir in den Hafen von Malaga ein, wo Jan und ich unsere längste individuelle Tour vor uns haben sollten.
Die Stadt ist der pure Wahnsinn, das mal vorneweg. Eine der wenigen Städte, die ich bisher in meinem Leben gesehen habe, bei denen ich mir durchaus vorstellen könnte dort zu leben.
Die Stadt ist sauber, gut strukturiert, alt und neu nebeneinander… einfach herrlich!!!
Zuerst gingen wir zur Kathedrale, da diese direkt vor uns lag. Einfach nur wunderwunderschön.
Dann wollten wir uns aufmachen hoch zur Gibralfaro, aber schon unten mussten wir feststellen, dass man, wenn man allein Alcazaba sehen wollte schon 1,95EUR bezahlen musste und für Gibalfaro noch mehr, haben wir es sein lassen und uns nur Alcazaba angesehen… und zwar eine Stunde lang *lol* Wunderschön alt und super erhalten. Alcazaba wird noch ausgegraben und somit war ein Teil begehbar und ein Teil nur „betrachtbar“, da dort noch gearbeitet wurde.
Wieder raus aus Alcazaba ging es weiter auf der Suche nach einer Innenstadt, die wir auch recht schnell fanden: SUPERSCHÖN. Man merkt, dass es eine Touristenstadt ist, da sie sehr reich ist. Marmorboden in der Einkaufstraße etc.
Und wen trifft man natürlich in Malaga? Richtig, Leute vom Schiff. (Holger und Monika, ebenfalls 2 Passagiere).
Jan und ich liefen dann aber auch weiter, lechtzend bei 33°C nach einem Eis, was uns aber für 2,40EUR zu teuer war. Somit befolgten wir einen Rat von Monika und kauften uns bei Burger King ein Eis für 1,50 *g*
Weiterhin waren wir dann noch in einem Megakaufhaus. Wirklich unvorstellbar groß. Unbeschreiblich.
Gut, danach, nach fast 4 Stunden sind wir dann über den Hafen zurück zum Schiff gegangen.
Doch, ich muss sagen. Malaga hat mir am besten von der ganzen Reise gefallen.
Abends hatte Juan seinen 2. Auftritt für diesen Abend mit „Fantastico Ole“ … wiedermal megagenial und zum Schluss gab es natürlich noch mal ein SCHIWIRIWIRI BARAMBABAM … ;-)
17.09.06 Alicante / Spanien
Heute war Alicante-Tag. Ich hatte mich beim groben Überblick über das Tagesprogramm schon auf eine schöne Salsa-Aerobic am Morgen gefreut, aber was war? Zeitgleich war die Probe für die Je-Ka-Mi Show *möp* Aber okay, was sein muss, muss sein
Nachmittags in Alicante sind Jan und ich mal wieder alleine losgezogen…. Weh uns, dass Aurelia und Juan uns nicht gefunden haben, denn die haben einen wunderbaren Tag an einem wunderbaren Strand erlebt… und was haben Jan und ich gemacht? 2 Stunden ziellos umherlaufen ohne wirklich was zu sehen… toll, applaus.
Wir also in die Stadt rein und auf den Weg gemacht zum Castillo de Santa Barbara. Tja, weit sind wir nicht gekommen, denn auch das kostete Eintritt und wir traten den Rückweg an um uns die Iglesia de Santa Maria anzuschauen. (rein ging nicht, da dort eine Ausstellung war).
Somit sind wir letztendlich etwas am Hafen entlang gelaufen, haben Segelschiffe und Yachten beguckt, bis wir an einer Art Einkaufzentrum ankamen, wo wir noch rumgelaufen sind. Natürlich hatte dieses zu, war ja Sonntag. Zurück ging es dann direkt am Hafen entlang, da wir auf dem Hinweg auf der gegenüberliegenden Seite der Hafenstraße gegangen waren.
Nachmittags leisteten wir Katja bei ihrem Animation Desk ein wenig Gesellschaft und spielten nachher noch mit ihr und einem weiteren Herrn Boccia. Oder auch „Fun Boccia“ genannt. Normales Boccia kennt ihr sicherlich alle, aber das kleine Wörtchen „Fun“ macht auch viel aus. Man wirft die Bälle (in diesem Fall Pyramiden) nicht normal, sondern rückwärts, durchs Bein durch, Kopfball – mäßig etc blabla.
Direkt im Anschluss habe ich dann eine runde „Walk a mile“ mit Katja mitgemacht, wobei wir auch nur zu 2. waren und es somit eher eine „Quassel a mile“ war, da wir die ganze Zeit nur geredet haben.
Abends gabs dann die Show Horray for Hollywood, die eigentlich gar nicht so schlecht war.
Im Anschluss waren wir dann noch kurz in der Moonlightbar einen Cocktail schlürfen und etwas tanzen, bevor wir mal wieder totmüde ins Bett gefallen sind.
18.09.06 Seetag
Traurig, traurig, aber irgendwann brach der letzte Tag an. *seuftz* Der letzte Tag auf dem Schiff.
Er fing, wie ein klassischer letzter Tag an, nämlich mit der Banderolenvergabe für die Ausschiffung. Schnell geschehen und ab zum Frühstück bevor es für Jan und mich nur „Je-Ka-Mi“-Probe ging.
Später wollte ich Aurelia eigentlich beim Handtuch Origami zuschauen, aber irgendwie quatschte ich mich mit Juan und Hanna (später noch Barbara) fest, dass ich das irgendwie verpasste.
Nachmittags haben wir dann mit Katja und Hanna bzw. mit anderen Gästen, geleitet von Katja und Hanna, Tischtennis gespielt… Frauen gegen Männer und alle gegen den Wind.
