Kurz entschlossen buchte ich rund 14 Tage vor Abfahrt die in der Überschrift beschriebene zweitägige Reise auf dem Rhein. Die Erkenntnis, daß ich ein wenig Ruhe und Abwechslung brauche (nach ein paar arbeitsreichen Monaten), ein günstiges Angebot für Einzelkabinen, die Sehnsucht, mal wieder Wasser an die Bordwand plätschern zu hören, und nicht zuletzt die Neugier auf das, was der neue Anbieter 1aVista Reisen aus der ex MS Italia macht, brachten mich dazu.
Die Vorbereitung Buchung und Abwicklung waren problemlos. Die (fast) vollständigen Reiseunterlagen waren nach wenigen Tagen im Briefkasten, die fehlenden Anreise-Informationen hatte ich sogar, mit einer netten Entschuldigung, noch früher in der Mailbox.
Die Einschiffung Als einer der letzten Passagiere an Bord gehend, war der Check-in schnell erledigt. Zunächst den Voucher abholen (aufgrund der kurzen Buchungsfrist), dann zur Rezeption, Personalausweis abgeben, Schlüssel in Empfang nehmen - fertig.
Das Schiff Die MS Bellriva wurde 1971 für KD in Dienst gestellt, wurde mehrfach (zuletzt Frühjahr 2007) renoviert. Daß "renoviert" nicht gleich "modernisiert" heißt, wurde mir beim Betreten der Kabine bewußt. Doch dazu später.
Über insgesamt vier Decks verfügt die MS Bellriva. Unten sind Kabinen (Fenster nicht zu öffnen) sowie die Sauna (wird auf Anmeldung vorgeheizt, Benutzung kostenlos, Aromaaufgüsse für 5 €) und das Solarium. Darüber nochmals Kabinen (hier mit kleinem zu öffnenden Schiebefenster über der Panarama-Fensterfläche), die Rezeption sowie ein Shop. Leider war diese nicht geöffnet, obwohl bestückt; Mineralwasser wurde an der Rezeption zum Kauf angeboten. Noch ein Deck höher (für Gehbehinderte: hierhin führt ein Treppenlift) der öffentliche Bereich, von vorn nach hinten: die Aussichtslounge mit kleiner Tanzfläche, die Bar, eine Ecke mit rund 30 Büchern und einer umfangreichen Sammlung an Gesellschaftsspielen, der Vorraum des Restaurants (täglich am Nachmittag Kaffee/Tee - und am Einschiffungstag auch Kuchen) und das Restaurant selbst. Ganz oben befindet sich (wo sonst?) das Sonnendeck, teilweise überdacht, bestückt mit Plastik-Stühlen und -Liegestühlen (keine Liegen!) mit bequemen Polsterauflagen. Auf Spielereien anderer Schiffe hat man verzichtet, also kein Groß-Schach, kein Shuffleboard, kein Whirlpool. Alles mit frischem, blauem Kunststoffboden belegt (angenehm zu begehen, für die Augen ein wenig gewöhnungsbedürftig, was in nur zwei Tagen sich noch nicht einstellte).
Die Kabine Ich erhielt eine normale Zweibett-Kabine auf dem Oberdeck; die Kabinennummer wurde mir bereits mit den Reiseunterlagen mitgeteilt. Die Tür schließt mit einem normalen Sicherheitsschlüssel, nach dem Aufschließen drückt man die Klinke. (Achtung für die, die an moderne Kabinentürkartenschließanlagen gewöhnt sind: man muß/sollte auch von innen abschließen, da - einmal aufgeschlossen - jeder die Tür von beiden Seiten öffnen kann.) Große Überraschung danach: Im Eingangsbereich befindet sich das Waschbecken. Auf der Suche nach Dusche und WC stand ich zunächst im geräumigen Kleiderschrank, aber auf der gegenüber liegenden Seite wurde ich fündig. Beides ist in einer Naßzelle, welche die gleichen Türen hatte wie der Kleiderschrank (also bitte nicht verwechseln). Die Fliesen waren (der blaßgrünen Farbe nach zu urteilen) noch Originalzustand, das WC hat kein Vakuumsystem, sondern arbeitet konventionell mittels Druckspüler. Die Kabine selbst machte einen überraschend großzügigen Eindruck. Eine Kofferablage, ein Tisch, ein Stuhl, eine Couch, ein Fernseher (12 Programme, jedoch nur 7 oder 8 Sender, mit ostdeutschem Einschlag - kein WDR/SWR entsprechend dem Fahrtgebiet, dafür RBB und MDR) unter der Decke. Die Couch wäre das zweite Bett; das erste Bett ist tagsüber eingeklappt an der Wand. Daher das Raumwunder. Alles war tadellos sauber und gepflegt (was auch für die öffentlichen Bereiche gilt). Am Waschbecken stand Flüssigseife bereit, in der Dusche Shampoo/Duschgel. Ein Föhn war wieder neben dem Waschbecken zu finden. Lediglich ein Rasier- bzw. Schminkspiegel fehlt hier vielleicht. Sonst gibt es nichts - keine Schubladen, keinen Safe (Wertsachen können an der Rezeption abgegeben werden); die einzige weitere offene Ablage befindet sich oberhalb des Klappbettes.
Während des Abendessens wurde das tagsüber hochgeklappte Bett hergerichtet. Obwohl nicht sonderlich gefedert, konnte man auf der Matratze gut liegen. Störend war, daß man quasi im Stahlrahmen der Umlandung lag. Bei (geschätzten) Abmessungen von 1,90 auf 0,70 m stieß man hier öfters an. Das Spannbetttuch entsprach nicht der Hotelqualität der übrigen Bettwäsche und erlaubte den Blick auf das Muster des (sauberen) Matratzenüberzugs darunter, ohne es anheben zu müssen. Das Knarren beim nächtlichen Umdrehen war sicherlich auch nebenan zu hören, zumal ich auch jedes dort gesprochene Wort verstand (trotz meiner beginnenden Altersschwerhörigkeit). Einen Wecker brauchte ich nicht; Ton wie auch Vibration des auf Weckmodus gestellten Handys der Nachbarkabine waren deutlichst zu vernehmen. 1971 dienten Kabinenwände wohl ausschließlich dem Sicht-, und weniger dem Hörschutz.
Die Route ... war irgendwie ein wenig bekloppt (zumal für mich als Kölner), entspricht aber wohl dem, was man von einer zweitägigen Tour erwarten kann: Leinen los in Köln um 16:00 Uhr, Ankunft in Linz gegen 21:00 Uhr (eine Stunde später als geplant wg. starkem Verkehr), also Linz bei Nacht. Viel Zeit blieb nicht, denn um 22:00 Uhr begann die Crew Show - hierzu später noch mehr. Am frühen Morgen zurück bis Bonn, dort Aufenthalt von 08:00 bis 15:30 Uhr. Gegen 17:00 Uhr bereits wieder zurück in Köln, Ausschiffung am nächsten Morgen bis 09:30 Uhr.
Ausflüge ...gab es auch: Stadtrundgang Linz bzw. Bonn, Museumsausstellung in Bonn, Musicalbesuch in Köln. Habe keinen Ausflug mitgemacht, aber auch keine negativen Stimmen dazu gehört. Die Preise waren wohl recht günstig, bis auf den Musicalbesuch, der 80 € kosten sollte - im Katalog 2008 wird dieser Ausflug für die Hälfte angeboten!
Die Crew Sauber war's überall, das schrieb ich schon. Auch der Service war perfekt. Obwohl die meisten Crewmitglieder aus (Süd-)Osteuropa stammten, waren bei jeder/jedem fließende Deutschkentnisse vorhanden. Unaufdringlich, freundlich, schnell, fehlerfrei - dies trifft auf den Service von Bar, Restaurant und Sonnendeck zu (es waren eh die gleichen guten Geister an allen Orten), wie auch für die Rezeption und den Kabinenservice. Nochmal meinen herzlichen Dank!