Leider konnten wir nur 2 Runden mitspielen, da wir direkt im Anschluss die Generalprobe für die Je-Ka-Mi Show hatten. Da sich, aufgrund einer Programmüberschneidung, alles nach hinten verschob konnte ich kein letztes Mal „Walk a mile“ mitmachen *grummel* Aber okay, Opfer muss man bringen, wenn man Abends die anderen Passagiere mit seiner Stimme quälen will.
Da es der letzte Abend war gingen wir ins Avalon-Restaurant zu unseren absolut besten Kellnern der Welt Jon-Jon und Raul, sowie der besten Kellnerin Christine.
Die ganzen Kellner/innen vom Restaurant hatten auch noch eine Überraschung parat: Sie fingen mit einem mal an Gitarre zu spielen und sangen dazu: „We are sailing“… da musste selbst ich weinen und viele andere auch. Es war einfach traumhaft schön!!!
Aber auch hier konnten wir uns kein 2. Lied komplett anhören, da wir um 21Uhr bei der Je-Ka-Mi Show sein mussten.
Hinter der Bühne waren für uns alle einige Sektflaschen, von denen Anja, die als Comoderatorin für Sebastian diente, wohl das meiste getrunken hat vor Aufregung *g*
Ich spürte erst wenig Aufregung, bis ich dann auf der Bühne stand, zwar die Töne rausbekam, aber weißgott kaum geradeaus gehen konnte.
Aber anscheinend gefiel es den Leuten, wieso auch immer, denn ich fand uns grauenvoll.
Auf der Kabine habe ich mich deswegen umgezogen, eine andere Frisur gemacht und mich abgeschminkt und trotzdem sagte uns jeder, der an uns vorbei ging, wie toll wir doch waren und Juan sprachen sogar Leute an, ob wir von der Crew seien und als er das verneinte sprach das Pärchen uns an und fragte ob wir denn irgendwie angeheuert wurden.
… dafür, dass ich uns so kacke fand, war ich doch sehr… wie soll ich sagen… sehr erstaunt wie toll es die Leute fanden… *g*
Wir waren dann noch lange in der Moonlight-Bar. Zuerst haben Jan und ich sowie Sebastian und Anja an der Theke gesessen, was getrunken und gequatscht.
Später saßen wir in einem richtig großen Kreis zusammen, haben Sekt geschlürft und gaaaanz viel getanzt. Unser verrückter Holländer Sebastian griff auch nach dem Mikro und sang den Rest des Abends mit, tanzte mit Anja (und animierte uns auch alle zum tanzen) und später in der Nacht tanzte Jan urlang noch mit mir Disco Fox. (mit Figuren die ich vorher nie kannte, die aber irgendwie trotzdem klappten)
Kurz vor 2 Uhr machten wir uns dann auf in die Kabine, da wir ja doch noch ein wenig Schlaf brauchten.
19.09.06 Nizza / Frankreich – Eine Reise geht zu Ende
Als Morgens früh der Wecker klingelte, hätte ich diesen gerne erschlagen und kleingehackt, aber nunja, kann man machen nichts.
Wir sind erstmal frühstücken gegangen, wo wir auch auf Juan und einige andere vom Vorabend, sowie ein paar andere von Nah und Fern trafen. Und dann ging das elendige Warten auf das Check-out los.
Gott sei Dank waren wir in den ersten Busse die zum Flughafen gebracht wurden *puh*
Am Flughafen selber konnte man sich dann noch mal von allen verabschieden, bevor es zu den einzelnen Fliegern ging.
Der Flug mit Germanwings war einsame Spitze. Wir hatten 0,0000 Turbolenzen und ich bin sogar eingedöst. (ist mir lang nicht mehr im Flugzeug passiert)
Am Flughafen CGN angekommen wollten Jan und ich den nächsten Zug nehmen, aber 2 Chixen hielten uns davon ab, weil die zu blöd waren den Fahrkartenautomaten zu bedienen (und davon gibt es leider nur einen dort)
Somit sind wir mit dem nächsten gefahren. Ist ja gehüpt wie gedüpt.
Nun bin ich schon seit einigen Stunden wieder zu Hause, hab meine Mum vollgelabbert, ihr die Fotos und kleinen Videos gezeigt. Außerdem hatte ich 74 Emails von denen 70 Schrott waren und 4 was Brauchbares.
20.09.06 Abschluss / Resumée
Ausstattung des Schiffes: Ist genau die 3 *** wert
Service des Schiffes: Kommt an ein 5 ***** Schiff/Hotel ran
Sonnenbrände: Einen richtigen auf der Schulter
Fotos: ca. 950 *tralala* *pfeif*
Gewicht: + 2kg
Nette Menschen kennen gelernt: sehr viele. Um nur ein paar aufzuzählen (ich vergesse gewiss die Hälfte) Aurelia, Katja, Sebastian, Juan, Hanna, Barbara, Gabi, Romana, Jon-Jon und Raul, Georgi, Anja, Holger und Monika, Alexander, Verana + ihre Mutter, alle die irgendwann mal mit uns am Tisch saßen :-)
Schock zu Hause: Meine Maus, Miracle, ist tot :-(
Ich würde sofort wieder diese Reise machen. Dafür, dass ich Voraus so viel Müll gelaufen ist, war die Reise wirklich PERFEKT!
1998 AIDAcara - 2000 AIDAcara - 2002 AIDAcara - 2004 AIDAcara - 2005 AIDAaura - 2006 MSC Lirica - Sept. 2006 MS Arielle