Auch die 'nautische Besatzung' (nennt man das bei Flussreisen so?) war stets freundlich und hilfsbereit. Interessierten wurde auf Nachfrage gerne und umfassend die Brücke gezeigt und erklärt.
Das Essen ... war schlicht Spitzenklasse. Abends Menü; am ersten Abend "Willkommensdinner", vier Gänge mit Wahlmöglichkeit (bereits bei der Auswahl der Sitzplätze nach dem Ablegen - wer zuerst kommt, sitzt am Fenster - einmal Fisch, einmal Fleisch), am nächsten Abend "Abschiedsdinner" fünfgängig ohne Wahlmöglichkeit (also Fisch UND Fleisch); mittags Buffet (wieder mit Auswahl zwischen Fisch und Fleisch); morgens umfangreiches Frühstücksbuffet.
Unterhaltung Wohltuend war, daß es keinerlei Animation gab. Einige kurze Durchsagen zu dem, was an Land während der Fahrt vorbei zog war alles. Die Crew Show (kein Gesang/Tanz, sondern Sketche) war sehr schön und zeigteb anschaulich, wie viel Engagement jede(r) Einzelne hier bringt. Ansonsten gab es noch einen Alleinunterhalter, der sich (ebenfalls wohltuend) auf die Wiedergabe von Musik beschränkte. Große Fahrstrecken wurden ja nicht zurück gelegt und das Wetter spielte wunderbar mit. Somit war diese minimalistische Form der Unterhaltung absolut passend.
Die Gäste Kappen gab es im Laden; wäre dieser geöffnet gewesen, wären sie wohl schnell ausverkauft... Den diesbezüglichen Gesamt-Anteil schätze ich mal so auf 20 %, an meinem Tisch leider höher.
Viele Kinder, teils im Schulalter, waren mit ihren Eltern an Bord, was beides den Altersdurchschnitt merklich senkte. Den Durchschnitt stellte ich wohl so ziemlich dar (bin Mitte Pfirsich). Überraschend stellte ich fest, daß ich einer der Wenigen aus der unmittelbaren Umgebung des Abfahrtsortes war. Der Großteil der Gäste kam für zwei Tage Schiff extra einige hundert Kilometer angereist. Somit war die Herkunft der Gäste gleichmäßig auf Deutschland verteilt, von Schleswig-Holstein bis Bayern.
Familienfreundlich auf der Bellriva sind einige Dreibett-Kabinen, sowie etliche Kabinen, welche Verbindungstüren haben und somit auch für Familien mit kleineren Kindern interessant sind, obwohl die Kinderermäßigung (bis 11 Jahre) gerade mal 20 % beträgt. Allerdings reisen Kinder (ebenfalls bis 11 Jahre) im Zustellbett (also in den Dreibett-Kabinen) kostenlos mit. Somit ein klares Bekenntnis zur Ein-Kind-Familie (so fern das Kind mindestens zwei Jahre alt ist, denn darunter geht gar nichts - wohl den hellhörigen Kabinen und der Nachtruhe der anderen Gäste wegen).
Trinkgeld Mangels vorheriger Empfehlung des Veranstalters gab es eine mündliche und schriftliche Empfehlung der Schiffsleitung von € 7 pro Tag und Gast, was wohl jeder mindestens gerne gab, denn die Crew hatte es sich im Wortsinn verdient und der dezent in einer Ecke der Rezeption aufgehängte Briefkasten war gut mit Umschlägen gefüllt. Es fehlte auch nicht der deutliche Hinweis, daß das Geben von Trinkgeld (und dessen Höhe) freiwillig ist und dieses auf alle Crewmitglieder zu gleichen Teilen aufgeteilt wird, so daß auch z. B. die Geschirrspüler, die Matrosen und das Personal der Wäscherei ihren (gleichen) Anteil bekommen. Im Katalog 2008 gibt es übrigens eine Empfehlung des Veranstalters: € 3 - 4 je Tag und Gast... ein Schelm, wer jetzt Böses denkt...
Fazit Ein entspanntes Wochenende auf einem top-gepflegten Schiff, welches sein Alter jedoch in den Kabinen nicht verleugnen kann. Für eine längere Reise (eine Woche oder länger) würde ich daher ein moderneres Schiff (mit mehr Ablagen und Safe in der Kabine, einem Fernseher, den man vom Bett aus sehen kann, und einem geschlossenen kompletten Bad) vorziehen. Die Crew würde ich aber gerne mitnehmen . Bei kurzen Reisen, bei denen die Destinationen und der Ausruhfaktor eine größere Rolle spielen, jederzeit gerne wieder auf der Bellriva - wenn eins nicht wäre:
Rauchen Obwohl auch im Katalog für 2008 keinerlei Hinweis darauf ist, handelt es sich (fast) um ein Nichtraucherschiff. Mit dem holperigen Verweis auf "die neuen Gesetze" wurde verkündet, daß die Bellriva eines der wenigen Schiffe sei, auf denen überhaupt noch geraucht werden dürfe - und zwar in der Bar und auf dem Sonnendeck. Das Rauchen auf der Kabine wurde bei Androhung des Rausschmisses am nächsten Landungssteg verboten. Seltsam, daß die Hinweistafel im Kleiderschrank ausdrücklich darum bittet, Zigaretten ausschließlich im (nicht vorhandenen) Aschenbecher auszudrücken. Da die Bar außerhalb der Öffnungszeiten verschlossen war, bliebe den Rauchern nur noch das Sonendeck, welches je nach Wetterlage keine echte Alternative darstellt. Daher ist das Schiff m. E. keinesfalls für Raucher zu empfehlen. Und dies sollte der Veranstalter besser deutlich in den noch druckfrischen Katalog hineinkleben, denn dort findet sich kein Wort über diese jetzt schon in Kraft getretenen "neuen Gesetze" auf der Bellriva - und es drängt sich die Frage auf, wie es sich auf den anderen angebotenen Schiffen verhält.
war bloß 'n dummer Scherz. Ich hatte mich königlich über Diddns "Mitte Pfirsich" als Altersangabe amüsiert, den Ausdruck kannte ich nicht. Und wollte halt witzisch sein mit meiner Kiwi... Hatte erst überlegt "Mitte Rosine" zu schreiben, aber so schlimm isses denn nun doch nicht...
da ab 2008 all inclusive herrscht, habe ich mich gar nicht so sehr damit beschäftigt.
Die Cola (keine der beiden Premium-Marken) kostete 1,95 für 0,25 l - das weiß ich mit Sicherheit. Der "Cappucchino" (mit Absicht in Anführungsstrichen - genau so gut wie dies so genannt wurde, könnte ich mich einen Sizilianer nennen; der Frühstückskaffee war dagegen sehr gut) lag wohl bei 2,40, so weit ich mich erinnere.
Vielleicht hilft Dir meine Gesamtrechnung: Für einen "Cappucchino", drei kleine Bier (0,3 l), ein Viertel Roséwein (sehr gut) und eine ganze Reihe Colas kam ich zusammen auf gut 30 Euro zum Ende der beiden Tage. Ich empfand die Preise als normal, auch die Summe - darum habe ich mir keinen Kopf darüber gemacht.
Für 2008 heißt es zu All Inclusive: "Vollpension mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, mehrgängigem Mittag- und Abendessen mit weißem oder rotem Tischwein, Nachmittags Kaffee/Tee mit Gebäck, Mitternachtssnack. Gute europäische Küche und vegetarische Kost. Hauswein, Bier, Softdrinks wie Limonade, Cola, Säfte, Mineralwasser, Kaffee und Tee (von 08:00 - 24:00 Uhr)."
Sehr umfassend und fair, denke ich. Der Tischwein ist in der Aufstellung nicht mengenmäßig begrenzt; das Wörtchen "oder" sagt mir jedoch, daß es wohl um eine Karaffe je Mahlzeit geht. (Wer mehr will, könnte ja dann auf den includierten Hauswein wechseln )
Was ich im Bericht vergaß: Auch für 2007 wurde in der Speisekarte aufgefordert sich (vorab) zu melden, falls man vegetarisches oder diätetisches Essen wünscht - hatte aber wohl niemand gemacht, da alle Teller, die ich sah, gleich (und gleich lecker) aussahen.
Ich vermute das Du an der Reise vom 24.8 - 26.8.2007 teilgenommen hast.
Wer etwas im Prospekt zwischen den Zeilen lesen kann, dem muß schon klar sein das es ein einfacheres älteres Schiff ist. Die war wohl auch Dir klar, das Du die Vergangenheit des Schiffes kanntest.
Diese 3 Tage Kreuzfahrt mit Vollpension gab es übrigens schon für 99,- € pro Person. Der Preis liegt fast auf dem Niveau den man heute in Deutschland in einer Jugendherberge bezahlen muß. Da kann man kein total umgebautes Schiff für erwarten. Kreuzfahrten mit 5 Tage Dauer gibt es bei diesem Anbieter ab 179,- € Wie sagt Douglas Ward so schön: Man darf nur das erwarten was man bezahlt hat.
ich weiß nicht warum, aber irgendwie scheint mein Bericht bei Dir sehr negativ gefärbt angekommen zu sein. Leider zitierst Du nicht, worauf Du Dich beziehst, dann könnte ich genauer antworten.
Daß es sich bei der Bellriva um ein älteres Schiff handelt, war und ist mir sehr wohl bewußt. Es ist sogar das älteste Schiff. auf dem ich je übernachtet habe. Daher war ich auch angenehm überrascht, daß an Bord alles 'top' in Schuß ist - was ich wohl auch zum Ausdruck brachte.
Einen Bericht schreibe ich so, wie ich ihn auch gerne lese: eine Schilderung der Gegebenheiten an Bord, möglichst mit einer (als solchen erkennbaren) Meinung des Verfassers. Ob ich diese Meinung im Einzelfall anschließend teile, lasse ich einfach mal offen.
Ich denke, ich habe weder Schiff noch Veranstalter schlecht dargestellt - das wäre auch dem guten Produkt nicht gerecht. Auf die Bauweise des Schiffes hinzuweisen, sehe ich auch als wertungsneutral an. Was nützt es einem unbedarften Leser, wenn man unterschlägt, die Bauart der Kabinen zu beschreiben? Dies war der einzige Punkt, der (neben der heimlichen Nichtraucher-Regelung) vielleicht den einen oder anderen zucken lassen könnte. Aber dies gehört nun mal zu diesem Schiff und sollte bekannt sein, bevor jemand es bucht. Es ist ja auch nicht unbedingt ein Grund, Abstand von diesem Schiff zu nehmen - im Gegenteil; für kürzere Reisen würde auch ich sehr gerne wieder mit der Bellriva fahren, wie ich auch in meinem Bericht schrieb.
Ich bin übrigens (nahezu) gänzlich unvoreingenommen an Bord gegangen. Mich interessierte, welches Produkt dieser neue Veranstalter anbietet. Die öffentlichen Räume der ex MS Italia konnte ich vor rund zehn Jahren schon näher kennen lernen. In so fern war ich auf eventuelle Veränderungen gespannt und erfreut, diese Räume in gleich gutem Zustand anzutreffen, wie sie mir in Erinnerung waren.
Mich stört etwas, daß Du mir indirekt unterstellst, ich würde für den Preis eines alten Brötchens ein Stück Sahnetorte erwarten. In meiner Beschreibung habe ich aus gutem Grund keinen Bezug auf die angebotenen Preise genommen. Wenn ich dies getan hätte, dann hätte ich nicht wie Du den 3-Bett-Kabinen-Gucklochfenster-Nebensaison-Preis (Oktober/November) genannt, sondern den im Katalog als "Normalpreis" genannten Preis für die beschriebene Kabine, für die betreffende Reise und zum betreffenden Reisetermin. So mußt Du dann von 418 € p. P. (oder 627 € bei Buchung als Einzelkabine) ausgehen. An diesem Preis für diese Zwei-Nächte-Reise müßten dann Schiff und Veranstalterleistung gemessen werden, wollte man nicht dem Veranstalter unterstellen, er würde mit Mondpreisen in seinem Katalog arbeiten.
Grundsätzlich ist mein Standpunkt zu Preis-/Leistungsvergleichen folgender: Welchen Preis der einzelne Gast zahlt (und warum), ist m. E. stets irrelevant. Eine Leistung muß sich an dem veröffentlichten, normalen Preis messen. Falls einige Gäste in den Genuß spezieller Ermäßigungen auf diesen Preis kommen, weil sie zwei Jahre vorher buchen, zum Zeitpunkt der Reise das achtundsiebzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als kinderreich oder kinderlos gelten, bei bestimmten Brötchengebern ihr Geld verdienen, verheiratet oder geschieden sind, Mitglied in einem Buch-, Automobil- oder Swingerclub sind, oder was auch immer als Rabattbegründung dient, darf dies nicht dazu führen, die Leistung an diesen vergünstigten Preisen zu messen. Denn der Gast, der den vollen Preis (warum auch immer) entrichtet, erhält eben diese Leistung, die für alle gleich erbracht wird. Daher wirst Du bei mir in meinen Berichten nie einen konkreten Bezug zu Preisen finden, die einzelne Mitreisende oder auch ich selbst gezahlt haben. Wenn ich einen Maßstab ansetze, dann den des regulären Preises.
Den Bezug zu den aktuellen Preisen habe ich übrigens deshalb für diese Reise extra nicht hergestellt, da der Veranstalter erklärtermaßen in diesem Jahr niedrigere Preise anbietet, als dies zukünftig der Fall sein wird. Es bringt auch wenig, über einmalig angebotene Preise für bereits in der Vergangenheit liegende Reisen zu berichten, da dies unwiederbringlich allein durch den Sachstand, daß es eben in der Vergangenheit liegt, nicht mehr vergleichbar ist. Der Veranstalter wies während der Reise mehrfach darauf hin, daß der Sinn dieser Kurzreise auch der Kundengewinnung für das kommende Jahr dient. Daher habe ich keine Preisbeispiele, und (in einem anderen Thread) die Konditionen für 2008 genannt. Ergänzend habe ich auf die noch in 2007 verfügbaren Reisen zum "Schnäppchenpreis" (Zitat aus dem Katalog 2008, in dem diese Reisen beschrieben werden) aufmerksam gemacht.
Ich hoffe, ich konnte Dir meine Sicht dieser Dinge etwas näher bringen.
deswegen habe ich die ITALIA schon so lange nicht mehr gesehen, wenn sie nur zwischen Linz und Köln pendelt.
Aber 'ne kleine Anmerkung hätte ich noch: Soweit mir bekannt ist, wurde die ITALIA urprünglich für einen holländichen veranstalter 1971 in Dienst gestellt und erst 1976 von der KD gekauft.......
Grüße vom (Mittel-)Rhein
Nederland 1984 - Fascination 2003 - Carnival Triumph 2004 - Carnival Legend 2005 - Costa Victoria 2006 - MSC Musica 2007 - Costa Atlantica 2007 - MSC Sinfonia 2008